Bildungswesen:

Neue Y Soft-Umfrage zeigt auf, dass der 3D-Druck im Bildungswesen zu wenig Berücksichtigung findet

In den letzten Jahren wurde bereits viel Potenzial in die Weiterentwicklung und Nutzung des 3D-Drucks investiert. Nur im schulischen Umfeld wird einer Y Soft Studie zufolge der Zugang zu 3D-Druckern erschwert.

YSoft Logo.Die Y Soft-Studie brachte zutage, dass der Zugang zu 3D-Druckern sowohl an Schulen als auch an Hochschulen und Universitäten überraschend stark eingeschränkt ist. So berichten 87 Prozent der Einrichtungen, in denen bereits 3D-Drucker installiert wurden, dass sie den Zugang für Schüler und Studenten beschränken. Insgesamt sind in 60 Prozent der angefragten Schulen 3D-Drucker vorhanden oder deren Erwerb geplant.

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Im Rahmen der Umfrage wurden den beteiligten Pädagogen eine breite Palette an Fragen gestellt. Als Gründe für den relativ begrenzten Einsatz nannten die Befragten eine mangelnde Orientierung, die fehlende Kontrolle über Materialkosten und Zeit sowie die Unfähigkeit, den Zugang der Schüler zu den Druckern zu verwalten. Der International Data Corporation (IDC) Research Director Tim Green äußerte sich dazu folgendermaßen: „Wir hören von Schulen, die 3D-Drucker kaufen, aber zugleich die Studenten und andere Personen für die Benutzung sperren.“ Zugleich sehen die Bildungseinrichtungen keine Möglichkeit, den Zugang und die entstehenden Kosten zu kontrollieren bzw. dokumentieren.

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Zu den wichtigsten Faktoren für den 3D-Drucker-Kauf gehören Motivation, Kreativität und die neue Technologie. Vor allem die Bereiche Wissenschaft, Technologie, Kunst und Mathematik können vom Einsatz der neuen Technologie enorm profitieren. Die Einschränkung des Zugangs für die Schüler und die fehlende Erlaubnis der Lehrer, diese Drucker auch zu benutzen, sind daher kontraproduktiv.

Während traditionelle Papierausdrucke an Schulen längst realisiert und dafür auch Einzel- oder halbjährliche Beträge einkassiert werden, gibt es für den 3D-Druck kein Äquivalent. Hier fehlt es vielen Pädagogen an Informationen darüber, wie die Technologie in den Lehrplan (Curriculum) integriert werden könne.

Infografik zum 3D-Druck in der Bildung
Die YSoft Studienergebnisse im Überblick. (Bild: © YSoft.com)

Das bedeutet, dass es zu einer tragischen Unterauslastung der technologischen Entwicklung komme und so junge Menschen kaum eine Chance erhielten, mit der neuen Technologie in Kontakt zu kommen bzw. diese auszuprobieren. Mark Yorke, Geschäftsführender Direktor für Bildungsberatung der Tablet Academy äußerte dazu Folgendes:

„Bildungsinstitutionen sind dazu aufgefordert, junge Menschen auf Jobs vorzubereiten, die noch nicht existieren. Der 3D-Druck wird sicherlich Teil des technologischen Fortschritts in der ganzen Welt sein.“

Positive Aspekte aus der Befragung

Die Y Soft-Studie zeigt aber auch positive Aspekte auf. So gaben 77 Prozent der Lehrkräfte an, dass ihre Einrichtungen den Kauf von 3D-Druckern beabsichtigen oder deren Anzahl stark erhöhen möchten. Zu den Haupteinsatzbereichen gehören aktuell die Naturwissenschaften, Mathematik, Technik und Kunst. Zudem gaben auch 45 Prozent der Befragten an, den 3D-Druck in anderen Bereichen zu nutzen. In Hochschulen wird das Verfahren hauptsächlich im Bereich Technologie eingesetzt. Zugleich zeigt die Studie auf, dass der 3D-Druck auch bereits in Grundschulen zum Einsatz komme. Hier lag der Anteil bei 23 Prozent der Befragten. Der 3D-Druck wird also insgesamt zu wichtigen Veränderungen führen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.


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