Einem Team von Architekten aus Jerusalem ist es gelungen mit Hilfe von 3D-Druckern Gebäudestrukturen aus gesäter Erde zu drucken. Nach einigen Wochen war es gelungen Radieschen von der Hauswand zu pflücken. Ihr Ziel ist es mit Erde und Wurzeln Beton und Bewehrungsstahl zu ersetzen. Wir stellen das Projekt „To Grow A Building“ einmal genauer vor.

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Die Designer des „To Grow A Building“-Projekts haben im Rahmen der Jerusalem Design Week laut einem Artikel von Fast Company ein Dutzend Strukturen mit einem 3D-Druck-Roboter hergestellt. Der Roboter wurde speziell für den 3D-Druck mit gesäter Erde angefertigt. Nach sechs Wochen haben die Pflanzen mit ein wenig Pflege ein dichtes Wurzelsystem entwickelt. Die 3D-gedruckten Wände haben eine sattgrüne Schicht mit essbaren Radieschen bekommen. Vor einigen Monaten präsentierte das Blast Studio seine Arbeit mit 3D-Druck-Material aus städtischen Abfällen und Pilzen für nachhaltiges Bauen.

3D-gedruckte Architekturen aus organischen und lokalen Materialien

Der 3D-Druck mit Beton und Stahl sorgt für 22 % der gesamten globalen Emissionen. Nof Nathansohn, eine Forscherin und Architektin, die am Projekt beteiligt war, erklärt, dass eine Architektur entstehen sollte, die aus vollständig organischen und lokalen Materialien besteht, die nicht benötigt werden, um Materialien vom anderen Ende der Welt zu transportieren. Die vorhandene Technologie erlaubte es jedoch nicht, mit solchen organischen Materialien zu bauen.

Architekten und Designer sind meist auf die Maschinen beschränkt, die es bisher gibt. Es ist möglich, Ziegel aus Agavenbrei zu formen oder Wände aus verdichteten natürlichen Materialien wie Erde oder Kreide. Wenn es jedoch um komplexe geometrische Formen wie gekrümmte Wände geht, sind diese Methoden ziemlich einschränkend. Sie sind arbeitsintensiv und setzen häufig Konstruktionsfähigkeiten voraus.

Radieschen von der Häuserwand pflücken

Die Projektbeteiligten beschlossen deshalb, einen vorhandenen 3D-Drucker so zu verändern, dass sie ihn mit einer benutzerdefinierten Pumpe und Düse kombinieren konnten, die das organische Material aufnehmen können. Das Material ist flüssiger als Beton und mit den Samen strukturierter. Sie testeten Weizen, denn dieser wächst schnell, und ergänzten lokale Flora und Gemüse.

Es ist eine reizvolle Vorstellung, Radieschen einfach von den Häuserwänden pflücken zu können. Dem Team war es aber wichtiger, durch Erde den Beton und durch Wurzeln den Bewehrungsstahl zu ersetzen. Nathansohn erklärte, dass es viel mathematische Arbeit an den Fraktalen von Pflanzen und Bäumen gibt. Die Geometrie der Wände und die Integration der Art, wie verschiedene Pflanzen in den Designprozess wachsen, kann das Material stärker und effizienter machen. Sie müssen außerdem herausfinden, wie hoch sie die Mauern bauen können, bevor diese in sich zusammenfallen. Das höchste Bauwerk beim Designfestival war eine 1,5 Meter hohe Säule. Nathansohn geht davon aus, dass sie im nächsten Jahr einen richtigen Pavillon bauen werden.

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