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Oldtimer-Treffen „Cars & Castle“ in Moers – Fertigung von Oldtimer-Ersatzteilen mit 3D-Drucker wird vorgestellt

Oldtimer-Treffen erfreuen sich nicht nur bei Liebhabern dieser Fahrzeuge, sondern auch bei vielen anderen Menschen großer Beliebtheit. Eine Möglichkeit, die Fahrzeuge weiterhin fahrtüchtig zu halten, ist der Einsatz des 3D-Drucks. Mit dieser Technologie lassen sich Ersatzteile fertigen, die gar nicht mehr produziert werden.

Am 3. Oktober 2017 findet auf Schloss Lauersfort in Moers bereits zum fünften Mal das Oldtimer-Treffen „Cars & Castle“ statt. Thomas Kropp, ein Forschungsmitarbeiter des 3D-Kompetenzzentrums der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, wird den Oldtimer-Besitzern zeigen, wie er per 3D-Drucker Ersatzteile für Oldtimer herstellt. Sie erfahren wie die Technik dahinter funktioniert und welche Vorteile der 3D-Druck bietet.

Oldtimer bei "Cars & Castle" Oldtimertreffen in Moers.
Diese Oldtimer waren auf dem „Car & Castle“ Oldtimer-Treffen 2016 zu bestaunen (Bild © moers-stadtportal.de).

Wie Veranstalter Michael Birr, der Geschäftsführer der Moers Marketing GmbH berichtet, sei es in Deutschland noch recht einmalig, dass sich Wissenschaftler mit einem 3D-Drucker und einem 3D-Scanner auf Oldtimer-Treffen zeigen. Die Oldtimer-Freunde haben eine gewisse Wertschätzung für die neue Technik und ihre Möglichkeiten. Zu ihnen gehört Willi Terlinden, der mit einem MG-Roadster in Moers präsent sein wird.

Der 3D-Druck befinde sich Terlinden zufolge noch in den Kinderschuhen, werde sich aber entwickeln. Er denke schon, dass man in Zukunft etwa Vergasergehäuse damit herstellen könnte. Edward Summers, der in diesem Jahr mit einem Austin 10 aus dem Baujahr 1933 auf Schloss Lauersfort dabei sein wird, zeigt sich dem 3D-Druck gegenüber skeptisch eingestellt. Der 3D-Druck habe einen Markt, doch es wird seiner Meinung nach ein Nischenmarkt bleiben. Jeder Oldtimer-Freund werde zuerst versuchen ein Original-Teil zu finden, dabei komme es Summers zufolge darauf an, von welchen Auto die Rede ist. Im November 2015 berichteten wir über die Audi AG, die per 3D-Drucker den Rennwagen-Klassiker „Auto Union Typ C“ im Maßstab 1:2 erfolgreich nachbaute.

Auto Union Typ C Rennwagen Oldtimer
Kurze Testfahrt mit dem Rennsportwagen „Auto Union Typ C“ aus dem 3D-Drucker (Bild © Audi).

Thomas Kropp stammt aus dem Automobilsektor, wo er früher einmal für die Tuning-Branche Fahrzeuge einscannte. Beim Oldtimer-Treffen „Cars & Castle“ wird er den Workflow des 3D-Drucks zeigen. Ein Außenspiegel-Set für einen alten NSU Prinz wurde von einem Unternehmen im 3D-Druck wieder aufgelegt und beweise, dass die Technik funktioniere. In Australien sorgte im März der Ingenieur Grant Cowie für Aufsehen, als er mit einem 3D-Drucker und 3D-Scanner einen 100 Jahre alten Oldtimer wieder zum Leben erweckte.

Theoretisch könnte laut Kropp alles reproduziert werden, doch bei einem Motorblock sei neben einem Scanner auch ein Röntgengerät erforderlich.

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