Blue Tap, ein Spin-out-Unternehmen der University of Cambridge, hat mit Hilfe von 3D-Druckern einen preiswerten Chlorinjektor entwickelt, mit dem sie in Entwicklungsländern für sauberes Trinkwasser sorgen können. Der mit 3D-Druck hergestellte Chlorinjektor kann mit wenig Aufwand und preiswert vor Ort hergestellt und in Wasseraufbereitungsanlagen installiert werden.

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Mit einem Innovative UK Smart Grant will das Unternehmen Blue Tap, ein Spin-out der University of Cambridge, die technische Entwicklung seiner Wasserreinigungstechnologie voranbringen.
Wie die University of Cambride auf ihrer Website schreibt, konnte das Blue Tap-Team jetzt mit Hilfe von 3D-Druck einen günstigen Chlordosierer entwickelt für den Einsatz in Leitungswassersystemen vorrangig in Entwicklungsländern. Blue Tap will damit dort die Qualität von Trinkwasser gewährleisten. Die Unterstützung durch Innovate UK hilft Blue Tap beim Kauf von Materialien und Sensoren, die sie für ihre technische Entwicklung benötigen.

Preiswerte Wasseraufbereitungsanlage von Blue Tap
Wasseraufbereitungsanlage von Blue Tap mit kostengünstigen Bauteilen aus dem 3D-Drucker für Entwicklungsländer (Bild © Blue Tap).

Details zur 3D-gedruckten Entwicklung von Blue Tap

Francesca O’Hanlon, Gründerin und CEO von Blue Tap, hatte stets das Ziel, einen einfachen, kostengünstigen Chlorinjektor zu bauen. Chlorinjektoren sind teuer und kompliziert in der Montage. Der 3D-Druck sollte die Entwicklung eines günstigeren und einfacheren Geräts ermöglichen. Im Dyson Center for Engineering Design konnte O’Hanlon den 3D-Drucker des Department of Engineering nutzen, um mit dem Prototyping des Chlorinjektors zu einem Preis von nur 1 GBP (rund 1,11 EUR) pro Prototyp zu beginnen.

Blue Tap Chlorinjektor
Mit dem 3D-gedruckten Chlorinjektoren will Blue Tap auch in Entwicklungsländern sauberes Trinkwasser ermöglichen (Bild © Blue Tap).

Das Design ließ sich deutlich vereinfachen und wurde so robuster und benutzerfreundlicher. Der Chlordosierer kann automatisch die richtige Menge Chlor in Haushaltswassersysteme injiziert, damit das Wasser trinkbar ist. Gemäß dem Blue Tap Team kann der Chlordosierer mehr als 130 Millionen Haushalten auf der ganzen Welt helfen, außerdem Schulen, Gesundheitseinrichtungen und humanitären Einrichtungen.

Schnelle und unkomplizierte Hilfe mit dem 3D-Drucker

Die additive Fertigung hat schon oft bewiesen, dass Unternehmen mit ihr gerade in Ländern, wo nicht eben mal teure Hilfsmittel bestellt werden können, günstigere Lösungen realisieren können. In Kenia wurden mit dem 3D-Drucker einfache Schuhe gegen Sandflöhe hergestellt. Mit einem 3D-gedruckten „FieldLab“ ist es möglich, auch in entlegenen Gebieten Afrikas Bluttests durchzuführen. Das FieldLab ist um 90% günstiger als andere Geräte.  Und auch Häuser lassen sich mit dem 3D-Druck preisgünstiger bauen.

Erste Versuche in Uganda

Blue Tap Schulung Uganda
Vor Ort erhalten Installateure, die einen Chlorinjektor kaufen, auch eine Schulung, wie das System arbeitet (Bild © Blue Tap).

In Mbarara, Uganda, wurde das Produkt bereits mithilfe der in Cambridge ansässigen Wohltätigkeitsorganisation Afrinspire ausprobiert. Lokale Installateure kaufen die Chlorinjektoren von Blue Tap und erhalten zusätzlich kostenlose Schulungen, um die sozioökonomische Entwicklung in der Region durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Bildung zu verbessern. Mehr als 30 Installateure und Praktikanten wurden bereits das Gerät und seine Funktion betreffend instruiert.

Der technische Leiter des Projekts und CTO von Blue Tap, Thomas Stakes, sagte:

„Angesichts der zunehmenden Klimakrise und der zunehmenden Belastung der Wasserressourcen und der Infrastruktur spielen Technologien wie unser Chlordosierer eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung einer nachhaltigen Sicherheit Wasserzugang für alle.“

Blue Tap ist auf der Suche nach weiterer Unterstützung durch mögliche Partner vor Ort mit relevanten Wassersystemen, um seine Technologie zu demonstrieren. Dazu zählen Gebäude mit Leitungswasser aus einer kommunalen Versorgung oder häusliche Regenwassernutzungssysteme mit elektrischen Pumpen und Sammeltanks. 2021 möchten die Unternehmer ihr System in Schwellenländern verkaufen.

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