Das belgische 3D-Druck-Unternehmen FuseLab hat für die formnext 2021 die Vorstellung von seinem ersten FFF-Metall-3D-Drucker FL300M angekündigt. Dieser ist mit einem patentierten Rotationsextruder ausgestattet, der das Risiko von Unterextrusion und Filamentausfall beim 3D-Druck mit Metallpulverfilamenten reduzieren soll. FuseLab möchte mit dem FL300M ein zuverlässiges Gerät mit hoher Druckqualität beim FFF-Metalldruck auf den Markt bringen.

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Das belgische 3D-Druck-Unternehmen FuseLab wird mit dem FL300M seinen ersten FFF-Metall-3D-Drucker auf der formnext 2021 vorstellen. Dieser hat einen patentierten Rotationsextruder, der den Filamentdruck auf Metallpulverbasis verbessern soll. Das Rotationsextruder-Design des FL300M soll das Risiko von Filamentausfall und Unterextrusion in 3D-gedruckten Metallteilen minimieren. Um das zu erreichen, wurde die Anzahl der Kontaktpunkte zwischen Filament und Antriebssystem der Düse erhöht.

Auf der formnext, die vom 16. bis 19. November 2021 in Frankfurt stattfindet, wird der FL300M in Halle 12.0, Stand E18, zu sehen sein. Anfang 2022 kommt der FL300M dann auf den Markt. Forscher im Bereich des FFF-Metall-3D-Drucks kommen übrigens auch aus Deutschland. Forscher des Fraunhofer IKTS haben das FFF-3D-Druckverfahren bereits im Jahr 2018 erfolgreich für die Verwendung von Hartmetallen adaptiert.

Details zum 3D-Drucker FL300M

FL300M 3D-Drucker
Der 3D-Drucker FL300M von FuseLab wird auf der formnext 2021 vorgestellt (Bild © FuseLab).

Mit dem FFF-3D-Druck können Anwender kostengünstig und einfach Teile mit vollständig geschlossenen Hohlräumen oder internen Stützstrukturen herstellen. Dabei steht den Anwendern eine breite Auswahl an Materialien zur Verfügung. Das 3D-Druck-Unternehmen FuseLab wurde 2018 von Jonathan Palmaers gegründet und bringt mit dem FL300M seinen ersten FFF-3D-Drucker auf den Markt.

Der 3D-Drucker hat ein Bauvolumen von 300 x 300 x 280 mm. Er ist für Metallpulverfilamente optimiert und kann mehrere Materialien bedrucken. Der FL300M arbeitet mit einem offenen Materialsystem mit Filamenten mit einem Durchmesser von 2,85 mm. Das vom Baugehäuse entkoppelte starre Bewegungssystem verbessert den Druckprozess. Die geschlossene Baukammer ist mit einer HEPA-Filterung ausgestattet.

Details zum Rotationsextruder

FL300M Rotationsextruder
Der Rotationsextruder (im Bild) im FL300M von FuseLab soll den FFF-3D-Druck von Metallpulverfilamenten verbessern (Bild © FuseLab).

Der FL300M unterscheidet sich von der breiten Masse anderer FFF-3D-Drucker durch den neuartigen Rotationsextruder und dem leistungsstarken und präzisen Bewegungssystem. Bei herkömmlichen FFF-Extrudern wird das Filament mit einem oder zwei Antriebszahnrädern der Schmelzzone des 3D-Druckers zugeführt.

Diese bietet nur ein bis zwei Kontaktpunkte zwischen dem Antriebssystem und dem Filament. Durch höhere Geschwindigkeiten oder Extrusionskräfte kann das Filament verrutschen, was zur Unterextrusion führt.

Das Extruderdesign von FuseLabs FL300M basiert auf drei Antriebsrollen, die je 12 Kontaktpunkte bieten. Das entspricht 36 Eingriffspunkten zwischen dem Antriebsmechanismus des Extruders und dem Filament. Die höhere Zahl an Angriffspunkten ist bei Filamenten auf Metallpulverbasis von Vorteil, da diese aufgrund ihres hohen Metallpulver- und geringen Binderanteils eher zu Brüchigkeit neigen. Die Verteilung mehrerer Kontaktpunkte im gesamten Extruder reduziert die Gefahr eines Filamentausfalls. Die rutschfeste Eigenschaft des Extruders reduziert außerdem die Unterextrusion und ermöglicht Metallteile mit hoher Festigkeit. FuseLab möchte damit die Qualität und Zuverlässigkeit des FFF-Metalldrucks verbessern.

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Video: 3D-Druck mit dem Rotationsextruder

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