Der Maschinenbau ist eine Leidenschaft von Katharina Keitz, Absolventin der Technischen Universität München (TUM). Kurz nach ihrem Studium beschloss sie, ein für sie ärgerliches Problem anzugehen: die Verbesserung von Strömungssensoren. Diese waren ihr bisher zu ungenau. Mit ihrer neu gegründeten Firma Vectoflow begann sie, bessere Sonden zu entwickeln – und nutzt dafür auch die 3D-Druck-Technologie.

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Nach Abschluss ihres Maschinenbau-Studiums gründete Katharina Keitz mit Vectoflow ihr eigenes Unternehmen, um maßgeschneiderte Strömungssonden mit dem 3D-Drucker herzustellen. Die Gründungsidee entwickelte sich während ihres Studiums mit Fokus auf der Luft– und Raumfahrt, als sie sich über die Technik der marktüblichen Strömungssensoren ärgerte. Die Sensoren waren ihren Angaben nach einfach nicht genau genug, berichtet die Technische Universität München.

Sie entschied sich zu einer Problemlösung mit kleinen, stabilen und individuell anpassbaren Strömungssensoren. Der Bedarf an diesen Sensoren ist groß. Zum Beispiel verwenden Automobilhersteller solche, um die Aerodynamik eigener Prototypen im Windkanal zu analysieren. Einsatzbereiche sind außerdem Klimaanlagen, Drohnen und Dunstabzugshauben bei der im Rahmen ihrer Herstellung eine Strömungsmessung erforderlich ist.

Abbildung einer Sondenspitze
An der Sondenspitze wird der Druckunterschied gemessen (Bild © Vectoflow).

Gemessen wird neben der Luft auch Gas, Wasser oder Öl. Bei einer großen Bauform der Sensoren entsteht ein Widerstand, was zu einer Verfälschung der Messergebnisse führt. Auf dem Markt existierten bislang keine Sensoren, die bei extremen Temperaturbedingungen funktionieren. Im 3D-Druck sah Kreitz die Lösung, da sich mit der additiven Technik individuell Sensoren basierend auf den Kunden-Anforderungen herstellen lassen. Sensoren, wie sie auch von den Wissenschaftlern der Iowa State University entwickelt wurden, um die Wassermenge für Pflanzen in der Landwirtschaft zu optimieren.

Zusammen mit Dr. Christian Haigermoser, der ebenso Absolvent der Technischen Universität München (TUM) war, erfolgte im April 2015 die Gründung der Vectoflow GmbH. Zahlreiche Jobangebote namhafter Unternehmen lehnte Kreitz ab und fokussierte sich auf ihre Firma. Die zwei Gründer konnten sich erfolgreich für ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bewerben. Leider fehlte den Entscheidern des EXIST-Programms ein Betriebswirtschaftler in dem Startup. Spontan machte Keitz ein einjähriges Aufbaustudium am Pariser Collège des Ingénieurs. Hier kam mit Florian Wehner der dritte Partner an Bord.

Von Prof. Christian Breitsamter, der den Lehrstuhl für Aerodynamik und Strömungsmechanik der TUM innehat, wurde in Verbindung mit dem EXIST-Gründerstipendium die Funktion des Mentors übernommen. Der Lehrstuhl für Turbomaschinen und Flugantriebe stellte ihnen ein Büro zur Verfügung.

Das Zentrum für Innovation und Gründung, UnternehmerTUM, unterstützte das Start-up Vectoflow mit einer Starthilfe. Das „XPRENEURS“-Programm bereitete sie auf den Markteintritt vor und von „Techfounders“ wurden sie neben potenziellen Investoren auch mit Kunden zusammengebracht. Sie bekamen eine Startfinanzierung von 25.000 Euro und durften die Technologiewerkstatt „MakerSpace“ nutzen.

Bild von Frau Keitz und Herrn Wehner
Katharina Keitz und einer ihrer Partner, Florian Wehner (Bild © Jooß / TUM).

Drei Jahre nach der Gründung zählt die Vectoflow GmbH sieben Mitarbeiter und Kunden aus aller Welt wie Indien, den USA, China und Saudi-Arabien. Katharina Keitz und ihr Team belieferten auch verschiedene Rennserien, darunter die Formel 1, mit ihren Strömungssonden. Im Jahr 2018 wurde Keitz zufolge der erste Gewinn erwirtschaftet. Bleiben Sie mit einem Abonnement für unseren Newsletter informiert, wenn es wieder Neues über Vectoflow oder andere 3D-Druck-Start-ups gibt.

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