Umfrage:

90% der Deutschen glauben an 3D-Drucker im Haushalt

Eine neue BITKOM-Umfrage legt zutage, dass 90% der Deutschen langfristig an die Durchsetzung von 3D-Druckern in Privathaushalten glauben. Allerdings knüpfen die Deutschen einige Bedingungen an die Geräte. Alle Zahlen und Fakten im Überblick.

Logo BITKOMNach einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zum Thema 3D-Druck kennen neun von zehn Befragten die Technologie und entspricht 61 Millionen Bundesbürgern mit einem Mindestalter von 14 Jahren. Von den Verbrauchern werden besonders die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der 3D-Drucker geschätzt. Zuhause lassen sich zum Beispiel Ersatzteile, verloren gegangene Objektivdeckel der Kamera oder ein beschädigter und unbrauchbar gewordener Dübel drucken. Ein weiterer Vorteil des 3D-Drucks liegt in der Individualisierung, zum Beispiel von Schmuck, Dekorationen, Accessoires, Spielzeug und Geschenkartikeln.

Alle Zahlen und Fakten im Überblick:

  • 90% der Deutschen über 14 Jahren kennen die 3D-Druck-Technologie.
  • Zu den unter Deutschen bekanntesten Einsatzbereichen für 3D-Drucker zählen Architektur/ Hausbau, Medizin, Industrielle Anwendung und Selfie-Figuren.
  • Über die Hälfte der Deutschen (55 %) kann sich vorstellen in Zukunft mit einem 3D-Drucker zu arbeiten.
  • 9% der Deutschen haben schon einmal einen Dienstleister für den 3D-Druck beauftragt.
  • 5% nutzen bereits einen eigenen 3D-Drucker.
  • 3% haben Erfahrungen mit 3D-Druckern auf Arbeit gesammelt.
  • 53% der Deutschen würde gerne ein 3D-Selfie anfertigen lassen.
  • 45% der Deutschen würde sich individuellen Schmuck und Accessoires drucken.
  • 44% der Deutschen würde Dekoartikel und Ersatzteile jeglicher Form mit dem 3D-Drucker herstellen.
  • Nur 14% der Deutschen kann sich vorstellen Lebensmittel mit dem 3D-Drucker herzustellen und zu essen.
  • Die Deutschen verbinden 3D-Druck primär mit Filament (Kunststoff), wissen aber um alternative Druckmaterialien und wünschen sich hier mehr Innovationen.
  • Für 64% der Deutschen sind 3D-Drucker noch zu teuer.
  • 34% würden maximal 500 Euro ausgeben.
  • 30% würden maximal 100 Euro ausgeben.
  • Nur 2% der Deutschen sind bereit mehr als 1000 Euro für einen privatgenutzten 3D-Drucker auszugeben.
  • 55% der deutschen wünschen sich einen 3D-Druck-Shop in ihrer Nähe (ähnlich einem Copy-Shop).
  • Wichtigstes Kriterium für Deutsche ist die Individualität von 3D-Objekten.
  • Auch Hersteller- und Dienstleister-Unabhängigkeit ist den Deutschen wichtig.
  • 79% der Deutschen haben Angst vor Zunahme von Plagiaten und Verletzung von Patentrechten.
  • 90% der Deutschen können sich vorstellen, dass sich 3D-Drucker in Zukunft in Haushalten durchsetzen können, Voraussetzung ist dann natürlich dass aktuelle Barrieren abgebaut werden.
  • 36% sehen schon in 5 Jahren 3D-Drucker in deutschen Haushalten als weit verbreitet.
  • 92% der deutschen Verbraucher sehen den 3D-Druck in der Industrie bis 2022 als etabliertes Fertigungsverfahren an.

Bekannte Einsatzmöglichkeiten für 3D-Drucker

Bei den Verbrauchern am meisten bekannte 3D-Druck Einsatzbereiche sind die Architektur und Fertigung von Gebäuden (89 Prozent), Medizin (85 Prozent), Industrie (81 Prozent) und 3D-Selfies (74 Prozent). Jeder fünfte von den Befragten und dies sind 18 Prozent, fertigte schon mal einen 3D-Druck an oder ließ ihn herstellen. Ein Großteil von 55 Prozent der Verbraucher kann sich vorstellen, in Zukunft mit einem eigenen 3D-Drucker zu arbeiten. Jene, die bereits Erfahrungen im 3D-Druck sammelten, entschieden sich mit neun Prozent für einen Dienstleister, fünf Prozent verwenden einen eigenen 3D-Drucker und weitere drei Prozent ließen den 3D-Druck am Arbeitsplatz herstellen.

Private Einsatzmöglichkeiten für 3D-Drucker

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger mit einem Anteil von 53 Prozent möchten gerne ein 3D-Selfie machen, 45 Prozent können sich vorstellen Schmuck oder Accessoires mit dem 3D-Drucker herzustellen. Spielzeug wollen 44 Prozent drucken, gefolgt von Dekoartikeln und Ersatzteilen. Einen Lebensmitteldruck wie etwa Marzipanfiguren, Pfannkuchen oder Zuckerguss können sich nur 14 Prozent vorstellen.

Filamente bekannt. Weitere Druckmaterialien gewünscht.

Die 3D-Drucker für Privatanwender arbeiten meist mit Filamenten aus Kunststoff, doch die Bundesbürger wünschen sich gerne andere Druckmaterialien. Auf den ersten drei Plätzen stehen dabei Metalle,  Keramik und Gips. Mit Kunststoff drucken 50 Prozent, 16 Prozent verwenden Silikon und 14 Prozent arbeiten mit Gips.

3D-Druck für die meisten Deutschen noch zu teuer

Ein 3D-Drucker-Kauf ist 64 Prozent der Verbraucher noch zu kostspielig. Maximal 500 Euro wollen 34 Prozent der Bürger ausgeben und 30 Prozent höchstens 100 Euro investieren. Nur zwei Prozent wären bereit 1000 Euro oder mehr auszugeben. Einen 3D-Copyshop wünschen sich 55 Prozent der Verbraucher, weil dort 3D-Drucker in Auftrag gegeben werden können wie Kopien und Flyerdrucke in einem klassischen Copyshop.

Liste » Das sind die aktuellen 3D-Drucker ab 250,00 Euro

Gefahr auf Verletzung von Patentrechten macht Deutschen Angst

An erster Stelle steht bei den Verbrauchern die Individualität beim 3D-Druck von Objekten, gefolgt von der Unabhängigkeit von Händlern und Herstellern. Bei 79 Prozent sehen Sorgen, dass Gegenstände die patentiert oder in ihrem Design geschützt sind, zuhause nachgedruckt werden können.

Langfristige Aussicht auf 3D-Drucker in Privathaushalten und Industrie

Positiv gestimmt sind 90 Prozent der Verbraucher bezüglich 3D-Druck, die der Meinung sind, dass sich die Technologie langfristig in Privathaushalten etablieren wird und 36 Prozent rechnen damit bereits in fünf Jahren. In der Industrie wird sich der 3D-Druck nach Einschätzung von 92 Prozent der Verbraucher bis 2022 durchgesetzt haben. Im Privatkundenbereich werden 3D-Drucker fest zum Alltag gehören, sollten die Anschaffungskosten und Zugangsschwellen der Bitkom zufolge sinken.

BITKOM-Pressemitteilung lesen

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