Projekt "WoeLab":

In Westafrika entstehen 3D-Drucker aus Elektronikschrott

WoeLab ist ein Projekt aus Togo (Westafrika) bei dem aus Elektronikschrott neue technische Geräte wie 3D-Drucker, Roboter oder Computer entstehen. Was genau hinter dem WoeLab-Projekt steckt und welche ehrgeizigen Ziele sich die beteiligten Start-ups gesetzt haben, zeigt dieser Beitrag.

Im Jahr 2012 gründete der Architekt Sename Agboginou das „WoeLab„, eine afrikanische Organisation die sich auf die Schaffung nachhaltiger Technologien durch Nutzung regionaler Ressourcen spezialisiert hat, um innerhalb der afrikanischen Nation Togo die Stadterneuerung zu fördern. Beheimatet ist das WoeLab außerhalb der Lome University. Eine Reihe von Designern, Startups und Unternehmer nutzen die Räume des Inkubators und Herstellungslabors.

WoeLab 3D-Drucker aus Schrott
Ein 3D-Drucker gebaut aus Elektroschrott (Bild © Screenshot; YouTube/My Africa Is: The Documentary Series).

Eines der Mitglieder ist der 22-jährige Tongolese Lalle Nadjagou, der die Ressourcen des Labors und Elektro-Abfälle (E-Schrott) seines Landes dazu verwendete, einen Miniatur-3D-Drucker herzustellen. Die Community-Mitglieder wurden von dem Prusa-3D-Drucker inspiriert, einen eigenen 3D-Drucker aus Elektroschrott zu bauen.

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne, die mehr als 4.000 US-Dollar einspielte, wurde das Geld für die Weiterentwicklung des W.Afate-3D-Druckers verwendet. Der Miniatur 3D-Drucker besteht aus elektronischen Komponenten, die von Computern, Scannern und anderen Elektronikgeräten stammten. Seinen Namen erhielt der 3D-Drucker durch Kodjo Afate, der im Jahr 2013 einen 3D-Drucker aus E-Abfällen herstellte (wir berichteten..).

Vision: 3D-Drucker für alle Schulen des Landes

Das WoeLab hat nun eine Initaitive ins Leben gerufen, um den W.Afate 3D-Drucker in alle Schulen des Landes zu bringen. Eine Lernplattform rund um den 3D-Drucker soll die Grundlage bilden. Zur Zeit arbeitet das Labor mit 10 Schulen zusammen.

Die Elektronikabfälle erhält das WoeLab hauptsächlich aus der Hauptstadt Togo. Viele der weggeworfenen und gesammelten Elektronikkomponenten werden von den Startups der WoeLab-Community genutzt. Denn neben dem 3D-Drucker-Projekt wurden noch zehn weitere Projekte gestartet, die u.a. selbstgebaute Drohnen, Roboter und Kanister-Computer herstellen, deren Bauteile allesamt aus Elektronikabfällen bestehen.

Der Schwerpunkt des WoeLab liegt darin, neue Technologien durch Einsatz von Elektronikabfällen für alle erschwinglich zu halten. Die Umwandlung der E-Abfälle in neue elektronische Produkte kann die Basis eines neuen, großen Wirtschaftszweigs innerhalb Togos oder gar Afrikas werden, wobei dann auch der 3D-Druck eine wichtige Rolle spielen dürfte.

Video-Reportage zum WoeLab-Projekt:


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