
Kritiker am 3D-Druck sehen als eines der größten Probleme bei der Ausbreitung der 3D-Drucker auf Privatverbraucher die großen Mengen an Kunststoff (Filament) die erworben, verbraucht und dann wahrscheinlich auf der Mülldeponie landen. Nun hat mit Liz Havlin und zusammen mit dem Designer Hugh Lyman an einer Lösung gearbeitet.
Auf Kickstarter hat Havlin ein Projekt mit dem 3D-Hobbydrucker nicht nur die Umwelt schonen sondern auch ihre Materialkosten deutlich reduzieren könnten. Der Legacy-Filament-Extruder ist ein Open Source-Extruder mit dem 3D-Teile unter relativ geringen Aufwand gedruckt werden können. Er verwendet Plastikflaschen als Ausgangsmaterial, die der Legacy-Filament-Extruder schmilzt und in die Form eines 3D-Druck-Filaments extrudiert.
Das Filament wird direkt auf eine Spule für einen 3D-Drucker gezogen. Ein solches Gerät könnte die Kunststoff-Verschwendung reduzieren und zugleich Kosten sparen. Der Preis für ein Filament aus Plastikflaschen soll sich auf 20 bis 50 US-Dollar pro Kilogramm belaufen. Das Projekt von Havlin verfolgt den OpenSource-Gedanken und soll die Technologie für Jedermann/frau zugänglich machen.
Im Rahmen ihrer Kickstarter-Kampagne erhalten Unterstützer unterschiedliche Belohnungen. Bei 499 US-Dollar erhalten sie den Bausatz für den Extruder ohne 3D-Teile, bei 599 US-Dollar gibt es den Komplett-Bausatz für den Extrudder und 3D-Teile. Wer einen Betrag von 699 US-Dollar zahlt, der bekommt einen fertig montierten Legacy Filament Extruder. Zur Realisierung des Projekts werden 30.000 US-Dollar benötigt. Die Kickstarter-Kampagne steht nach Aussagen von 3ders.org kurz vor dem Start.
Die Idee eines Legacy Filament-Extruders ist zu begrüßen. Damit können Besitzer eines 3D-Druckers ihre Kosten für 3D-Drucker Filament nicht nur erheblich reduzieren könnten sondern gleichzeitig auch aktiv Umweltschutz betreiben. Der Preis für 3D-Drucker könnte ebenfalls sinken und so die Geräte auch für Normalverbraucher erschwinglich werden.
Der Lyman Filament Extruder II in Aktion
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