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Nach Köln ist es jetzt auch in der Hamburger Zentralbibliothek möglich einen öffentlichen 3D-Drucker zu nutzen. Interessierte können kostenlos den 3D-Drucker nutzen und eigene Objekte erstellen. Außerdem bietet die Hamburger Zentralbibliothek ab sofort Informationsmaterial und Vorträge zum 3D-Druck.

Logo Bücherhallen Hamburg
Das Thema 3D-Druck an deutschen Schulen und Bibliotheken nimmt weiter an Bedeutung zu. Jetzt hat auch die Hamburger Zentralbibliothek in ihren Räumen einen 3D-Drucker aufgestellt und zugleich werden Informationen rund um das Thema 3D-Druck angeboten, wie die Bibliothek auf ihrer Website berichten. Die Kunden und Interessierten können Gegenstände mit dem Drucker ausdrucken lassen.

Am letzten Samstag wurde der 3D-Drucker der Öffentlichkeit vorgestellt und der Autor Florian Horsch hielt einen Vortrag zum Thema 3D-Druck. Er zeichnet sich für das Buch »3D-Druck für alle« verantwortlich. Rund 200 Besucher aller Altersklassen waren zugegen um sich über die neue Technologie zu informieren.

„Delta Tower“-3D-Drucker

3D-Drucker in Bücherhallen Hamburg (Zentralbibliothek Hamburg)
Einen „3D-Drucker für Jedermann“: Der 3D-Drucker kann zukünftig in der Bücherhallen Hamburg kostenlos genutzt werden (Bild © buecherhallen.de)

Beim 3D-Drucker entschied sich die Bibliothek für das Modell Delta Tower des Bayreuther Herstellers Hypecask. Der Druckkopf befindet sich an einem Gestänge mit drei senkrechten Schienen und bewegt sich über einer Arbeitsplattform. Zum Einsatz kommt das Schmelzschichtverfahren.

Die Besonderheit des Delta Tower ist, dass er Objekte mit bis zu 60 Zentimetern Höhe drucken kann und sei der Bibliothek zufolge einer der Gründe zugunsten des Druckermodells gewesen. In der Niederlande und skandinavischen Ländern setzen Büchereien bereits schon länger auf Makerspaces, also offene Werkstätten wo Kunden sich Gegenstände per 3D-Drucker fertigen lassen können. Die Kölner Stadtbibliothek war die erste Bibliothek Deutschlands die ebenfalls einen 3D-Drucker aufstellte.

Jeder, der einen Ausweis der Hamburger Bücherhallen hat, darf den Drucker nutzen und zwar müssen sie nur eine .stl-Datei per Mail an die Zentralbibliothek senden. Das gewünschte 3D-Objekt würde dann innerhalb einer Woche hergestellt. Zunächst soll das Angebot kostenlos sein. In den nächsten drei bis sechs Monaten soll getestet werden, wie hoch der Materialverbrauch und wie stark die Nachfrage ist. Aufgestellt soll der Delta Tower im Lern- und Informationszentrum der Zentralbibliothek, um den Kunden die Möglichkeit zu bieten zuzusehen. Eine Vitrine zur Präsentation besonderer Objekte aus dem 3D-Drucker soll im Jahresverlauf aufgestellt werden und Kunden sollen die Möglichkeit erhalten ihre 3D-Objekte ebenfalls dort vorzustellen.

Das Informieren zum Thema 3D-Druck in öffentlichen Bildungsstätten ist zu begrüßen. Die Hamburger Zentralbibliothek als auch die Kölner Stadtbibliothek gehen hier mit gutem Vorbild voran und zeigen, dass auch Deutschland die Bedeutung des 3D-Drucks – nicht nur für die Industrie – erkannt hat.

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