Australiens Automobilindustrie kann sich über einen innovativen und schlauen Ingenieur freuen. Grant Cowie lässt mit Hilfe von 3D-Druckern und einem 3D-Scanner den über 100 Jahre Oldtimer Delage Typ S wieder fahren.

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Der Ingenieur Grant Cowie für den Oldtimer
Der Ingenieur Grant Cowie, der sich dem Delage angenommen hat (Bild © ABC).

Herr Stuart Mudroch ist ein Autoliebhaber und im Besitz eines seltenen und über 100 Jahre alten Delage Typ S. Dieses alte Rennauto von 1914 hat er gehegt und gepflegt und sogar bis zuletzt noch gefahren. 2014 war dann Schluss, als ihm der Motorblock gebrochen ist. Wasser traf auf Öl und das Auto blieb stehen. Mudroch machte einen Mechaniker aus, der sich dem Auto annahm und eine innovative Idee hatte.

Die Wiederherstellung eines alten Fahrzeugs kann schwierig sein, da es faktisch keine Ersatzteile dafür gibt. Auch für das 103-jährige Auto schien es fast unmöglich eine Reparatur durchzuführen, berichtet abc.net.au.  Die traditionelle Reparatur, beziehungsweise Wiederherstellung, des Motors, wäre zu teuer und zu experimentell, aufgrund der brüchigen, inneren, hölzernen Struktur. Der in Melbourne wohnende Ingenieur Grant Cowie war bereit diese Herausforderung anzunehmen und hatte die innovative Idee.

Mit einem 3D-Scanner und einem 3D-Drucker versprach er Mudroch sein über 100 Jahre alte Auto wieder zum Fahren zu bringen. Kein Mechaniker hatte dies zuvor probiert. Und alle Autoliebhaber fragten sich, kann das funktionieren?

Moderne Fertigung trifft auf Zeitgeist

Wiederherstellung des Oldtimer-Motors
3D-Scan, Sandform-3D-Druck, Eisenguß des Motors (Bild © ABC).

Delage war ein französischer Luxus-Automobilhersteller. Es wurde 1905 von Louis Delage gegründet und baute Fahrzeuge fast 50 Jahre lang, bis der Betrieb 1953 geschlossen wurde. Ersatzteile, Baupläne und andere Informationen sind nicht mehr vorhanden.

So begann Cowie mit dem 3D-Scan: Im Laufe einiger Tage scannte er den Motorblock innen und außen. Auf dem Computer waren die Risse im Motor deutlich zu erkennen. Mithilfe von einem CAD-Programm konnte Cowie die Risse reparieren und einen fehlerfreien digitalen Motor schaffen. Daraus musste nun nur noch ein realer Motor entstehen. Dafür wurde eine Sandform hergestellt, die in einer örtlichen Eisengießerei ausgegossen wurde. Der Rest wurde in traditioneller Weise bearbeitet.

Nachdem das gelungen war, musste der Motor noch getestet werden, bevor alle in Jubel ausbrechen konnten. Der Eisen-Motor, der mit Hilfe von 3D-Druck hergestellt wurde, soll den Oldtimer nun noch viele Jahre auf der Straße fahren lassen können.

Auch für herkömmliche Werkstätten könnte sich die Anschaffung von einem 3D-Drucker lohnen, wie man an diesem Beispiel sehen kann. Bei uns im Magazin finden Sie noch viele weitere Beispiele für Autos aus dem 3D-Drucker.

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