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Deutschland im Wandel: 69 Prozent der Deutschen möchten 3D-Drucker nutzen

Deutschland im Wandel. Laut einer Umfrage können sich 69 Prozent der Deutschen vorstellen einen 3D-Drucker zu nutzen. Jeder Zehnte Deutsche ist sogar fest entschlossen sich einen 3D-Drucker anzuschaffen. Und auch die anderen Zahlen bestätigen den Wandel in Deutschland.

„Was ist denn jetzt auf einmal los?“ dürfte sich der ein oder andere gefragt haben, als er die Pressemitteilung von Reichelt Elektonik gelesen hat. Das IT-Unternehmen hat bei dem größten deutschen Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid eine Marktstudie in Auftrag gegeben, mit dem Ziel herauszufinden, wie viel Prozent der Deutschen sich den Kauf von einem 3D-Drucker für den Privatgebrauch vorstellen können.

Marktentwicklung 3D-Drucker

Die Nachfrage in Deutschland wächst nach 3D-Druckern für den Privatgebrauch.

Das Ergebnis* überrascht:

  • 69 Prozent der Deutschen können sich den Kauf von einem 3D-Drucker vorstellen.
  • 10 Prozent der Deutschen sind entschlossen, sich auf jeden Fall einen 3D-Drucker zu kaufen.
  • 39 Prozent der Deutschen wollen einen 3D-Drucker kaufen, gerne aber noch warten bis die Geräte günstiger sind.
  • 30 Prozent der Deutschen machen die Anschaffung von einem 3D-Drucker von den konkreten Anwendungsmöglichkeiten abhängig. Dabei gilt (Mehrfachnennung möglich):
    • 54 Prozent bei der Eigenfertigung von Deko-Artikeln.
    • 53 Prozent bei der Eigenfertigung von Hobby-Artikeln (z.B. Elemente für die Modelleisenbahn, Kinderspielzeug, usw.).
    • 48 Prozent bei der Eigenfertigung von Ersatzteilen, nach Vorlagen aus dem Internet (z.B. für Auto und Motorrad).

3D-Druck innerhalb gewerblicher Nutzung:

  • 64 Prozent der Deutschen glauben an den Einzug der 3D-Drucker in die Entwicklung (industrieller 3D-Druck und Forschung).
  • 56 Prozent der Deutschen glauben an den Einzug der 3D-Drucker in die Medizin (medizinischer 3D-Druck). Und
  • 52 Prozent der Deutschen glauben an den Einzug der 3D-Drucker für die gewerbliche Herstellung von Ersatzteilen.
  • 56 Prozent der Deutschen glauben an den Einzug der 3D-Drucker für die gewerbliche Herstellung von Elektronik.

Beim Thema Essen aus dem 3D-Drucker:

  • Glauben 24 Prozent der 16-24 Jährigen an die Zubereitung einer Mahlzeit mit dem 3D-Drucker. Und
  • 25 Prozent der 25-34 Jährigen, dass der 3D-Lebensmitteldruck sich in Zukunft durchsetzen kann.

Innerhalb der Geschlechter gibt es folgende Unterschiede:

  • 76 Prozent der Männer können sich die Nutzung der 3D-Drucker vorstellen.
  • 63 Prozent der Frauen können sich die Nutzung der 3D-Drucker vorstellen.

* 2 Prozent der Deutschen besitzen bereits einen 3D-Drucker. Die Zahlen basieren also auf den Aussagen der anderen 98 Prozent.

Warum das Interesse an 3D-Druckern in Deutschland wächst

Das wachsende Interesse an 3D-Druckern in Deutschland lässt sich unter anderem folgendermaßen begründen: Wie auch bei anderen neuen Technologien (was der 3D-Druck im Privatgebrauch auf jeden Fall ist) – nehmen wir als Beispiel Handys, Smartphones, Tablets und jetzt auch die 3D-Drucker – verhalten wir Deutschen uns zunächst stark zurückhaltend. Neue Technologien bringen Veränderungen. Veränderungen sind innerhalb der deutschen Mentalität stets mit einer gesunden Vorsicht zu genießen. „Never change a running system“. Es läuft ja eigentlich alles gut soweit. Warum brauchen wir jetzt alle Internet in der Hosentasche? Stichwort Smartphones. Natürlich ist Deutschland mittlerweile einer der größten Märkte für Smartphones. Weltweit.

Neue Technologien brauchen hierzulande einfach länger, bis sie in der Gesellschaft an Akzeptanz gewonnen haben.

So ergeht es auch den 3D-Druckern. Während sich der 3D-Druck in den USA im Bereich der Privatanwender seit Jahren weiterentwickelt, die Politik die Weiterentwicklung der Technologie aktiv fördert (mehr zum Thema 3D-Druck und Barack Obama ») und die Geräte innerhalb der Gesellschaft längst etabliert sind, läuft in Deutschland noch immer der ganze Besuch staunend ins Wohnzimmer, wenn dort ein 3D-Drucker zu sehen ist.

„Was ist das?“, „Und was machst du jetzt damit?“, „Wie viel hat der gekostet?“ dürften dann die ersten Fragen sein, die man hierzulande als privater 3D-Drucker-Besitzer zum hören bekommt. Natürlich gerechtfertigt, da interessant. Aber auch kritisch behaftet. Typisch deutsch eben.

Das ist auch in Ordnung. Ist es? Der Deutsche braucht eben erst seine Antworten, seine Sicherheiten, bevor er sich einer neuen Technologie öffnet. Und diese Antworten kommen meistens im Bereich innovativer Technologien aus den USA. Profitreiche 3D-Drucktechnologie-Startups wachsen dort wie Pilze aus dem Boden. Eigene Startup-Hubs werden nur für die additive Fertigung gebaut, mit Anbindung an namhafte Universitäten. Gefördert und bezahlt vom Staat. Das hinterlässt Eindruck. Und damit wächst die Offenheit der Deutschen gegenüber der 3D-Drucker.

Diskussion

Was ist Eure Meinung zu diesem Thema? Haben wir in Deutschland schon wieder einen Technologietrend verpasst? Warum stammen die namhaften 3D-Drucker-Hersteller fast ausschließlich aus den USA und nicht aus dem „Land der Ingenieure“ Deutschland? Sind wir zu wenig bereit zu riskieren und bringen uns damit selbst in die unangenehme Situation erklären zu müssen, ob wir nach Microsoft und Apple, Google und Facebook, Twitter und Instagram noch immer nichts gelernt haben? Warum fällt es uns in Deutschland scheinbar so schwer bei innovativen Technologien Pionier zu sein? Uns interessiert Eure Meinung zum Thema. Hinterlasst Euren Kommentar oder schreibt uns auf Facebook oder Google+.

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