FabRx ist ein britisches Unternehmen, das von Mitarbeitern des University College London School of Pharmacy gegründet wurde. Das Ziel des Unternehmens ist es, personalisierte Behandlungen von Patienten zu entwickeln. Im Vordergrund der Arbeit steht dabei die Einnahme von Medikamenten. Bereits 2017 haben wir uns die Frage gestellt, ob es in wenigen Jahren dazu kommen wird, dass Medikamente künftig 3D-gedruckt werden.

Printlets – die 3D-gedruckte Tablette

Tabletten aus dem 3D-Drucker
„Printlets“ sind das Ergebnis der jahrelangen Arbeit von FabRx (Bild © FabRx).

Das Ergebnis waren sogenannte Printlets, 3D-gedruckte Tabletten mit maßgeschneiderten Medikamentendosen. An diesen stecken mehr als fünf Jahre Forschungsarbeit im Advanced 3D Printing Lab des University College London (UCL). In einem Interview mit den Kollegen vom US-Magazin 3dprint.com gab Alvaro Goyanes, Director of Development und Mitbegründer von FabRx, einen genauen Einblick in die Arbeit von FabRx.

2014 überlegte Goyanes als Postdoktorand und zugelassener Apotheker, wie er die orale Verabreichung von Arzneimitteln verbessern kann. Gemeinsam mit seinen Kollegen von der School of Pharmacy entstand die Idee zu FabRx. Begonnen wurde mit der grundlegenden Arbeit an den 3D-Drucktabletten oder Printlets und vor allem an ihrer Materialauswahl. Dabei war es wichtig, den richtigen 3D-Drucker für pharmazeutische Präparate zu entwickeln.

Die Wissenschaftler untersuchten die existierenden 3D-Drucktechnologien gründlich, um die unterschiedlichen Auswirkungen auf die Arzneimitteleigenschaften herauszufinden. Einige Methoden bauten Medikamente ab oder machten sie inaktiv. Heute schafft es FabRx bereits, einige Formen von Medikamenten zu drucken.

Sicherheit und Qualität

Goyanes und das Team von FabRx
Mit personalisierten Medikamenten sollen Patienten eine bessere Therapie erhalten (Bild © FabRx).

Derzeit kümmert sich FabRx um die Sicherheit und die Qualität von Medikamenten, unabhängig von den Produktionskosten. Mit diesen besseren Medikamenten können Patienten ihre Medikation einhalten, die Therapie steigern und dadurch Gesundheitsprobleme und Folgekosten senken.

Der Bestand von vorhandenen Medikamenten kann in Krankenhäusern reduziert werden, da sie mit nur einem Material in der richtigen Dosierung gedruckt werden können. Das verringert auch die Zahl der abgelaufenen Medikamente. Eine erste klinische Studie zeigt, dass die Technologie funktioniert. Der Bedarf an personalisierten Medikamenten ist ebenso vorhanden.

FabRx wird von der Regierung bei der Forschung an den Medikamenten unterstützt. Patienten könnten künftig in Krankenhäuser gehen und sich an einer Abgabestelle die richtigen Medikamente in der richtigen Dosierung ausdrucken lassen.

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