Air New Zealand nutzt 3D-Drucker bereits seit 2016 für verschiedene Bereiche im Flugzeugbau. Diesen Einsatz möchte der neuseeländische Flugzeughersteller jetzt verstärken. Dazu ergründen sie nun einige 3D-Drucktechnologien, wie zum Beispiel den 3D-Druck mit Metall und konnten bereits ein erstes 3D-gedrucktes Metallobjekt kostengünstiger und schneller herstellen, als mit bisherigen Fertigungsmethoden.

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Der 3D-Druck kommt seit geraumer Zeit innen wie auch außen beim Bau von Flugzeugen immer öfter zum Einsatz. Sei es nun Eviation Aircraft, die für die Entwicklung des ersten voll-elektrischen Pendlerflugzeugs den 3D-Druck nutzen. Oder Airbus, die dank dem 3D-Druck 15% an Gewicht bei den Innenraum-Paneelen sparen. Die Liste der Beispiele ist lang.

Air New Zealand möchte nun gemeinsam mit dem Unternehmen Zenith Tecnica an der Produktion von Teilen für Flugzeuginnenräume mit Hilfe von 3D-Druckern arbeiten und plant die additiven Fertigunsmaschinen in der Produktentwicklung und Werkzeugbau einzusetzen, heißt es in einem Pressebericht von Air New Zealand. Zenith Tecnica nutzt dafür Arcam EBM-Geräte von GE Additive. Mit von der Partie ist auch ST Engineering Aerospace, das größte Unternehmen in MRO (Maintenance Repair Operations). Mit der Auckland University, der Victoria University of Wellington und anderen Technologieunternehmen gingen sie eine Partnerschaft bei der Entwicklung neuer Anwendungen ein.

Air New Zealand setzt sich mit unterschiedlichen 3D-Drucktechnologien auseinander

Das Unternehmen untersucht mit 3D-Scans, 3D-Metalldruck und 3D-Druck in Polymeren, wie 3D-Druck bei MRO, Produktentwicklung, Werkzeuge und Inneneinrichtungen angewendet werden kann. Laut dem Pressebericht von Air New Zealand werden seit 2016 Prototypen fürs Interieur, aber auch Metallklammern und In-Screen-Gehäuse vom In-Flight Entertainment mit dem 3D-Druck hergestellt.

Anhand eines 3D-gedruckten Weinbelüfters probierten sie den Metall-3D-Druck aus. Dieser hilft dabei, dass der Wein schneller weicher wird und schneller serviert werden kann. Erfahrene Weinkenner wissen aber, dass die herkömmlich Art, den Wein zu dekantieren, schlussendlich besser schmeckt. Frisch gesprudeltes Wasser aus dem Aerifizierer, eine Art besserer Wassersprudler, der nur mit 3D-Druck hergestellt werden kann, wäre die ideale Überbrückung zwischen Dekantieren und Servieren.

Weinbelüfter
Der Weinbelüfter soll es möglich machen, dass der Wein schneller serviert werden kann (Bild © Air New Zealand / Zenith Tecnica).

Chief Operations Officer von Air New Zealand Bruce Parton,
„Die Weinbelüfter sehen aus wie kleine Flugzeugmotoren und zeigen, wie 3D-Druck Kosten und Platz spart. Es ist fantastisch, mit lokalen Unternehmen wie Zenith Tecnica und globalen Unternehmen wie GE Additiv zusammenzuarbeiten, um in diesem Bereich zu lernen. Während wir noch in der Anfangsphase der Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen im 3D-Druck sind, haben wir für unsere Business Premier-Kabine Prototypen-Metallrahmen gedruckt, um schnell neue Konzepte und Ideen zu testen, und wir haben auch neuartige Weinbelüfter hergestellt.“

Air New Zealand Flugzeug 3D Druck
Air New Zealand macht sich immer mehr mit dem 3D-Druck vertraut. Sie testen die Möglichkeiten, die sie mit den unterschiedlichsten 3D-Technologien haben (Bild © Air New Zealand).

Zenith Tecnica Geschäftsführer Martyn Newby,
„Dies ist ein gutes Projekt, um die Stärke, Vielseitigkeit und Nützlichkeit von Titan-3D-Druckteilen für Flugzeuganwendungen zu demonstrieren, und es ist sehr aufregend, auf dieser Reise mit Air New Zealand zusammenzuarbeiten. Wir sind in einer sehr guten Position, um die lokale Einführung von 3D-Druck für Luftfahrtanwendungen zu unterstützen, und begrüßen Air New Zealands Enthusiasmus, diese neue Technologie zu nutzen.“

3D-Druck als Verjüngungskur für einzelne Bauteile

Es ist sinnvoll, als Fluggesellschaft die Möglichkeiten des 3D-Drucks genauer zu erforschen. Mit 3D-Drucktechnologien kann man auch Teile wie Turbinenblisks verjüngen. GE und andere Unternehmen arbeiten seit einiger Zeit am Reibschweißen für die Blisk-Reparatur oder haben in die Erforschung verschiedener Abscheidungstechnologien investiert.

Der abgelegene Standort der Air New Zealand ist vermutlich ein Grund, warum Air New Zealand über die vermehrte Verwendung von 3D-Druck nachdenkt und dafür eine fortschrittliche Produktionskapazität aufbaut. Wir werden wohl auch künftig noch von neuen Erkenntnissen berichten, die Air New Zealand und andere Unternehmen der Luftfahrt haben. Sei es nun Prototypen Herstellung oder Inneneinrichtungen eines Flugzeugs, für den 3D-Druck finden sich stets Anwendungsbereiche, auch in der Luftfahrt. Bleiben Sie mit unserem Newsletter über Neuigkeiten aus allen Bereichen des 3D-Drucks auf dem Laufenden. Sie können ihn hier abonnieren.

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