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Die kriselnde Wirtschaft in Italien trifft vor allem die Kleinstunternehmen. Dabei sind 60 Prozent aller Arbeitnehmer bei Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern beschäftigt. Immer mehr kleine Unternehmen aus Italien sehen jetzt eine neue Chance die andauernde Wirtschaftskrise in Italien zu überstehen. Die Lösung heißt 3D-Druck.

3D-Druck in Italien: Die italienische Wirtschaft leidet unter großen Schwierigkeiten mit denen vor allem kleinen Unternehmen konfrontiert sind. Die Insel Murano mit ihren 500 Kleinunternehmen aus der Glasbläserkunst, Unternehmen meist im Familienbesitz, spiegeln eben diese Probleme wieder. Für die Kleinunternehmen aus dem produzierenden und dienstleistenden Handwerk heißt die Lösung 3D-Druck.

Lampenschirme aus dem 3D-Drucker
Lampenschirme aus dem 3D-Drucker (Bild © salviati.com).

Den 3D-Druck sehen die italienischen Kleinunternehmer als große Chance. Dazu zählt zum Beispiel die Glasbläserei Salviati mit ihren elf Mitarbeitern. Eine neue moderne Lampenkreation hat ein weißes Wabengitter. Das Wabengitter besteht aus Kunststoff und wurde mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Schnell. Kostengünstig. Und unter Beachtung des großen Vorteils der kleinen Manufaktur: Kreative Ideen am Fließband, die sich mit dem 3D-Druck jetzt auch schnell in ein Produkt umwandeln lassen.

Ein Pionier auf dem Gebiet ist die italienische Designfirma HSL (Hic sunt Leones), die von Ignazio Pomini im Jahr 1988 gegründet wurde und von Anfang an auf 3D-Druck setzte. Der erste 3D-Drucker wurde Ende der 80er-Jahre gekauft. Neben Automobilteilen gehören heute Lampen, Designobjekte und Schmuck zum Produktangebot dieser innovativen Firma mit Vorbildcharackter für viele kleine italienische Manufakturen die erst jetzt den 3D-Druck für sich entdecken. Die beiden Unternehmen, HSL und Salvati, arbeiten zusammen. In Südtirol konnte mit einer Schreinerei ein weiteres Unternehmen gewonnen werden. In Zukunft sollen weitere Glasbläsereien hinzukommen.

Kleine und mittelständische Fimen sind die Stützpfeiler der Wirtschaft Italiens. 60 Prozent der italienischen Arbeitnehmer sind bei Arbeitgebern mit weniger als 20 Mitarbeitern beschäftigt. Eine neue Bewegung „Make in Italy“ bestehend aus ‚digitalen Handwerkern‘ hat sich formiert. Es wurden mittlerweile landesweit 20 FabLabs gegründet bei denen  kundenindividuelle Produkte im Kundenauftrag mit 3D-Druckern schnell und preiswert hergestellt werden. Die bereits in Italien genutzten Prinzipien und weltweit immer häufiger Sharing Economy und Open Source könnten zusammen mit dem 3D-Druck die italienische Wirtschaft retten.

Der Artikel entstand nach Anregung von welt.de

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