Als HP in diesem Jahr den Multi Jet Fusion 3D-Drucker vorstellte, machten sich viele Gedanken darüber, für welche Einsatzgebiete der HP-3D-Drucker verwendet werden könnte. Während die Maschine selbst bis zu zehn Mal schneller produziert und die Produktionskosten um die Hälfte fielen, hat HP mehrere Unternehmen dazu eingeladen, an der Entwicklung neuer Druckmaterialien mitzuarbeiten.

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BASF und HP LogoEines der ersten Unternehmen, welches sich für eine Zusammenarbeit mit Hewlett Packard begeisterte, war BASF bzw. sein Tochterunternehmen BASF New Business GmbH. Beide Unternehmen haben nun beschlossen, die Entwicklung von 3D-Druckmaterialien für die Großproduktion voranzutreiben.

Die BASF ist ein hervorragender Partner, verfügt sie doch aufgrund ihrer jahrzehntelangen Forschungsarbeit über ein umfangreiches Portfolio an Werkstoffen, zu denen unter anderem technische Thermoplaste, Photopolymere, Polyurethane, funktionelle Additive, Stabilisatoren, Pigmente und auch Metalle gehören. Die mögliche Rohstoffvielfalt, die auch für 3D-Drucker eingesetzt werden könnte, ist also beträchtlich.

„Die BASF bringt ein enormes Know-how für die Massenproduktion des 3D-Drucks mit“, so Tim Weber, Global Head im Bereich 3D-Materials & Advanced Applications bei HP, berichtet „Reuters“. Gemeinsam mit Partnern, die über eine lange Tradition in der Entwicklung von Materialien verfügen, möchte man „den 3D-Druck von kleinen Serien bis hin zur industriellen Großproduktion bringen,“ so Weber weiter.

Multi Jet Fusion Drucker
BASF beteiligt sich an der Entwicklung von 3D-Druck-Materialien, die unter anderem für die Multi Jet Fusion 3D-Drucker genutzt werden sollen. (Foto: © Hewlett Packard)

Kooperation ermöglicht BASF schnellen Einstieg in rasant wachsenden Markt

3D-Drucker mit Objekt.
BASF verstärkt ihre Investitionen in die Erforschung von 3D-Druck-Materialien. (Bild: © basf.com)

Für die BASF stellt die Partnerschaft mit HP ein ideales Sprungbrett dar, um ihr Angebot an 3D-Druckanwendungen stetig zu erweitern. Zu den bislang entwickelten Materialien gehören unter anderem Ultramid, Ultradur, Ultraform und Ultrasint PA6 X028. Bei Letzterem handelt es sich um ein neuartiges Polyamid-6-Pulver, welches zum Sintern eingesetzt wird. Es verfügt über eine bessere mechanische Stabilität und höhere Wärmebeständigkeit als andere Polyamide, die bislang im Bereich des 3D-Drucks eingesetzt werden.

Die HP Open Plattform wird die Weiterentwicklung von Materialien im Bereich des 3D-Drucks vorantreiben. Die BASF New Business GmbH wird dabei eine gewichtige Rolle einnehmen, so Dietmar Geiser, Verantwortlicher für die BASF-3D-Druck-Strategie: „Wir arbeiten daran, dauerhafte Materialien zu entwickeln, die für Waren wie Automobile, Elektronik, Sportartikel oder Materialien für die maschinelle Bearbeitung verwendet werden können.“

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