Lithography-based Ceramic Manufacturing (LCM)-Technologie
» Ausführliche Informationen zum Verfahren: Lithography-based Ceramic Manufacturing (LCM)-Technologie
Beim 3D-Druck unterscheidet man zwischen verschiedenen Technologien und Verfahren. Während in privaten Haushalten meist Geräte vorhanden sind, die mit der FDM- oder FFF-Extrusion arbeiten, kommen in Unternehmen oft SLS, Selective Laser Melting oder EBM, Material Jetting und Binder Jetting Verfahren zum Einsatz. Was sich hinter diesen ganzen Abkürzungen verbirgt und wie die Verfahren arbeiten, das soll Ihnen der nachfolgende Beitrag näherbringen.
Die 3D-Druckverfahren werden in sechs Klassen eingeordnet:
Letzt Aktualisierung am: 20.11.2024. Text und Tabelle © JONGO Webagentur
| Verfahren | Abkürzung | Klassen | Eigenschaften | Vorteile | Einsatzgebiete | Allgemeines |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fused Deposition Modeling | FDM | Materialextrusion | - für Desktop 3D-Drucker nutzbar - für den Hausgebrauch - einfache Funktionsweise | - breite Auswahl an Filamenten - Filamente leicht verfügbar - Druckmaterialien vergleichsweise günstig | - Von Stratasys entwickeltes und als Marke (Tradeemark) eingetragenes Verfahren | |
| Fused Filament Fabrication | FFF | Materialextrusion | - für Desktop 3D-Drucker nutzbar - einfache Funktionsweise - für den Hausgebrauch | - einige exotischere Filamentzusammensetzungen (mit Metall, Mineralien etc.) verwendbar | - Ohne Markenrechte, unternehmensunabhängig | |
| Fused Layer Modeling | FLM | Materialextrusion |
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| Der Begriff FLM wurde zuerst vom Verein deutscher Ingenieure in dessen Richtlinien genutzt. |
| Stereolithographie | SLA | Photopolymerisation | - Hohe Präzision - Glatte Oberflächen - Schichtstärken ab 0,016 mm | - Schnelles Prototyping - Geringer Materialverbrauch - Herstellung komplexer Geometrien | - Prototypenbau - Medizintechnik - Produktdesign | Die Stereolithographie ist das älteste 3D-Druckverfahren und wurde 1984 von Chuck Hull entwickelt. Sie ermöglicht die Herstellung hochpräziser und detailreicher Objekte. Unternehmen wie 3D Systems und Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IZM arbeiten an der Weiterentwicklung und Anwendung dieses Verfahrens. |
| Digital Light Processing | DLP | Photopolymerisation | - Arbeitet mit Harz - Digitaler Lichtprozessor bzw. -projektor als UV-Lichtquelle | - Zur Herstellung von Gussformen nutzbar - Größere Druckgeschwindigkeit als bei den meisten herkömmlichen 3D-Druckern | Die Stereolithographie ist das älteste 3D-Druckverfahren und wurde 1984 von Chuck Hull entwickelt. Sie ermöglicht die Herstellung hochpräziser und detailreicher Objekte. Unternehmen wie 3D Systems und Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IZM arbeiten an der Weiterentwicklung und Anwendung dieses Verfahrens. | |
| Selectives Laser Sinting (Selektives Lasersintern) | SLS | Powder Bed Fusion (PBF) | - Metall 3D-Druckverfahren - Industrieller Einsatz -Arbeitet mit Laser - nutzt verschiedene Pulver in unterschiedlichen Zusammensetzungen - Material wird gesintert | - Sehr effektiver Materialeinsatz - Verschiedenste Materialzusammensetzungen möglich - Breites Einsatzgebiet - Großer Bauraum | ||
| Laser Sintern | LS | Powder Bed Fusion (PBF) | - Einsatz eines Lasers - Schichtweiser Auftrag aufgeschmolzenen Pulvers | - verschiedenste Pulver verwendbar - Ideal für Prototypenherstellung und Produktserien - Herstellung eines Gießwerkzeugs entfällt | ||
| Selectives Laser Melting (Selektives Laserschmelzen) | keine (siehe Allg.) | Powder Bed Fusion (PBF) | - Ähnliche Eigenschaften wie SLS - Einsatz eines Elektronenstrahls - Verarbeitet verschiedenste Metalllegierungen | - Effektiver Materialeinsatz - Häufige Verwendung in der Luft- und Raumfahrtindustrie, aber auch Medizin, Automobilindustrie, usw. - Insgesamt breites Einsatzgebiet - 3D-Drucker oft mit großem Bauraum | Die Abkürzung SLM ist vom Unternehmen SLM Solutions markenschutzrechtlich geschützt und damit keine offizielle Abkürzung für das Selektive Laser Melting. | |
| Laser Melting | LM | Powder Bed Fusion (PBF) | - Laser schmilzt Metallpulver selektiv - Zu druckendes Objekt wird schichtweise im Pulverbett aufgebaut - Hohe Dichte des verarbeiteten Metalls | - Nachbearbeitung wie bei Schweißteilen möglich - Zahlreiche Pulver einsetzbar - Zur Fertigung von Prototypen, Kleinserien und Werkzeugen geeignet | ||
| Directed Energy Deposition | DED | Materialextrusion | - Einsatz in der Industrie - Düse bewegt sich in mehrere Richtungen - Elektronen- oder Laserstrahl schmilzt das Material | - Polymere, Keramiken, Metallpulver und Metalldrähte verarbeitbar - Für Instandsetzungsmaßnahmen geeignet | ||
| Direct Metal Laser Sintering | DMLS | Powder Bed Fusion (PBF) | - Englisches Synonym für Laser Melting (LM)/ Laser-schmelzen - Verwendung von Metallpulvern | - Sowohl für Prototypen als auch für Kleinserien und Funktionstests geeignet | - Verwendung in 3D-Druckern von SLM Solutions und EOS | |
| Continuous Liquid Interface Produc-tion | CLIP | Photopolymerisation |
| Arbeitet nach Hersteller-angaben deutlich schneller als andere SLA-3D-Drucker. |
| Ein vom 3D-Drucker-Hersteller Carbon entwickeltes 3D-Druckverfahren (mehr Infos). |
| Multi Jet Fusion | MJF | Pulverbasiertes Schmelzverfahren mittels Wärme |
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| Entwickelt von HP Inc. |
| Binder Jetting / Full Color 3D-Printing / Inkjet Powder Printing | Multi Material Jetting / MultiJet Modeling | - Flüssiges Bindemittel auf pulver-förmiges Material gestrahlt - Pulverkörner werden zu gewünschtem Objekt verbunden | - Einsatz unter anderem in Vollfarb-3D-Druckern | |||
| Selective Heat Sintering | SHS | Powder Bed Fusion (PBF) | - Einsatz eines Thermodruckkopfes - Schichtweise Auftragung des Pulvers durch eine Walze - Verwendung von Kunststoffpulvern - Arbeitet ähnlich wie das Laser Sintern | - Für Prototypen und Kleinserien geeignet, meistens für Konzeptbewertungen und Funktionsprüfungen eingesetzt | ||
| Photopolymer Jetting | Material Jetting / MultiJet Modeling | - Verwendung von flüssigem lichtempfindlichen Photopolymer - UV-Lampe härtet Material aus - Einsatz von Tintenstrahlköpfen - Industrieller Einsatz | - Verschiedene Materialien gleich-zeitig einsetzbar - Detailgenaue Drucke und Oberflächenveredlungenmöglich - 3D-Drucker mit großem Bauvolumen möglich | |||
| PP (3D-Druck auf Gipsbasis / Plaster-based 3D Printing) | Powder Bed Fusion | - Arbeitet auf Gipsbasis - Verwendet Tintenstrahlköpfe, die 2D-Tintenstrahldruckerköpfen ähneln | - Vollfarbdrucke sind möglich - Gips ist ein sehr grobes Material und benötigt ein Bindemittel | |||
| Sheet Lamination / Laminated Objekt Manufacturing | Laminierung | - Einsatz dünnschichtiger Materialien wie beispielsweise Metallfolien, Kunststofffolien, Papier - Verwendung von Lasern oder scharfen Klingen - Folien werden in die 3D-Form geschnitten | - Einsatz verschiedenster Folien möglich - Fertigung sehr dünner Objekte mit - unterschiedlichen Eigenschaften | |||
| Bioprinting / 3D-Bioprinting / Biodruck | 3DBP | Nutzung biologisch abbaubarer Materialien/ organischer Substanzen |
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| 3D-Druck von Lebensmitteln / Lebensmitteldruck / Foodprinting | 3DFP | Materialextrusion |
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| Thermal Masking Technology | Photopolymerisation |
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| Entwickelt von ILIOS. | ||
| Light Initiated Fabrication Technology | LIFT | Photopolymerisation |
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| Das 3D-Druckverfahren LIFT wurde von der coobx AG entwickelt und wird von EXIGO 3D-Druckern eingesetzt. | |
| 3D-Nanolithographie | Powder Bed Fusion (PBF) |
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| Laser Deposition Welding | LDW | Directed Energy Deposition (DED) |
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| Rapid Plasma Deposition | RPD | Titandrahtschmelzung |
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| Erfinder: Norsk Titanium AS, Norwegen | |
| Rapid Liquid Printing | RLP | Fertigung in Behälter mit Gel |
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| Composite-Based Additive Manufacturing | CBAM | Verarbeitung von Kohlefaser-, Glasfaser-, Kevlar-Verbundblechmaterial und Thermoplastmatrix-Materialien |
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| Erfinder: Impossible Objects LLS | |
| Intelligent Liquid Interface | ILI | Photopolymerisation |
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| PolyJet-Technologie | PolyJet | Photopolymerisation |
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| Entwickelt von Stratasys | |
| Continuous Fibre Additive Manufacturing | CFAM | Glas- und Kohlefaser-verarbeitung |
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| Entwickelt von MarkForged, weiterentwickelt von CEAD. | |
| Single-Pass-Jetting-Technologie | SPJ | Multi Material Jetting |
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| Entwickelt von Desktop Metal. | |
| Laser Metal Deposition-Wire Powder | LMD-WP | Directed Energy Deposition (DED) |
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| Entwickelt von Additec Wire. | |
| Aerosol-Jet-Printing | AJP | Direct Maskless Writing |
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| Einsatz bei Fraunhofer ENAS, mehreren amerikanischen, britischen und schweizerischen Universitäten bzw. Hochschulen. |
| Vision-Controlled Jetting | VCJ | Multi Jetting |
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| Entwickelt von Inkbit. | |
| Cellular Fabrication | C-Fab | Direct Digital Manufacturing |
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| Entwickelt von Branch Technology. |
| Cold Metal Fusion | CMF | Feedstock-System in Kombination mit Selective Laser Sintering |
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| Entwickelt von Headmade Materials GmbH. |
| Titomic Kinetic Fusion | TKF | Pulverbasiertes Metall-3D-Druck-Verfahren mittels Roboter oder inhouse |
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| Entwickelt von Titomic. |
| Bound Metal Deposition | BMD | Materialextrusion |
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| Entwickelt von Desktop Metal. |
| Masked Stereolithography / Maskierte Stereolithographie | MSLA / M-SLA | Stereolithographie / 3D-Druck mit Harz (Resin) |
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| Selective Absorption Fusion | SAF | Pulverbasiertes 3D-Druckverfahren für die Stratasys H-Serie |
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| Einsatz u.a. in der Metallverarbeitung, Medizinbranche, kunststoffverarbeitenden Industrie und weiteren Branchen möglich. | Entwickelt von Stratasys. |
| Lithography-based Ceramic Manufacturing-Technology | LCM | Photopolymerisation | - Schichtweises Aushärten einer keramischen Suspension mittels UV-Licht - Hohe Materialdichte nach thermischer Nachbehandlung - Exzellente Oberflächenqualität | - Präzision für feinste Strukturen - Kompatibel mit verschiedenen Keramiken - Serienfertigung möglich | - Mikroelektronik (z. B. Substrate, Gehäuse) - Medizintechnik (z. B. Implantate, Dentalprodukte) - Luft- und Raumfahrt (z. B. hitzebeständige Komponenten) | Das Verfahren wurde maßgeblich von der Lithoz GmbH entwickelt, einem führenden Unternehmen im Bereich des keramischen 3D-Drucks. LCM kombiniert die Vorteile der Stereolithographie mit den einzigartigen Eigenschaften technischer Keramiken. |
| Melt Extrusion Deposition | MED | Materialextrusion |
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| Herstellung von Tabletten in verschiedenen Darreichungsformen | Entwickelt von Triastek. |
| Sonolithographie | Ultraschall |
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| Entwickelt von Forschern der Universitäten Bristol und Bath. | |
| Projection Micro Stereolithographie | PµSL | Stereolithographie |
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| Entwickelt von Boston Micro Fabrication (BMF). |
| High Speed Rotative Prozess | HSR | Multi Material Jetting |
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| Entwickelt von dp polar GmbH. |
| Vertical Layer Printing | VLP | Materialextrusion |
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| Zusammen mit den LSAM 3D-Druckern von Thermwood entwickelt. |
| Elektrofotographie | Materialextrusion |
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| Von der TH Köln und mz Toner Technologies entwickelt. | |
| High Speed Flexible Material Extrusion | HSFE | Materialextrusion |
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| Vom chinesischen Unternehmen INTAMSYS entwickelt. |
| Molton Metal Deposition | MMD | Materialextrusion |
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| Von ValCUN entwickelt. |
| Hybrid Photosynthesis (HPS) | HPS | Photopolymerisation | Nachhaltig, biologisch kompatibel, energieeffizient, multifunktional, anpassbare molekulare Strukturen. | Biokompatibilität, umweltfreundlich, vielseitige Materialanpassung, geeignet für funktionale und strukturelle Anwendungen. | Medizintechnik (z. B. „lebende“ Implantate), Materialwissenschaft, Elektronik, Robotik, Forschung in organischen Strukturen. | Kombination aus Photosynthese und additiver Fertigung; eröffnet neue Möglichkeiten in nachhaltiger Materialproduktion. Vorwiegend erforscht von Instituten wie MIT und Fraunhofer. |
| Lithography-based Metal Manufacturing | LMM | Photopolymerisation | - Hohe Maßgenauigkeit - Exzellente Oberflächenqualität - Kompatibel mit verschiedenen Metallpulvern | - Herstellung komplexer Geometrien - Materialeffizienz - Hohe Präzision | - Medizintechnik - Elektronik - Luft- und Raumfahrt | LMM kombiniert Lithografie und Metallpulververarbeitung und wurde ursprünglich von Unternehmen wie Incus GmbH sowie Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IFAM in Dresden entwickelt und optimiert. |
| Laser Metal Deposition (Laserauftragschweißen) | LMD | Directed Energy Deposition (DED) | - Präzise Schichtablage - Hohe Haftfestigkeit | - Geringer Materialverlust - Ideal für Reparaturen - Hohe Festigkeit | - Luft- und Raumfahrt - Maschinenbau - Energieerzeugung | Unternehmen: Trumpf, DMG Mori, SLM Solutions Forschung: Fraunhofer ILT |
| Direct Metal Printing | Powder Bed Fusion (PBF) | - Hochpräzise Bauteile - Feines Metallpulver - Laserverschmelzung | - Hohe Designfreiheit - Komplexe Geometrien - Geringer Materialabfall | - Luft- und Raumfahrt - Medizintechnik - Automobilindustrie | DMP ermöglicht die direkte Herstellung von Metallteilen durch Laserstrahlschmelzen von Pulver. Entwickelt wurde das Verfahren u.a. von 3D Systems. | |
| LSL-Technology | LSL | Photopolymerisation | - Verwendung von LED-Bildschirmen zur Aushärtung - Hohe Auflösung | - Präzise Herstellung komplexer Geometrien - Schneller Druckprozess | - Medizintechnik - Schmuckdesign - Zahntechnik | Entwickelt von Sharebot und erstmals im "Sharebot BIG" eingesetzt. Nutzt das Hochleistungsharz D-HARD in Kombination mit der LSL-Technology für hochwertige Druckergebnisse. |
| Continuous Filament Fabrication | CFF | Materialextrusion | - Nutzung von Endlosfasern (z. B. Kohlefaser, Glasfaser, Kevlar) - Hohe Festigkeit und Steifigkeit | - Vergleichbare Festigkeit wie Metallteile - Gewichtsreduktion - Anpassbare Faserausrichtung | - Luft- und Raumfahrt - Automobilindustrie - Medizintechnik | - Entwickelt von Markforged und anderen - Kombination aus FFF-Technologie und Verbundwerkstoffen - Ermöglicht die Herstellung hochfester, leichter Bauteile |
| Melt-Electrowriting-Technologie | MEW | Materialextrusion | - Exakte Steuerung der Faserablage - Faserdurchmesser zwischen 5–50 μm | - Hohe Präzision - Lösungsfrei - Anpassbare Eigenschaften | - Gewebetechnik - Medizinische Implantate - Prototypenentwicklung | Das MEW-Verfahren wird durch führende Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität München (TUM) und die University of Western Australia weiterentwickelt. Besonders geeignet für die Herstellung biologischer Gerüste, die patientenspezifische Anpassungen erlauben. |
| Laser-Pulverbettfusion (Laser Beam Powder Bed Fusion) | L-PBF | Powder Bed Fusion (PBF) | - Schichtweises Aufschmelzen von Metallpulver - Hohe Präzision | - Komplexe Geometrien möglich - Hohe Materialausnutzung | - Luft- und Raumfahrt - Medizintechnik - Automobilindustrie | Ursprünglich entwickelt durch Forschungsinstitute wie Fraunhofer ILT. Weltweit eingesetzt für Metallteile mit hoher Präzision. |
| NeuBeam | - | Powder Bed Fusion (PBF) | - Stabiler Elektronenstrahl - "Hot-Part"-Ansatz - Breite Materialkompatibilität | - Reduzierte Restspannungen - Effiziente Pulverentfernung - Verarbeitung komplexer Geometrien | - Luft- und Raumfahrt - Medizintechnik - Automobilindustrie | Entwickelt von Wayland Additive; kombiniert Vorteile der EBM-Technologie mit neuen Ansätzen zur Prozessstabilisierung. |
| Low Force Stereolithography (LFS) | LFS | Photopolymerisation | - Flexible Tank reduziert Abzugskräfte - Lineare Belichtungseinheit | - Glattere Oberflächen - Höhere Detailgenauigkeit - Breitere Materialvielfalt | - Zahnmedizin - Produktentwicklung - Kleinserienfertigung | LFS wurde von Formlabs entwickelt, um die Kräfte während des 3D-Drucks zu minimieren und die Druckqualität zu verbessern. Es basiert auf der traditionellen Stereolithographie, nutzt jedoch einen flexiblen Tank und eine lineare Belichtungseinheit. |
| Wire Arc Additive Manufacturing | WAAM | Directed Energy Deposition (DED) | - Verwendet Lichtbogen als Wärmequelle - Nutzt Metalldraht als Ausgangsmaterial - Hohe Aufbaurate | - Kosteneffizient bei großen Bauteilen - Flexibel für Reparaturen und Neuanfertigungen - Reduzierter Materialabfall | - Luft- und Raumfahrt - Automobilindustrie - Energiebranche | WAAM basiert auf etablierten Schweißtechniken und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IPT arbeiten an der Optimierung des Verfahrens. |
| Elektronenstrahl-Pulverbett-Fusion | E-PBF | Powder Bed Fusion (PBF) | - Verwendung von Elektronenstrahl - Prozess im Vakuum | - Hohe Materialdichte - Geringe Restspannungen | - Luft- und Raumfahrt - Medizintechnik - Automobilbau | Entwickelt von Arcam AB (Teil von GE Additive); Forschung durch Fraunhofer IWS |
| Composite-Based Additive Manufacturing | CBAM | Hybridverfahren (Material Jetting, Binder Jetting) | - Hochleistungsmaterialien mit Faserkern - Präzise Schichtbildung - Geringer Materialverlust - Anpassbar an vielfältige Designs | - Hervorragende Festigkeit - Schnelle Produktionszeit - Vielseitige Materialkombinationen - Verzugsfreie Bauteile | - Luft- und Raumfahrt - Automobilindustrie - Medizintechnik | Entwickelt von Impossible Objects; Fokus auf industrielle Anwendungen für Hochleistungskomponenten. |
| Selektives Elektronenstrahlschmelzen (engl. Electron Beam Melting) | EBM | Powder Bed Fusion (PBF) | - Verwendung von Metallpulver - Schichtweiser Aufbau unter Vakuum - Hohe Prozesstemperaturen - Elektronenstrahl als Energiequelle | - Herstellung komplexer Geometrien - Hohe Materialdichte und Festigkeit - Geringe Eigenspannungen - Effiziente Materialnutzung | - Luft- und Raumfahrt - Medizintechnik - Automobilindustrie | EBM ist ein additives Fertigungsverfahren zur Herstellung metallischer Bauteile. Ein führendes Unternehmen in diesem Bereich ist Arcam AB, das EBM-Maschinen entwickelt und vertreibt. |
| Laser Powder Bed Fusion with Metals | PBF-LB/M oder PBF-LBM | Powder Bed Fusion (PBF) | - Schichtweiser Aufbau - Hohe Präzision - Verwendung von Metallpulver - Einsatz von Laserstrahl | - Komplexe Geometrien realisierbar - Hohe Materialeffizienz - Gute mechanische Eigenschaften - Integration von Funktionen möglich | - Luft- und Raumfahrt - Medizintechnik - Automobilindustrie | PBF-LB/M ist ein etabliertes additives Fertigungsverfahren, das von zahlreichen Unternehmen und Forschungseinrichtungen weltweit eingesetzt und weiterentwickelt wird. In Deutschland sind insbesondere das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM führend in der Forschung und Entwicklung dieses Verfahrens. |
| Binder Jetting | BJ | Binder Jetting | - Flüssiger Binder verbindet Pulver selektiv - Präzise Schichtaufbauweise - Keine direkte Wärmeeinwirkung während des Drucks - Nachbearbeitung für mechanische Festigkeit erforderlich | - Vielfältige Materialien nutzbar - Energieeffizient durch Raumtemperaturprozesse - Kostengünstig bei hohen Stückzahlen - Hohe Detailtreue und Designfreiheit | - Automobilbau (Prototypen, Werkzeuge) - Medizintechnik (Implantate, Modelle) - Gießereiindustrie (Sandformen) | Entwickelt und etabliert durch Firmen wie ExOne und Desktop Metal. Wichtige Forschungseinrichtungen arbeiten an der Weiterentwicklung, z. B. für nachhaltige Anwendungen. |
[ez-toc] Funktionsweise der Stereolithographie Bei der Stereolithographie wird ein UV-Laser auf die Oberfläche eines flüssigen Photopolymerharzes gerichtet. Der Laser härtet das Harz punktgenau entsprechend der gewünschten Geometrie aus. Nach dem Aushärten einer Schicht senkt sich die Bauplattform um eine definierte Schichtstärke ab, und der Prozess wiederholt sich, bis das vollständige Objekt entstanden ist. Anschließend werden die Bauteile gereinigt und einer Nachhärtung unterzogen, um ihre mechanischen Eigenschaften zu optimieren. [caption id="attachment_113670" align="aligncenter" width="759"] Die Stereolithographie (SLA) ist ein präzises 3D-Druckverfahren, das flüssige Photopolymerharze mittels UV-Laser schichtweise aushärtet. Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung von Objekten mit glatten Oberflächen und hoher Detailgenauigkeit (Symbolbild).[/caption]...
Forschende der University of Texas haben ein 3D-Druckverfahren entwickelt, das harte und weiche Materialien in einem einzigen Druckprozess kombiniert. Grundlage ist ein neuartiges Harzsystem, das durch unterschiedliche Lichtwellenlängen gezielt Materialeigenschaften erzeugt. Das Verfahren verspricht Fortschritte für Medizin- und Elektronikanwendungen.
Wissenschaftler der US-Armee haben ein Verfahren zum 3D-Druck von Eisstrukturen mit Naturfasern vorgestellt. Ziel ist der Einsatz in kalten, abgelegenen Regionen, wo herkömmliche Bauverfahren kaum praktikabel sind. Das Projekt wurde vom ERDC gemeinsam mit CRREL und CERL entwickelt.
MIT-Ingenieure haben ein neues 3D-Druckverfahren entwickelt, das den Einsatz löslicher und wiederverwendbarer Stützstrukturen ermöglicht. Durch den Einsatz zweier Lichtarten lassen sich komplexe Bauteile effizient und mit weniger Abfall fertigen. Die Methode basiert auf einer weiterentwickelten Form der Vat-Photopolymerisation.
Forscher der Johns Hopkins University haben mit HyFAM ein hybrides Fertigungsverfahren entwickelt, das 3D-Druck mit Gießtechniken kombiniert. Die Methode ermöglicht die schnelle und detailgenaue Produktion komplexer Bauteile und bietet vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.
Ein Forschungsteam am MIT hat eine neue Methode zum 3D-Druck von Metamaterialien vorgestellt, die gleichzeitig hohe Festigkeit und Flexibilität aufweisen. Grundlage ist eine spezielle Doppelnetzwerkstruktur aus starren und gewobenen Polymerkomponenten. Die Technik könnte flexible Elektronik, Textilien und medizinische Anwendungen ermöglichen.
MIT-Forscher haben mit „Xstrings“ eine 3D-Druckmethode entwickelt, die die Herstellung kabelgetriebener Mechanismen vereinfacht. Die Technik erlaubt es, Kabel direkt in den Druckprozess zu integrieren und spart bis zu 40 % der Produktionszeit. Das Verfahren könnte Anwendungen in Robotik, Kunst und Raumfahrt revolutionieren.
Dyndrite und Elementum 3D haben mit PermiAM eine neue, patentierte Technologie entwickelt, die es ermöglicht, metallische 3D-Druck-Bauteile mit kontrollierter Permeabilität herzustellen. Diese Methode erlaubt eine gezielte Flüssigkeitsführung innerhalb von Bauteilen und könnte Anwendungen in Hyperschalltechnik, Raketentriebwerken und Rechenzentren verändern. Der Einsatz erfolgt über die Dyndrite LPBF Pro Software.
Ein Forschungsteam des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) hat eine 3D-Druckmethode entwickelt, um leistungsfähige thermoelektrische Materialien kostengünstiger und nachhaltiger herzustellen. Die Materialien ermöglichen effiziente Kühltechnologien für Elektronik und Medizin. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.
Ein Forscherteam hat eine neue 3D-Drucktechnik entwickelt, die ultrafeine Fasern mit nur 1,5 Mikrometer Durchmesser herstellen kann. Die Methode nutzt ein in Gel eingebettetes Druckverfahren mit einem speziellen Lösemittelaustauschprozess, um extrem dünne und flexible Strukturen zu drucken. Die Wissenschaftler sehen großes Potenzial für bioinspirierte Materialien und Anwendungen in der Technik.
Forscher der Universität Glasgow haben ein patentiertes System entwickelt, das 3D-Druck in der Schwerelosigkeit ermöglicht. Mit einem granulären Material und erfolgreichen Tests an Bord der „Vomit Comet“ ebnet die Technologie den Weg für die Herstellung von Strukturen im All, darunter Solarreflektoren und pharmazeutische Produkte.
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