Vorbildfunktion:

Andreas-Gordon-Schule in Erfurt soll 3D-Druck-Innovationszentrum werden

Die Bedeutung des 3D-Drucks an deutschen Schulen nimmt zwar gefühlt zu, gegenüber vielen anderen Industrieländern befindet sich Deutschland aber noch immer im Tiefschlaf. Schön ist es dann, wenn sich eine Schule mit seinem Engagement Schülern Zukunftstechnologien beizubringen, beispielhaft hervorhebt. Wie eine Schule im thüringischen Erfurt.

Die Andreas-Gordon-Schule in Erfurt (Thüringen) soll sich zu einem Innovationszentrum für 3D-Druck entwickeln. Schulleiter Karsten Pohlemann gerät ins Schwärmen, wenn er über die Möglichkeiten des 3D-Drucks spricht und in seiner Vorstellung sollte jeder Schüler künftig sagen können, dass er die 3D-Drucktechnik beherrschen kann. Aktuell ist dies noch ein Traum, der sich aber unbedingt erfüllen soll, schreibt die „Thüringer Allgemeine„. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Informationen einmal zusammen.

Im Oktober 2015 bauten er und die Schüler des Kompetenzzentrums für Aus- und Weiterbildung in Technik- und Dienstleistungsberufen aus einem Bausatz den ersten 3D-Drucker für die Schule begeistert zusammen. Gedruckt wurden Schlüsselanhänger und Einkaufschips mit den Namen der Schüler und waren ihre ersten 3D-Objekte. Sie sollen von der Progammierung bis hin zum 3D-Ausdruck lernen, wie der 3D-Druck funktioniert.

„Schüler sind extra für den 3D-Drucker in die Schule gekommen“

Andreas Gordon Schule
Das neue Innovationszentrum für den 3D-Druck in Thüringen? Die Andreas Gordon Schule in Erfurt (Bild © ags-erfurt.de).

Direktor Karsen Pohlemann wird für sein Vorhaben von Steffen Pöhler von der Firma „Fabstone“ und Mario Neugärtner von dem Unternehmen „Neue Technologie Neugärtner“ unterstützt. Gemeinsames Ziel ist es zu zeigen, was die 3D-Drucker für den Bildungsbereich leisten können. Wie Pohlemann erzählte, löste es einen enormen Schub aus, als sich die Schüler erstmals mit dem 3D-Drucker befassten und hätte zu einem klasse Lerneffekt geführt.

Ein paar Schüler waren während der Prüfungszeit sogar extra in die Schule gekommen, um mit dem 3D-Drucker arbeiten zu können. Sally-Josephine Otto zeigte sich begeistert und war von der Technik total überrascht. Es sei spannend zu sehen, wie die Arbeitsschritte des 3D-Drucks funktionieren, erzählte die Schülerin, die den Kurs bereits absolviert hat, gegenüber der „Thüringer Allgemeine“.

Thüringen als Vorreite beim 3D-Druck in Schulen?

Die 3D-Druck-Technologie zählt zu den Schlüsseltechnologien, mit dem sich die Schüler für die Zukunft gut aufstellen können, weshalb der Standort Thüringen laut Pohlemann am Ball bleiben und Vorreiter werden müsse. Zusammen mit den Partnern wurde schon ein Lehrbuch zusammengestellt, welches aktuell evaluiert wird.

Die Schüler stehen dabei unterstützend zur Seite und helfen bei der Verbesserung des Buchs. Schnellkurse und Webinare möchte der Schulleiter in Zukunft mit den Schülern entwickeln und diese anderen Schülern als Hilfestellung offerieren. Nach Vorstellung von Pohlemann sollten auch die Regelschulen einen Zugang zum 3D-Druck erhalten. Der Lehrplan soll künftig 3D-Druck-Technik als Fach enthalten und dafür will Pohlemann mit dem Ministerium zusammenarbeiten.

Schulroboter „Dobot Magician“

Der „Dobot Magician“ ist ein spezieller Druckroboter, der in der Lage ist einen Industrieroboter zu simulieren und ist der fünfte 3D-Drucker der Schule für Elektro- und Informationstechnik. Der Druckroboter sei Pohlemann zufolge schon eine Besonderheit, doch die Druckpremiere wird erst am Samstag stattfinden, dem Tag der offenen Tür der Schule.

Die Besucher können dort die 3D-Druck-Technik bewundern und erste Ansätze erlernen, wie der 3D-Druck funktioniert. Die Kursteilnehmer erhalten als Dank für ihre Teilnahme einen personalisierten Einkaufschip. Die Uni Erfurt, die TU Ilmenau und die Hochschule Schmalkalden zeigen sich wie die Andreas-Gordon-Schule am Tag der offenen Tür interessierten Besuchern.

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