Chemieunternehmen investiert in 3D-Druck:

BASF übernimmt 3D-Druck Filamenthersteller Innofil3D

Fusionen und Aufkäufe von Firmen sind Anzeichen dafür, dass ein Industriezweig größere Bedeutung erhält. Dem trägt auch das Chemieunternehmen BASF Rechnung, welches nun verstärkt in den Bereich 3D-Druck investiert. Die Tochtergesellschaft BASF New Business übernimmt jetzt den niederländischen Filamenthersteller Innofil3D.

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Der Chemiekonzern BASF möchte sein Unternehmensportfolio im Bereich des 3D-Drucks erweitern hat die 100-prozentige Tochterfirma BASF New Business gegründet. Jetzt übernimmt das Unternehmen den niederländischen Filamenthersteller Innofil3D BV, wie dieser in einer Pressemitteilung bekanntgab.

Innofil3D hat sich auf die Herstellung von Filamenten für den FDM/FFF 3D-Druck spezialisiert. Gegründet wurde es im Jahr 2014 von Applied Polymer Innovations als Spin-off. Das Unternehmen nutzt bereits ein internationales Vertriebsnetz. Hergestellt werden sowohl PLA-, PET-, PVA- und ABS-Filamente, welche eine sehr hohe Qualität besitzen und so für ein hervorragendes Endprodukt garantieren.

Der Chemiekonzern BASF erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 58 Milliarden Euro, weltweit sind für den gesamten Konzern mehr als 100.000 Mitarbeiter tätig. BASF News Business wird 100-prozentiger Besitzer von Innofil3D. Bis jetzt unterstützte BASF bereits HP mit der Bereitstellung von Chemikalien für die Fertigung seiner Produkte. Mit der Neuakquisition werden diese Bemühungen noch weiter vorangetrieben, gehört zum Portfolio doch jetzt de gesamte Innofil3D Produktpalette.

„Mit der Akquisition geht die BASF einen Schritt weiter in der Wertschöpfungskette und bietet für den 3D-Druck nicht nur Kunststoffgranulate, sondern auch die nächste Verarbeitungsstufe, die Filamente, an“, erläutert der Geschäftsführer bei der BASF New Business, Volker Hammes.

Innofil3D wird seine Geschäftsaktivitäten ebenfalls ausbauen und kann dabei auf sein erfahrenes und erfolgreiches Team zurückgreifen, welches auch zur Stärkung des BASF 3D Printing Solutions Teams beitragen wird. Zugleich wird sich Innofil3D als Entwicklungs- und Produktionsplattform für Filamente weiterentwickeln. „Innofil3D’s gut gefüllte Produktpipeline wird zusammen mit den Entwicklungsplänen der BASF für Hochleistungs-Filamente ein wichtiges Fundament der BASF Lösungen für das schichtweise 3D-Drucken bilden“, so Hammes.

Spule grünes ABS-Filament
Eine Spule grünes Innofil3D ABS-Filament. (Bild: © Innofil3D)

„Wir sind sehr glücklich, ein Teil der BASF zu werden. Ein erster direkter Vorteil ist, dass dadurch die Weiterentwicklung neuester Filamente-Technologien beschleunigt wird, sodass wir unsere Kunden noch besser dabei unterstützen können, auch zukünftig erfolgreich zu sein“, äußerte der Managing Director von Innofil3D BV, Jeroen Wiggers.

Bereits Anfang August berichteten wir darüber, dass BASF den Ausbau seiner 3D-Druck-Aktivitäten und die Gründung einer neuen Gruppengesellschaft plane. Im Jahr 2016 gab BASF bekannt, gemeinsam mit Hewlett Packard an der Entwicklung neuer 3D-Druck-Materialien zu forschen. German RepRap brachte im Sommer diesen Jahres drei neue Filamente auf den Markt.

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