Einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young zufolge haben Unternehmen allein schon in diesem Jahr rund 11 Milliarden Euro Umsatz mit 3D-Druck erwirtschaftet. Der Markt ist in beinahe allen Brachen weiterhin teils stark am wachsen, ergab eine Diskussion zu dem Thema auf der 3D-Druck-Konferenz in München. Wir fassen die wichtigsten Informationen und Zahlen zusammen.

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Ernst Young LogoDer 3D-Druck nimmt immer mehr Platz in vielen Branchen ein. Eine Studie von Ernst & Young zeigt, dass in der Flugzeugindustrie heute bereits 78% der Unternehmen die additive Fertigung nutzen. Die verbleibenden 22% denken darüber nach, auf die 3D-Drucktechnologie umzusteigen, heißt es in einem Artikel von „T-Online“ und beruft sich dabei auf die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der 3D-Druck hat Vorteile wie leichtere Bauteile, ein hohes Kosteneinsparpotenzial, schnellere Produktion, Individualität und vieles mehr.

Ersparnisse in der Luftfahrt- und der Automobilbranche

Die Türangel des Airbus A350 hatte anfangs 10 Teile und kann heute in einem Stück gedruckt werden. 2016 setzte sich Airbus das Ziel, 50% seiner Flugzeugkomponenten mit dem 3D-Drucker herzustellen. Die Lufthansa reduziert mit einem eingesparten Kilo Gewicht den Kerosinverbrauch um 26,5 Tonnen pro Jahr. Laut Boeing-Managerin Melissa Orme wurden rund 70.000 3D-gedruckte Teile in Flugzeuge und Satelliten eingebaut. Ein in den Boeing-Werken hergestelltes Antennenbauteil war früher ein massiver Block und ist heute eine filigrane Gitterstruktur. Vieles, was mit 3D-Druck realisiert wird, wäre mit herkömmlichen Techniken gar nicht möglich.

Laut EY nutzen 59 Prozent der Unternehmen in der Autoindustrie den 3D-Druck. Er kommt beim Bau von Werkzeugen und Maschinenteilen zum Einsatz, aber auch in anderen Bereichen. Forschung und Entwicklung profitieren von der schnelleren und günstigeren Fertigung von Prototypen.
Ersatzteile können ohne hohe Lager- und Transportkosten hergestellt werden, selbst an abgelegenen Orten wie einem Flugzeugträger mitten im Ozean.

Lohnenswerte Investition

In vielen Branchen werden maßgefertigte Produkte benötigt. Neue für den 3D-Druck geeignete Materialien werden laufend entwickelt. 3D-Drucker und Materialien sind in der Industrie und der Medizin zwar teuer, aber die Investitionen lohnen sich. Die irische Firma Stryker hat rund 70 Anlagen, auf denen Implantate für die Medizin gefertigt werden. Zwei Drittel der 900 befragten deutschen Unternehmen nutzen den 3D-Druck. In China und Südkorea sind es sogar 80 Prozent.

Die 3D-Drucktechnologie sei laut TÜV-Süd-Manager Holger Lindner zur Anwendung bereit. Viele Unternehmen wären aber noch unsicher und sehen kein Geschäftsmodell dafür, was sich bald ändern würde. Unternehmen können Lager- und Transportkosten durch 3D-Druck senken. Das sei für jedes zweite Unternehmen in drei Jahren zu erwarten.

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