Besitzer von Oldtimer haben es nicht leicht, wenn sie ein Ersatzteil für ihren Klassiker suchen. Der Student Eric Böhmer, selbst leidenschaftlicher Oldtimer-Schrauber, hat zusammen mit den beiden Freunden Philip und Fabian das Leipziger Start-up-Unternehmen Oldtimerparts gegründet. Ersatzteile werden am PC entworfen und mit einem individuell 3D-Drucker ausgedruckt. Einmal gedruckte Dateien bleiben in einer Datenbank gespeichert, um die teilweise sehr seltenen Ersatzteile jederzeit bei Bedarf schnell nachdrucken zu können.

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Update, vom 02.07.2019: In einer früheren Version des Artikels haben wir berichtet, Oldtimerparts ist ein Unternehmen aus Zwickau. Korrekt kommt das Unternehmen aber aus Leipzig. In dem Artikel wurde das korrigiert.

Oldtimer-Besitzer haben es nicht leicht, wenn es um die Suche nach Ersatzteilen geht. Es gibt sie kaum und wenn, dann sind sie schwer zu erhalten. Der Leipziger Student Eric Böhmer will gemeinsam mit zwei Freunden Besitzern von Oldtimern helfen. Dazu werden die fehlenden Teile am Computer entworfen und mit dem 3D-Drucker hergestellt.

Wenn die Leidenschaft zum Beruf wird

Böhmer selbst liebt Oldtimer und erzählt in einem Artikel online über seine Zeit, wo er an den alten Klassikern geschraubt hat. Seine Diplomarbeit für sein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen an der WHZ in Zwickau macht es ihm schwer, weiterhin Zeit in sein Hobby zu investieren. Mit dem Start-up „Oldtimerparts“ aus Leipzig, das Böhmer mit zwei Freunden gründet, wird die Leidenschaft jetzt zum Beruf.

Bei Oldtimerparts werden Ersatzteile passgenau hergestellt. Maßanfertigungen seien mit dem 3D-Drucker kein Problem. Ist das Modell erst am Computer entstanden, kann es schnell und in geringen Stückzahlen angefertigt werden. Derzeit arbeitet das Team an einer Datenbank, damit Bestellungen schneller durchgeführt werden.

Datenbank wächst

Bereits hergestellte Ersatzteile sind in der Datenbank hinterlegt. Wird nach neuen Teilen angefragt, wird es selbst entworfen. Dazu wird erst das Objekt vermessen und gescannt. Ein Wunschziel der drei Unternehmer ist es, allein mit einem Handyfoto genug Informationen zu haben, um das gesuchte Ersatzteil zu entwerfen.

Die beiden Unternehmen Renishaw und Mercedes-Benz Classic haben auf der Techno Classica 2019 in Essen die Möglichkeiten und Grenzen des 3D-Drucks für die Fertigung von Ersatzteilen von Oldtimern aufgezeigt. Beim Oldtimer-Treffen „Cars & Castle“ in Moers wurde im Oktober 2017 die Fertigung von Oldtimer-Ersatzteilen mit 3D-Druckern vorgestellt.

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