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3D-Druck Startup Cubicure startet Spritzgussoffensive

Das Startup Unternehmen Cubicure möchte im Jahr 2018 einen Fertigungspartner für die Herstellung des selbst entwickelten Hot Lithography 3D-Druckers gewinnen und gleichzeitig einen neuen Hochtemperaturkunststoff entwickeln, der sich für den 3D-Druck von Spritzgusswerkzeugen eignet.

Im Jahr 2018 plant das österreichische Startup Unternehmen Cubicure die Gewinnung eines Fertigungspartners und die Vorstellung eines neuen Hochtemperaturkunststoff für den 3D-Druck von Spritzgusswerkzeugen. Das Unternehmen zeigte auf der formnext 2017 seine 3D-Drucktechnologie und zwei neue Kunststoffvarianten, die in Zukunft als „Standard-Druckmaterial“ für bestimmte Anwendungsbereiche gedacht sind.

Die beiden Kunststoffmaterialien Cubicure Evolution und Cubicure Precision sind hochviskose Photopolymere, die eine gute Wärmeformbeständigkeit aufweisen. Mit ihnen sind absolute Präzisionsanwendungen (Precision), wie zum Beispiel Mikrobauteile oder mit Evolution die Herstellung funktionaler Prototypen möglich, die bei der Festigkeit und Zähigkeit wichtig sind. Wie wir im letzten Monat berichteten, ermöglicht das 3D-Druckverfahren Zweiphotonenpolymerisation (2PP) von Nanoscribe die Fertigung hochpräziser Mikrobauteile in der Serienproduktion.

Hot Lithography 3D-Drucker
Der von Cubicure entwickelte Hot Lithography 3D-Drucker. (Bild: © Cubicure)

Mit dem Hot-Litography-Verfahren des Herstellers lassen sich erstmals Hochleistungsphotopolymere für den industriellen 3D-Druck verarbeiten. Wie Markus Pfaffinger, verantwortlich für Business Development bei Cubicure, sagte, waren der Andrang und das Interesse der Besucher enorm, hierbei zeigten sich auch viele große Unternehmen interessiert. Auf der formnext konnte auch die eine oder andere Maschine verkauft werden.

Die ersten fünf verkauften Hot Litography 3D-Drucker werden derzeit am Firmenstandort in Wien zusammengebaut und für den Versand vorbereitet. Eine der Maschinen kommt künftig am FH Campus Wien zum Einsatz und ein zweiter Drucker wird in die USA zu einem Kunden geliefert. Beim Zusammenbau sieht sich Cubicure mit Kapazitätsgrenzen konfrontiert, weshalb diese Aufgabe im nächsten Jahr ein Fertigungspartner übernehmen soll. Laut Pfaffinger verbleibt die Maschinenentwicklung und die Kunststoffherstellung im Haus. Der Name des Fertigungspartners wurde noch nicht genannt.

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Eine neue Kartusche wird in den Hot Lithography 3D-Drucker eingesetzt.
Hier wird der Cubicure Hot Lithography 3D-Drucker gerade mit einer neuen Kartusche bestückt (Bild © Cubicure).

Im Verlauf des nächsten Jahres soll unter anderem ein neues Hochtemperaturmaterial vorgestellt werden. Der Kunststoff soll Temperaturen von 250 bis 300 Grad Celsius standhalten und wäre optimal für die Spritzgusswerkzeug-Herstellung geeignet. Die Füllstoffe werden im Jahr 2018 ein wichtiges Thema sein, die den Kunststoffen beigemischt werden sollen, damit die Eigenschaften beeinflusst und verändert werden können. Jedoch sei man bestrebt, das Portfolio an Standardmaterialien eng zu halten, betonte Pfaffinger.

Die spezifischen Materialien sollen für Kunden entwickelt werden, die sehr spezfische Anforderungen haben. Die Technologie Hot-Litography-Verfahren verbindet die gewünschten Materialeigenschaften mit guten Oberflächen. Die zweitgenannte Eigenschaft spielt besonders dort eine entscheidende Rolle, bei denen Flüssigkeiten oder Gase ein Bauteil umströmen. Kanten lassen sich mit hoher Genauigkeit herstellen und ganz exakt abbilden. Die Laserspotgröße von minimal 10 Mikrometern erlaubt eine sehr feine Strukturierung der Bauteile. Die Schichtstärke ist flexibel einstellbar.

Kontrolle der Caligma 200 Hot Lithography 3D-Drucker von Cubicure.
Bevor die Cubicure Caligma 200 Hot Lithography 3D-Drucker ausgeliefert werden, erfolgt noch einmal eine umfangreiche Kontrolle (Bild © Cubicure).

Bei der eingesetzten Top Down-Methode wird von der Belichtungseinheit das Rohmaterial beleuchtet, welches auf der durchsichtigen Fläche aufgetragen ist. Das Photopolymer polymerisiert und haftet hierdurch selektiv an der von oben zugestellten Bauplattform. Der Prozess sorgt für eine enorme Materialeinsparung und senkt den Reinigungsaufwand.

Nach Angaben von Pfaffinger ist das Ziel mit dem 3D-Drucker Spritzgussqualität zu bieten. Bei den Mikrobauteilen wurde schon heute die wirtschaftlich sinnvolle Serienfertigung erreicht. Funktionale Prototypen und Kleinserien sind es bei größeren Bauteilen. Von russischen Forschern wurde ein neues biobasiertes Polymer für den 3D-Druck entwickelt.

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