Im Rahmen einer landesweiten Reise durch die USA besuchte US-Präsident Barack Obama in der Stadt Boise (Idaho) das Produktentwicklungs-Labor (Product Development Lab) des Boise State University’s College of Engineering. Den Mittelpunkt des Labors bildet der 3D-Druck, als wesentlicher Bestandteile der universitären Ausbildung.

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Als Ergebnis einer Kooperation des Labors mit der lokalen Wirtschaft, eröffnet sich für Studenten gemeinsam mit örtlichen Unternehmen eine breite Palette an Designs und Produkten, die sich mit Hilfe der 3D-Drucker relativ einfach direkt im Unternehmen, zu Hause oder in der Schule entwickeln lassen. Die Maschinenbau-Studenten können den 3D-Druck für die Herstellung von Prototypen und Gegenständen einsetzen. Zahlreiche entwickelte Produkte und Designs der Studenten stehen kurz vor der Markteinführung.

Barack Obama 3D-Druck
Barack Obama zu Besuch im Product Development Lab derBoise State University’s College of Engineering (Bild © 3Dprintingindustry.com)

Bei dem Besuch des Produktentwicklungs-Labors konnte Obama die unterschiedlichen 3D-Drucker und 3D-Produkte begutachten. Zu den Geräten zählte der SeeMeCNC Delta 3D-Drucker. Die 3D-Objekte die Obama sah, waren ein spezieller Schrank-Griff für einen behinderten Studenten der Universität und Prototypen-Komponenten für Rekluse Sport-Motorräder. Neben dem Labor befindet sich das Ceramic Micro Electro Mechanical Systems Lab.

Die beiden Labore geben der BSU die Möglichkeit eine umfangreiche Anzahl an Projekten durchzuführen. Die Forschungsarbeit beinhaltet unter anderem eine Hochleistungskeramik mit integrierter Elektronik für den Einbau in Nano-Satelliten und ausgedruckte Elektronik aus Graphene, um kostengünstige kleine Sensoren zu bauen. Ein weiteres Produkt sind Widerstände, die für die Standortermittlung und Feststellung des Blutzucker-Gehalts verwendet werden.

Immer mehr Universitäten weltweit setzen sich für den 3D-Druck ein und zahlreiche Studenten konnten mittels dieser Technologie neue Produkte entwickeln. Ein Beispiel ist die niederländische Studentin Chloe Rutzerveld, die mit Edible Growth einen Lebensmitteldrucker für gesunde Lebensmittel entwickelte und Studenten der FH Kärnten zeichneten sich für die Entwicklung eigener 3D-Drucker verantwortlich. Im internationalen Vergleich spielt Deutschland bezüglich der Einführung von 3D-Druck in die Lehrpläne von Schulen und Universitäten allerdings noch keine Rolle.

Obamas Rede an der Boise State University – College of Engineering

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