Die Hochschule Offenburg hat einen modernen 3D-Drucker erhalten und kann so seinen Forschungen im Gebiet des 3D-Drucks vorantreiben. Die Baden-Württembergische Bildungseinrichtung, die schon seit rund acht Jahren auf dem Gebiet der additiven Fertigung forscht, hat bereits auch konkrete Ideen für erste Projekte.

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Logo Hochschule OffenburgDie Hochschule Offenburg hat einen 3D-Drucker erhalten und befindet sich am Campus Gengenbach. Der 3D-Drucker kann sechs verschiedene Kunstsoffmaterialien und 360.000 unterschiedliche Farben bei der Herstellung von 3D-Objekten verwenden. Seit rund acht Jahren forscht die Hochschule auf dem Gebiet der additiven Fertigung, die mit Einsatz des 3D-Druckers verschärft fokussiert werden soll. Die Anschaffungskosten für das Gerät beliefen sich auf 380.000 Euro und wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen, nachdem ein Antrag gestellt worden war, berichtet „Baden online“.

Das erste Projekt wird eine Tragfläche für ein unbemanntes Flugzeug

3D-Drucker von REALIZER an der Hochschule Offenburg
Der 3D-Drucker der Firma REALIZER an der Hochschule Offenburg druckt im Selective Laser Melting-Verfahren (Bild © Hochschule Offenburg).

In einem ersten Projekt soll eine Masterarbeit mit dem 3D-Drucker umgesetzt werden. Eine Forschergruppe der Hochschule möchte ein unbemanntes Flugzeug auf Langstrecke trimmen, wofür ein flexibler Flugzeugflügel erforderlich ist. Der Flügel wird mit dem neuen 3D-Drucker hergestellt und wird aus festen wie flexiblen Kunststoffen bestehen, damit die gewünschten Anforderungen erfüllt werden. Der 3D-Druck des Flügels wird mit einer Genauigkeit von 15 Mikrometern erfolgen und rund zwölf Stunden dauern.

Auch Turnschuhe und Gegenstände aus dem Alltag sind denkbar

Die Forschung im Bereich 3D-Druck will die Hochschule Offenburg mit dem neuen 3D-Drucker erweitern, indem verstärkt daran geforscht wird, was Nutzer wünschen: Zum Beispiel Turnschuhe oder andere Produkte aus dem Alltagsleben. Stefan Junk, Professor mit Schwerpunkt 3D-Druck, erklärt, dass mit den Ausdrucken gezielt potentielle Käufer gefragt werden können, ob ihnen das Objekt zusagt oder nicht, berichtet „Baden Online“ weiter.

Der 3D-Drucker vermeidet Fehlproduktionen und spart Entwicklungskosten, so ist die Hochschule überzeugt. Jedoch ist das Gerät der Hochschule für Massenproduktionen nicht geeignet, weil er dafür zu teuer und zu schwer ist. In der Robotik soll der 3D-Drucker ebenfalls zum Einsatz kommen. Die Arme der Roboter und deren flexible Gelenke könnten künftig gedruckt werden.

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