Die gemeinnützige Organisation LifeNabled möchte 3D-gedruckte Prothesen in ärmeren Ländern leistbar machen. Erfolgreich ist das Projekt bereits in dem kleinen zentralamerikanischen Staat Guatemala. Benötigt wird nicht viel. Die Anwender, vorwiegend Angestellte von Krankenhäusern, erhalten eine Vor-Ort-Schulung in der Anwendung von 3D-Scanner und 3D-Drucker und erhalten einen Ansprechpartner für fortlaufende Fragen und Probleme. Menschen in den ärmeren Ländern können sich so nun Prothesen leisten.

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Ein einfacher prothetischer Arm kostet rund 1000 US-Dollar – allein an Materialien. Nur vier US-Dollar würde es laut einem Online-Artikel von „Fast Company“ kosten, wenn man den prothetischen Arm mit Werkzeugen wie 3D-Scanning und 3D-Druck herstellt. Ein guatemaltekisches Krankenhaus greift jetzt auf beide Verfahren zurück, da Einwohner in dem kleinen zentralamerikanischer Staat gerade einmal durchschnittlich 50 US-Dollar im Monat verdienen. Und das Konzept geht auf.

2006 digitale Technologien kaum erschwinglich

Als das Krankenhaus 2006 eröffnet wurde, konnte man sich einige digitale Technologien noch nicht leisten. Ein „tragbarer“ Scanner sollte ungefähr 50.000 US-Dollar kosten, erzählt Brent Wrigh laut dem oben genanntem Artikel. Er ist amerikanischer Prothetiker und Orthopäde und reist zweimal im Jahr nach Guatemala, um im Krankenhaus zu helfen. Heute sind 3D-Scanner, wie jener von Artec, den er für seine Arbeit erworben hat, sehr günstig. 3D-Drucker und Druckmaterial hat er ebenfalls gekauft und mitgebracht.

Eine typische Prothese wird in einem Guss hergestellt, abgeschliffen, detailliert vermessen. Dann wird Kunststoff in einem Ofen erhitzt, um eine Form zu erstellen, die vakuumversiegelt wird. Ein arbeitsintensiver Prozess. Diese Testversion muss noch angepasst werden und erst dann entsteht die endgültige Prothese aus Kohlefaser oder einem anderen Material. Der digitale Prozess funktioniert schneller. Zuerst wird ein Abdruck der betroffenen Extremität gemacht. Dieser wird 3D-gescannt und die digitale Datei wird an den 3D-Drucker gesendet. LifeNabled ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschen darin schulen möchte, Scans vor Ort durchzuführen und die Dateien dann an 3D-Drucker zu senden.

Scan Armprothese
Die Armprothese ist mit 4 US-Dollar auch für Menschen in Guatemala erschwinglich (Bild © LifeNabled).

Vor-Ort-Schulungen zum 3D-Scanning

Mit der Schulung in der Scantechnologie könnte man die Prothese auch an einem anderen Ort fertigen und an das Krankenhaus zurückschicken. Das 3D-Scanning und die 3D-Drucker werden vom Krankenhaus derzeit für Armprothesen verwendet. Beinprothesen müssen stärker sein, da sie mehr Gewicht tragen müssen. Mit dem 3D-Drucker HP Multi Jet Fusion sei auch dies möglich, heißt es und man dürfte damit selbstverständlich Recht haben, da die HP Multi Jet Fusion-Technologie zu den aktuell fortschrittlichsten 3D-Druckverfahren zählt. Das Gerät ist für das Projekt jedoch (noch) nicht leistbar. Bei einem ausreichenden Volumen würden die Kosten sinken.

3D-Druckverfahren wird oft für wohltätige Zwecke genutzt. Der Grund liegt auf der Hand. Die Kosten für Materialen sind gering, der Aufwand ist kurz. So gibt es allein bei uns im 3D-grenzenlos Magazin schon weit über 80 Beiträge zum Thema Prothesen aus dem 3D-Drucker. Viele gemeinnützige Projekte, die die 3D-Drucktechnologie als zentrales Element verwenden, finden sich unter dem vom 3D-grenzenlos Magazin hervorgerufenem Hashtag #3DprintWithLove.

3D-gedruckte Armprothese für ein Kind
In der Anwendung von 3D-Scannern und 3D-Druckern geschultes Krankenhauspersonal, ermöglicht es auch Kindern in ärmeren Ländern einen Prothese zu erhalten, die sonst wohl keine Chance darauf gehabt hätten (Bild © courtesy LifeNabled).

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