
Der Geschäftsbereich MAN Diesel & Turbo hat in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, ab sofort Gasturbinen mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker herstellen zu wollen. Die Entwicklungs-, Fertigungs-, und Lieferzeiten sollen mit Einsatz des metallischen 3D-Drucks reduziert werden. Wie Uwe Lauber, der Vorstandschef von MAN Diesel & Turbo erklärt, wird der metallische 3D-Druck nicht nur in Probeläufen, sondern ab sofort in der Serienfertigung eingesetzt.
Nach Unternehmensangaben werden sich anfangs nur eine Handvoll Mitarbeiter mit dem 3D-Druck am Standort Oberhausen befassen. Der 3D-Druck führe MAN-Manager Antes zufolge zu Vorteilen im Wettbewerb und trage zur Stärkung des Standorts Oberhausen bei. Die Einzelteile der Gasturbinen werden schichtweise aus Metallpulver gedruckt.

Der 3D-Metalldruck gewinnt in der Industrie verstärkt an Bedeutung. Zum Beispiel stellte das russische Unternehmen ROSATOM mit dem MeltMaster-3D-550 einen 3D-Metalldrucker für die Atomindustrie vor. Eingesetzt werden 3D-Metalldrucker vor allem in der Luftfahrtindustrie, bei Automobilherstellern, in der Raumfahrt, Maschinenbau und Elektrotechnik. Der US-Technologiekonzern Apple patentierte im Jahr 2016 ein innovatives 3D-Metalldruckverfahren zur Fertigung elektronischer Bauteile für Tablets und Smartphones. Über alle Neuigkeiten berichten wir seit 2013 und auch in Zukunft in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.






