Das Elisabeth-TweeSteden Ziekenhuis (ETZ) zählt zu den wichtigsten Unfallkrankenhäusern in den Niederlanden. Die dortigen Traumachirurgen sind stets darum bemüht, Behandlungsmethoden zu optimieren und den Aufenthalt für den Patienten zu verbessern. Mit Verwendung der neuesten 3D-Drucktechnologien ist den Ärzten eine deutliche Entwicklung gelungen. Das sieht man auch in der Steigerung des Kappa-Scores, einer Bemessungsgrundlage, die aufzeigt, wie gut Ärzte die richtige Behandlung angehen.

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Das Elisabeth-TweeSteden Ziekenhuis (ETZ) ist eines von elf spezialisierten Unfallkrankenhäusern in den Niederlanden. Vor Ort befinden sich rund um die Uhr Trauma-Chirurgen, was das Krankenhaus zur idealen Anlaufstelle für Notfallpatienten macht. Die Trauma-Chirurgen sind stets bemüht, ihre Behandlungsmethoden für Patienten zu verbessern. Mike Bemelman, Lars Brouwers und Koen Lansink sind drei dieser Ärzte, die sich mit der 3D-Drucktechnologie auseinandersetzen.

Von der Verletzung bis zur gelungenen Operation

Patient im Computertomographen
Vor dem 3D-Druck wird ein CT-Scan erstellt (Bild © Ultimaker).

Kommt ein Patient ins Krankenhaus, wird er erst einmal stabilisiert. Danach erstellt das medizinische Personal einen CT-Scan. Die Infos aus dem CT-Scan benötigt der Arzt für die korrekte Diagnose. Mit dem Philips IntelliSpace Portal kann der Arzt die DICOM Dateien – das proprietäre Dateiformat von CT-Scans – in 3D-druckbare STL-Dateien umwandeln und direkt ein 3D-Modell exportieren. Dieses schneidet er dann mit dem Ultimaker Cura zurecht und sendet es an den Ultimaker 3. Das gedruckte Objekt steht dem Arzt innerhalb eines Tages zur Verfügung, schreibt der niederländische 3D-Drucker-Hersteller Ultimaker in einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin. Damit kann er die Fraktur besser betrachten, da er sie berühren und auch drehen kann.

Mit wasserlöslichem PVA-Trägermaterial können komplexe, organische Geometrien mit kleinen Hohlräumen und wichtigen Details reproduziert werden. Der optimalen Operationsplanung steht nun nichts mehr im Wege. Gleichzeitig kann auch dem Patienten der Vorgang nun recht einfach erklärt werden.

Arzt und Patient
Mit den 3D-gedruckten Nachbildungen der Knochenfraktur lässt sich dem Patienten das Problem viel besser erklären (Bild © Ultimaker).

Besserer Kappa-Score

Mit dem Einsatz der 3D-Technologien bei Knochenfrakturen steigt auch der Kappa-Score. Der Kappa-Score (auch Cohens Kappa genannt) zeigt auf, wie gut Chirurgen die vorliegende Situation einschätzen. Chirurgen mit wenig Erfahrung haben einen Kappa-Score von 0,2. Erfahrenere Chirurgen haben einen Kappa-Score von 0,4. Dank dem Einsatz der 3D-Technologie erreichen Chirurgen im Elisabeth-TweeSteden Ziekenhuis (ETZ) einen Kappa-Score von 0,6 oder 0,7, was die höchste Punktzahl darstellt und zeigt, dass 3D-Technologien in der Medizin öfter zum Einsatz kommen müssen. Mit unserem Newsletter bleiben Sie auch weiter über Fortschritte in der Medizin am Laufenden, die dank 3D-Technologien erreicht werden.

Abbildung eines Ultimaker 3
Doktor Brouwes druckt das fertige 3D-Modell mit dem Ultimaker 3 (Bild © Ultimaker).

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