Lebensmitteldruck:

Weihnachtliche Süßigkeiten aus dem 3D-Drucker

Individuelles Fruchtgummi aus dem 3D-Drucker? Vegan. Lactose- und glutenfrei. In verschiedenen Fruchtgummisorten. Und das mitten in Berlin? Gibt es nicht? Doch. Die „Magic Candy Factory“ in Berlin bietet jetzt auch Fruchtgummis in weihnachtlichen Formen als individuelles Weihnachtsgeschenk.

Nicht nur Werkstoffe und Bauteile können mit einem 3D-Drucker hergestellt werden, sondern auch Süßigkeiten. In der Berliner „Magic Candy Factory„, die im Katjes „Café Grün-Ohr“ angesiedelt ist, werden Fruchtgummifiguren individuell nach Kundenwunsch hergestellt (wir berichteten..). Nahezu jede Figur lässt sich realisieren, so Melissa Snover, die Geschäftsführerin der Magic Candy Factory.

Fruchtugmmi aus dem 3D-Drucker
Fruchtugmmi aus dem 3D-Drucker: Hier entstehen weihnachtliche Schneeflocken aus Fruchtgummi (Screenshot © Video; Süddeutsche Zeitung; sz.de)

Die Gummifiguren werden auf essbaren Fruchtgummikarten aufgedruckt und können vom Beschenkten verspeist werden. Bei der Auswahl der Motive sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer möchte, kann also Schneeflocken, Tannenbäume, weihnachtliche Kerzen und andere weihnachtliche Motive auf essbares Papier bringen lassen. Selbstverständlich lassen sich aber auch Motive realisieren, die nichts mit der Weihnachtszeit zu tun haben.

So können beispielsweise kleine Tierfiguren oder Blumen aus Fruchtgummi kreiert werden, mit denen dann Torten, Muffins, Cupcakes oder anderes Gebäck verschönert wird. Auch das Aufbringen eines großflächigeren Motives auf die Torte ist mit dem 3D-Lebensmitteldrucker möglich.

Verschiedene Motive. Verschiedene Fruchtgummisorten.

Kunden der „Magic Candy Factory“ können aus verschiedensten Fruchtgummisorten wählen, die im „Café Grün-Ohr“ erhältlich sind. Gerade die große Auswahl macht ein solches Geschenk so besonders, vor allem, wenn die Lieblingssorte des Beschenkten bekannt ist. Wer möchte, kann beim Druckvorgang – der etwa fünf Minuten dauert – zuschauen.

Katjes Café Grün-Ohr, Rosenthaler Straße 32, 10178 Berlin:

Der mittlerweile eingesetzte 3D-Drucker bringt es auf eine Breite von 45 Zentimeter und hat die Form eines Würfels. Zum Einsatz kommt ein „Plug’n’Play“-Betriebssystem, das sowohl für eine einfache Handhabung als auch eine schnelle Installation sorgt. In jedem Modell ist eine Kamera eingebaut, sodass der Produktionsprozess aufgezeichnet wird. Das Video bekommt der Käufer dann via E-Mail gleichzeitig mit der Versandbestätigung zugesandt.

Die Katjes-Lebensmitteldrucker der „Magic Candy Factory“ arbeiten mit dem FDM-Verfahren. Die Zutaten, die im Übrigen vegan sowie lactose- und glutenfrei sind, werden zu Beginn erhitzt und dann durch eine spezielle Düse aufgebracht. Dafür hat das Katjes-Team eine spezielle 3D-Modellierungssoftware entwickelt und daraufhin in einen sogenannten G-Code umgewandelt. Dieser Code teilt dem 3D-Drucker mit, wo die jeweiligen Schichten in welcher Häufigkeit und Geschwindigkeit aufgedruckt werden sollen. Die zum Einsatz kommenden 3D-Drucker werden vom US-Hersteller für 3D-Drucker Printrbot aus Kalifornien hergestellt. Im Jahr 2016 möchte Katjes die Technologie auch in vielen weiteren Ländern publik machen.

Printrbot hat bereits die ersten Modelle geliefert, die nun umfangreiche Tests durchlaufen. Im Jahr 2016 sollen sie weltweit auf Messen, die die Themen Food und Technik haben, vorgestellt werden. Zu diesen Messen gehört auch die Internationale Süßwarenmesse (ISM) in Köln. Für das zweite Quartal ist dann eine Auslieferung der neuesten Modelle an Vertriebspartner in Europa, Asien und den USA geplant. Über unseren kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter halten wir unsere Leser zum Thema auf dem Laufenden.

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