Das deutsche 3D-Druck-Unternehmen voxeljet gibt bekannt, dass es alle seine Geschäftsbeziehungen mit Russland und Belarus bis auf Weiteres aufgrund der Aggressionen gegenüber der Ukraine einstellt. Dieses Vorhaben gilt, solange sich von beiden Ländern Militär im ukrainischen Grenzgebiet befindet. Auch andere Unternehmen unterbrechen ihre Beziehungen zu Russland, um sich solidarisch mit der Ukraine zu zeigen.

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Die kürzlich begonnene Invasion Russlands in die Ukraine macht viele Menschen betroffen. Als Folge für das aggressive Handeln wird versucht Russland mit Sanktionen dazu zu bewegen, diese Invasion zu stoppen. Aus Solidarität zur Ukraine werden auch Geschäftsbeziehungen beendet oder, wie im Fall von Rusatom und Zortrax, potenzielle Investitionsverhandlungen in Millonenhöhe abgebrochen. Das deutsche 3D-Druck-Unternehmen voxeljet hat jetzt ebenfalls eine weitreichende Entscheidung betreffend Russland und Weißrussland getroffen.

Bis auf Weiteres keine Geschäfte mit Russland

Der deutsche Sand- und Polymer-Binder-Jetting-3D-Drucker-Hersteller voxeljet hat in den sozialen Medien bekannt gegeben, dass er bis auf Weiteres keine neuen Produkte, Ersatzteile oder Dienstleistungen an Kunden in Russland und in Weißrussland liefert. Diese Entscheidung gilt solange sich das russische und weißrussische Militär im ukrainischen Grenzgebiet befindet.

Rudolf Franz, COO und CFO bei voxeljet, sagte:

„Seit vielen Jahren pflegen wir sehr gute Geschäftsbeziehungen zu unseren Händlern und unseren Kunden in Russland und Weißrussland. Wir möchten diese Chance nutzen und unseren Händlern und Kunden in Russland und Weißrussland für ihr Vertrauen in den vergangenen Jahren danken. Das unglaublich brutale und unerträgliche Vorgehen der russischen und weißrussischen Regierungen und des Militärs gegen das ukrainische Volk in den letzten Tagen veranlasste uns, unsere Aktivitäten in Russland und Weißrussland zu überdenken. Wir hoffen das Beste für die Menschen in der Ukraine und werden unseren Distributor und unsere Kunden in diesen schwierigen Zeiten bestmöglich unterstützen.“

Rendering voxeljet VX1000
Das 3D-Druck-Unternehmen voxeljet stoppt bis auf Weiteres seine Geschäfte in Russland (im Bild: VX1000 3D-Drucker)(Bild © voxeljet).

Oerlikon Verwaltungsratspräsident Michael Suess beschreibt auf LinkedIn die aktuelle Situation:

„Der völkerrechtswidrige Einmarsch in die Ukraine ist ein verheerendes Ereignis, das nicht nur Europa, sondern die ganze Welt betrifft. Das Leid aller Menschen in der Ukraine ist schrecklich, und unsere Gedanken sind bei allen Ukrainern, die um ihr Leben, ihre Familie und ihr Zuhause fürchten. Die langfristigen wirtschaftlichen Folgen dieses vom russischen Regime initiierten Konflikts sind zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abzuschätzen. Wir können nur hoffen, dass die russische Regierung schnell zur Vernunft kommt und ihre feindseligen Aktionen einstellt, um diesen Konflikt stattdessen durch friedliche Gespräche zu lösen.

Ebenso hoffe ich, dass sowohl die Einwohner Russlands als auch die zahlreichen russischen Bürger in anderen europäischen Ländern nicht für das Handeln ihrer Regierung verantwortlich gemacht werden. Wir müssen zwischen der kriegstreibenden russischen Regierung und der russischen Bevölkerung oder Bürgern russischer Herkunft unterscheiden. Viele von ihnen verurteilen den Angriffskrieg ihrer Regierung scharf. Die russischen Bürger leiden nicht nur unter den Wirtschaftssanktionen, sondern auch, dass sie ihre Meinung nur unter persönlicher Gefährdung frei äußern können. Anstelle von Pauschalurteilen sind Besonnenheit und ein differenzierter Blick gefragt.“

Die ETH Zürich möchte ebenfalls helfen und plant, Studenten und Forscher aus der Ukraine zu unterstützen und aufzunehmen. Auch Maria Langer, CEO vom 3D-Druck-Unternehmen EOS, gibt auf LinkedIn die Entscheidung bekannt, wie EOS aktuell weiter mit der Situation verfahren wird.

Sie schreibt:

„Das vergangene Wochenende hat mich angesichts der tragischen Situation in der Ukraine und der Welt in tiefer Sorge zurückgelassen. Putin und seine Unterstützer dringen in ein demokratisches Land ein und töten Menschen, die sich für ihre demokratischen Rechte einsetzen. Deshalb haben wir bei EOS beschlossen, jegliche Geschäfte mit russischen Kunden einzustellen und nur in eindeutigen Fällen humanitärer oder medizinischer Anwendungen Ausnahmen zu machen. Dies wird zwar Konsequenzen für unser Geschäft haben, aber das spielt jetzt keine Rolle! Es kommt darauf an, für unsere demokratischen Überzeugungen einzustehen und konsequent zu handeln. Ich bin davon überzeugt, dass auch viele russische Bürger diesen Krieg nicht wollen. Für uns war es wichtig, eine klare Linie zu ziehen und Putin zu zeigen, dass wir seine Politik nicht unterstützen. Ich sende mein tiefstes Mitgefühl an diejenigen unter Ihnen, deren Freunde und Familie direkt von diesem Krieg betroffen sind. Lassen Sie uns alle unsere Stimme gegenüber politischen und geschäftlichen Entscheidungsträgern erheben, um das Richtige zu tun. Lasst uns gemeinsam für Frieden und eine erfolgreiche Zukunft für alle kämpfen!“

Wir hoffen, dass auf beiden Seiten wieder Frieden herrschen und das Blutvergießen bald ein Ende nehmen wird. Wir schließen uns Maria Langers Aufruf an. Lasst uns gemeinsam für Frieden und eine erfolgreiche Zukunft für alle kämpfen! Über alle weiteren Neuheiten zu dem Thema berichten wir auch zukünftig im 3D-grenzenlos Magazin (Newsletter abonnieren).

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