Zu Gast bei der FIT AG in Lupburg (Bayern) diskutierte der Industrieausschuss der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim den Einsatz von 3D-Druck in der Medizin. Laut Geschäftsführer Fruth bieten Additive Verfahren ungeahnte Gestaltungsfreiheiten und fangen da an, wo andere Verfahren aufhören.

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Zu Gast bei der Fit AG in Lupburg (Bayern) diskutierte der Industrieausschuss der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim den Einsatz der additiven Fertigung in der Medizin. Implantate und Prothesen aus dem 3D-Drucker sind keine Fiktion mehr, wie die Professoren Dr. Thomas Schratzenstaller und Dr. Ulf Noster von der Fakultät Maschinenbau an der OTH Regensburg, in einer Pressemitteilung im „Wochenblatt“ verlautbarten. Beide gaben regionalen Unternehmen einen Einblick in die heutigen Möglichkeiten des 3D-Drucks.

Seit ein paar Jahren lassen sich passgenaue auf den Patienten zugeschnittene Implantate, Prothesen und Orthesen mit einem 3D-Drucker herstellen. Von dem Mehrwert der Technik zeigte sich der Ausschussvorsitzende Stephan K. Fischer beeindruckt. Er zeigte sich davon überzeugt, dass in der Medizin passgenaue Produkte immer stärker gefragt seien. Zur Zeit arbeiten die zwei Professoren in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern an einer Lösung für additive gefertigte koronare Stents. Die Bayrische Forschungsstiftung unterstützt im Rahmen des Projekts „NewGen-Stent“ ebenfalls die Entwicklung neuer Fertigungsmethoden von Stents und dazu zählt auch der 3D-Druck.

3D-Druck bei der FIT AG
Vergleich eines von FIT im 3DMP-Verfahren gefertigten Bauteils vor und nach dem Nachbearbeiten (Bild © FIT AG).

Auf die Additive Fertigung hat sich die Fit AG aus Lupburg spezialisiert und beschäftigt über 330 Mitarbeiter. Das Unternehmen arbeitet mit Rapid Prototyping, fertigt Sonderserien und arbeitet an Software-, und Hardware-Lösungen. Im Rahmen der Betriebsbesichtigung erhielten die Industrievertreter durch Geschäftsführer Carl Fruth einen Einblick in die Produktion. Im Juli diesen Jahres gab die Fit AG die Eröffnung eines Metal Coating Centers bekannt. Galvanisierung und 3D-Druck würden sich hervorragend ergänzen, was in einer kostengünstigeren und schnelleren Veredelung von Konzept-, und Designmodellen resultiere.

Laut Fruth bieten Additive Verfahren ungeahnte Gestaltungsfreiheiten. Wo konventionelle Fertigungsmethoden an die Grenzen ihrer Realisierbarkeit stoßen, würden die innovativen Designkonzepte additiver Verfahren erst anfangen. Mehr erfahren Sie auch täglich auf 3D-grenzenlos und in unserem kostenlosen 3D-Druck-Newsletter.

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