An der TU Chemnitz, in der Fakultät für Maschinenbau, wurde mit der „Schüler- und Studierendenwerkstatt“ jetzt ein Makerspace eröffnet. Schüler und Studenten können neben Fräsen, Löten, Schrauben und Bohren auch 3D-Drucker ausprobieren und für ihre Arbeiten verwenden. Damit soll das Interesse am Ingenieurberuf geweckt werden. Studierende sollen gleichzeitig in der Vorlesung erstellte Konstruktionen in der Werkstatt umsetzen können.

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An der Technischen Universität in Chemnitz haben Schüler und Studierende laut einer Pressemitteilung der Universität die Möglichkeit, in Einrichtungen wie dem Wunderland Physik oder der Roboschool der Informatiker ins Studium zu schnuppern. Seit dieser Woche steht den Schülern und Studierenden eine Werkstatt der Fakultät für Maschinenbau zur Verfügung. Von Bohren über Drehen, Kleben, Löten bis hin zum 3D-Druck ist alles möglich. Bis Ende 2019 wird eine Schweißwerkstatt entstehen. 25.000 Euro wurden von der Fakultät für Maschinenbau und des Projekts TU4U zur Verfügung gestellt.

Mehr Frauen im Ingenieurberuf

Maria Worf, Leiterin des Projekts TU4U, freut sich darüber, dass Schülerinnen und Schüler aus der Region im Rahmen von Projekttagen und Praktika technische Werkstücke oder mit akademischer Unterstützung ihre Besondere Lernleistung BeLL anfertigen können, heißt es in der Mitteilung weiter. Drei Gymnasien aus Chemnitz, Flöha und Hohenstein-Ernstthal kooperieren bereits mit dem Projekt und werden die Werkstatt im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichts besuchen.

die Werkstatt mit Interessierten
Dank der Werkstatt können Studierende ihr Gelerntes aus den Vorlesungen gleich praktisch umsetzen (Bild ©TU Chemnitz/Jacob Müller).

Projekte dieser Art sollen auch dazu beitragen, dass der Frauenanteil bei Ingenieurberufen zunimmt. Dieser liegt im Maschinenbaustudium derzeit bei nur zehn Prozent. Dank der Werkstatt können Studierende ihr Gelerntes aus den Vorlesungen gleich praktisch umsetzen. Thomas Lampke, Dekan der Fakultät, meint dazu, dass die Studenten zum Beispiel ihre in der Vorlesung konstruierten Vorrichtungen im Anschluss selbst bauen.

Makerspaces, das sind Orte für Tüftler und Bastler, s.g. Makers, finden sich immer häufiger in Universitäten, Schulen, Gemeinden und anderen Orten. Zum Beispiel unterhält die Hochschule Offenburg seit Jahresanfang ein Fabikrationslabor mit 3D-Druckern, Plottern, Lasern uvm. Die TU Dortmund eröffnete im Herbst letzten Jahres mit dem MakerSpace „SELFMADE“ einen Ort für Menschen mit Handicap, die 3D-Drucker, Lasercutter und andere Geräte für ihre Bastelarbeiten nutzen können. Alle Neuheiten zu dem Thema erfahren Sie jederzeit kostenlos im Newsletter von 3D-grenzenlos (hier abonnieren).

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