Der Student Tendai Muswere aus Simbabwe wurde in London wegen dem Besitz einer schussfähigen Waffe aus dem 3D-Drucker angeklagt. Die Pistole war angeblich für ein Filmprojekt, doch die Ermittler konnten ihm eine andere Absicht beweisen. Nun folgt das Urteil.

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Stadtwappen der Stadt London Vor drei Monaten hatten wir erstmal über den Londoner Studenten Tendai Muswere berichtet, der wegen einer Waffe aus dem 3D-Drucker festgenommen wurde. Jetzt wurde der junge Mann aus Simbabwe vor Gericht schuldig gesprochen. Laut der Londoner Polizei sei dies die erste erfolgreiche Strafverfolgung in Großbritannien, was 3D-gedruckte Waffen betrifft. Der 26-jährige Angeklagte gestand laut einem Artikel im Guardian, die 3D-gedruckte Waffe hergestellt zu haben. Die Anhörung fand in London am Southwark Crown Court statt.

Ursprünglicher Verdacht: Drogen

Bei der Hausdurchsuchung im Haus von Muswere suchte die Polizei nach Drogen. Gefunden haben sie Hinweise auf Cannabisanbau und Einzelteile einer 3D-gedruckten Waffe, mit der auch tödliche Schüsse möglich waren. Muswere hatte jedoch keine Waffenlizenz. Er behauptete, die Waffe sei Teil eines Universitätsfilmprojekts. Dass die Waffe schussfähig war, war ihm angeblich nicht bewusst.

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Musweres 3D-gedruckte Waffe
Die Waffe sei angeblich für ein Filmprojekt (Bild © Metropolitan police/PA).

Aufschlussreicher Browserverlauf

Worum es im Filmprojekt ging, erwähnte er nicht. Die Polizei entdeckte in seinem Browserverlauf, dass er Videos ansah, die sich um den Bau von Waffen mit dem 3D-Drucker drehten, die scharfe Munition abfeuern konnten. Bei einer weiteren Untersuchung fand man im Februar 2018 erneut Komponenten einer 3D-gedruckten Waffe.

„Die Schusswaffen seien für ein ‚dystopisches‘ Universitätsfilmprojekt entstanden. Er konnte aber nicht erklären, warum die Waffe die erforderlichen Bestandteile enthielt, um damit zu töten. Er wollte die Schusswaffe mit Stahlrohren ergänzen, um einen schussfähigen Lauf zu erhalten“, sagte der stellvertretende Detektiv Sergeant Jonathan Roberts, der die Untersuchung leitete.

Das Urteil wird am 9. August verkündet. Über das Strafmaß berichten wir in unserem 3D-Druck-Newsletter im 3D-grenzenlos Magazin (hier abonnieren).

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