Das Berliner Designstudio nFrontier und das 3D-Druck-Unternehmen Stratasys stellen laut einem LinkedIn-Beitrag auf der Formnext 2022 das innovative Konzept für das Elektrofahrzeuge (EV) „UILA“ vor. UILA ist ein vierrädriger Zweisitzer, der eine Kreuzung zwischen einem Lastenrad und einem Elektrofahrzeug darstellt. Er wurde für den nachhaltigen Transport von Passagieren und Nutzlasten von bis zu 250 Kilo entwickelt. Das Designstudio nutzt eine Kombination aus Stratasys-Technologien, um das Fahrzeug schneller, billiger und umweltfreundlicher zu bauen, als es mit herkömmlichen Produktionsmethoden möglich gewesen wäre.

Daniel Buening, CEO von nFrontier, sagt dazu laut dem Beitrag:

„UILA verändert nicht nur radikal die Art und Weise, wie wir pendeln, sondern bietet auch eine wirklich nachhaltige, bahnbrechende Mobilitätslösung. Gleichzeitig bietet es eine Reihe digitaler Funktionen und Assets, die die aktuellen Standards der Fahrradindustrie bei weitem übertreffen. Wir sind stolz darauf, UILA zusammen mit unserem Partner Stratasys vorzustellen. Ihre Technologien standen im Mittelpunkt unserer Prototypenentwicklung und werden ein wichtiger Bestandteil unseres Produktionsprozesses sein.“

Umweltfreundliche Transportlösung für Pendler

EV UILA
UILA (im Bild: Prototyp) soll eine umweltfreundliche Transportlösung für Passagiere und Nutzlasten darstellen (Bild © nFrontier).

UILA soll eine Transportmöglichkeit für Pendler bieten und gleichzeitig dem Ruf nach einer umweltfreundlichen Lösung für den Automobilsektor gerecht werden. Laut aktuellen Forschungsergebnissen werden bis 2040 mehr als 750 Millionen elektrische Zwei- und Dreiräder auf den Straßen unterwegs sein. Das Unternehmen sieht darin einen „unbegrenzten Markt“ für eine umweltfreundliche Alternative.

Mit dem pedalbetriebenen Antriebsstrang des UILA wird kein Führerschein benötigt, um auf der Straße zu fahren oder UILA auf Radwegen zu verwenden. Das Fahrzeug enthält ein „Infotainmentsystem“ mit einer Smartphone-gesteuerten „Follow Me“-Funktion, mit der Benutzer ihr geparktes Auto herbeirufen können, damit es autonom auf sie zufährt.

Dr. Stephan Beyer, CVO von nFrontier, fügt hinzu:

„UILA ist als digitales Gerät mit vielen nützlichen digitalen Funktionen konzipiert, die das Fahren von A nach B angenehmer machen. Wir nennen es gerne ein ‚urbanes Gerät‘, weil wir glauben, dass diese Funktionen das volle Potenzial von UILA als Produkt mit potenziell enormen Auswirkungen auf den städtischen Verkehr freisetzen werden.“

FDM- und SAF-3D-Druck

Der kettenlose elektrische Antriebsstrang ermöglicht es, mühelos auf Höchstgeschwindigkeiten von 25 km/h zu beschleunigen. UILA ist 230 cm lang und 90 cm breit. Es hat eine Reichweite von 60-70 km und eine Nutzlastkapazität von 250 kg. Dadurch ist es für den kontinuierlichen Transport großer Nutzlasten geeignet.

Größere Komponenten des Elektrofahrzeugs wurden mit der FDM-Technologie von Stratasys gedruckt. Statt auf Spritzguss auf die additive Fertigung zurückzugreifen, verkürzte für nFrontier Vorlaufzeiten und sicherte die Versorgung. Das pulverbasierte Selective Absorption Fusion (SAF)-Angebot und Origin One-3D-Drucker kamen ebenfalls zum Einsatz. Da dank der additiven Fertigung weniger Teile gedruckt und weniger Material verwendet wurde, konnte das Unternehmen Kosten senken und die Nachhaltigkeit des Fahrzeugs verbessern. Außerdem wurden Emissionen, die durch den Versand verursacht worden wären, eliminiert.

UILA wird für die Serienproduktion und Verkehrszulassung in Deutschland im Jahr 2024 vorbereitet. Das Fahrzeug ist in Halle 12.1, Stand D121 auf der Formnext 2022 ausgestellt. Bleiben Sie mit einem Abonnement unseres Newsletters über weitere Neuigkeiten aus der Welt des 3D-Drucks informiert.

Video zur Präsentation von UILA

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