
Vielleicht war den Forschern ein wenig langweilig oder sie haben sich über etwas geärgert? Jedenfalls wurde aus dieser Abteilung ein Patent zur 3D-Scan-Verschlüsselung eingereicht, wie die „Orlando Sentinel“ berichtet.
Disney möchte nicht mehr, dass Hobby-Makers ihre Figuren mit einem 3D-Scanner und ihrem hauseigenen 3D-Drucker selbst nachbauen können. Für viele ist aber eben genau das die Motivation zur Anschaffung von einem 3D-Drucker zu Hause.
Für Hobby-Makers bieten vor allem bei kleineren Figuren preisgünstige 3D-Scanner schon recht brauchbare Ergebnisse, um ein Objekt mit dem hauseigenem 3D-Drucker zu dublizieren. Doch Disney Research möchte dies in Zukunft verhindern – zumindest für seine Disney-Figuren – und plant seine Spielfiguren mit einem „Anti-Scan-Material“ überziehen. Auch Glasperlen und andere reflektierende Materialien (retro-reflektierend genannt) verhindern das 3D-Scanning ihrer Objekte.

Wahrscheinlich will Disney damit seine Sammlerstücke schützen. Nichtsdestotrotz wird es keinen Maker aufhalten seine Lieblingsfiguren selbst herzustellen und ganz im Sinne der DIY-Bewegung eher noch motivieren die Disney-Objekte zu kopieren, sollte das Patent denn jemals praktischen Einsatz finden.
Des Weiteren wurden schon 3D-Scanner entwickelt, die reflektierendes Material umgehen können. Und im Internet gibt es bereits genügend Vorlagen für eine große Bandbreite an Comicfiguren. Disney ließ bisher auch nicht verlauten, dass sie gegen Makers vorgehen wollen, sofern die selbst gebauten Objekte nicht im großen Stil kommerziell angeboten werden.
Denn Disney ist keinesfalls gegen die Makers-Bewegung. Im Gegenteil, wie wir schon in zahlreichen Beiträgen berichteten. Dieser Patentantrag scheint also keiner ernst zu nehmende Bedrohung für Maker zu sein und über Neuigkeiten zum Thema wir wie gewohnt auf 3D-grenzenlos darüber berichtet (Newsletter abonnieren).
Zeitraffer: Maker entwirft Micky Maus als Stormtrooper mit 3D-Software und 3D-Drucker zu Hause
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