Vor vielen Jahren war Schnee im Winter hierzulande noch das Normalste auf der Welt. Weiße Weihnachten erlebt man heute wenn überhaupt, dann nur mit viel Glück. Für Daniel Fisher, Executive Creative Director bei Martin London, war Schnee ein Bestandteil seiner Kindheit. Seine älteste Tochter entdeckte den Schnee jedoch erst heuer zum ersten Mal. Für die Plan B-Aktivisten war das ein Anlass, um ihrer Premierministerin Theresa May ein besonderes Präsent zu schicken. Einen No-Snow Globe gemeinsam mit einem Brief:

„Frohe Weihnachten, Premierminister.
Wir hoffen, dass Sie den letzten Schneefall genossen haben, weil er unser letzter sein könnte. Wir haben Ihnen dieses besondere Geschenk gemacht: http://nosnowglobe.com/
Es ist ein kleiner Einblick, wie Weihnachten aussehen könnte, wenn Sie das britische CO2-Ziel 2050 nicht erreichen. Da es die Zeit des Gebens ist, warum geben wir unseren Kindern keine sicherere Zukunft?
Der Klimawandel liegt in Ihren Händen, Frau Premierminister. Was meinen Sie?
Beste Wünsche,
Plan B“

Der Schlammmann.
Der Schlammmann – Zukunftsvision (Bild © James Day).

Letzte Woche klagte Plan B gegen die britische Regierung, wegen „Untätigkeit gegen den Klimanotfall“. An der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 haben sich alle Staaten zu einer Dekarbonisierung der Wirtschaft verpflichtet, um das Null-Kohlenstoff Ziel bis zur Mitte des Jahrhunderts zu erreichen. Die britische Regierung hat es abgelehnt, das Kohlenstoffziel Großbritanniens im Einklang mit den jüngsten wissenschaftlichen Entwicklungen zu verändern. Die No-Snow-Kugeln zeigen, wie düster der Winter in Zukunft aussehen kann, wenn keine Maßnahmen getroffen werden.

Hübsche Verpackung mit düsterem Inhalt.
Die No-Snow Kugel hat eine hübsche Verpackung, mit düsterem Inhalt (Bild © James Day).

Um den Klimawandel aufzuhalten, muss die Kohlenstoffproduktion reduziert werden. Die No-Snow Kugeln wurden gemeinsam mit der Werbeagentur Martin London hergestellt. Mit verschiedenen Szenen malen sie uns eine düstere Zukunftsvision. In der einen Kugel sieht man, wie Kinder einen Schlammmann bauen, der neben einem kahlen Baum steht. Ein anderer zeigt Kinder, die einen „Schnee“-Engeln im Dreck machen, in einer desolaten Landschaft. Die dritte Kugel zeigt Kinder, wie sie eine Schneeballschlacht ohne Schnee bestreiten. Und das wohl Traurigste daran, wenn man die Kugel schüttelt, passiert gar nichts. Keine glänzenden Kinderaugen, die sich über den darin schwebenden Schnee erfreuen. Keine schönen Gefühle, weil durch den Schneefall eine schöne weihnachtliche Szene entsteht. Es passiert nichts, weil auch nichts mehr da sein wird, wenn wir weiter so rücksichtslos mit der Umwelt umgehen.

Schnee heute nur noch selten.
Schnee war in der Kindheit vieler Erwachsenen alltäglich.
Heute kann man von Glück sagen, wenn Kinder überhaupt Schnee erleben können (Bild © James Day).

Diese deprimierenden Szene in den „Schnee“-Kugeln wurden von BlackEdge 3D, einem britischen Dienstleister, mittels dem 3D-Druckverfahren Stereolithographie gedruckt und von Hand bemalt. Neben Theresa May erhielten weitere Klimawandel Leugner wie Nigel Lawson und Katie Hopkins diese No-Snow-Kugeln. Sie sind auch am Winter Forest Christmas Market am Broadgate Square erhältlich.

„Die No-Snow-Kugel übermittelt auf eine entwaffnende Art eine sehr ernste Botschaft über unseren Planeten. Wenn wir nichts unternehmen, werden wir ihn so den nächsten Generationen überlassen“, meint Daniel Fisher dazu.

Die No-Snow Kugeln mit verschiedenen Szenarien.
Die No-Snow Kugeln zeigen verschiedene Szenarien (Bild © James Day).

Ergänzend zur No-Snow Kugel und der Klage gegen die Regierung startete Plan B eine Petition, in der sie die britische Regierung auffordern, das Kohlenstoffziel zu revidieren. Wer helfen möchte, kann hier unterschreiben oder für dieses Anliegen spenden.

Die Idee der No-Snow Kugeln ist clever. Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und bringen Menschen dazu, zumindest nachzudenken oder etwas daran zu ändern. Der Klimawandel betrifft uns alle. Die vielen Bilder von Bränden und Überschwemmungen sind bald schon Gewohnheit und werden nicht mehr als Gefahr wahrgenommen. Der Klimawandel darf uns aber nicht kalt lassen. Vielleicht regen die düsteren Aussichten in den No-Snow Kugeln zum Umdenken an.

Mit dem 3D-Drucker lässt sich viel Gutes gegen den Klimawandel entwickeln. Dieses Kurbelgerät zum Beispiel, das die klimaaktiv MakerChallenge gewonnen hat. Oder mit 3D-Druckern gefertigte Bio-Verpackungen von AMtopus, die erst kürzlich den Sächsichen Umweltpreis gewonnen haben. Weitere Beispiele finden Sie auf unserer Themenseite „3D-Druck für den Umweltschutz„.

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