Das Unternehmen P3 hat ein bionisches Biathlongewehr mit 3D-gedruckten Leichtbauschaft vorgestellt. Das Gewehr ist individuell auf die persönlichen Anforderungen der Athleten anpassbar. Die hohen Anforderungen der International Biathlon Union konnten von dem Biathlongewehr aus dem 3D-Drucker ebenfalls erfüllt werden, was professionellen Biathlon-Athleten zukünftig einige Vorteile bietet.

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Das Unternehmen P3 hat jetzt ein bionisches Biathlongewehr vorgestellt, dessen individueller Leichtbauschaft mit einem 3D-Drucker hergestellt wird. Wie P3 gegenüber dem 3D-grenzenlos Magazin berichtet, bietet der 3D-Druck Flexibilität und Freiheiten, mit der das Gewehr hochkomplex ausgestaltet werden kann. Hier können traditionell eingesetzte Holzgriffe nicht mithalten, so P3.

Das Gewicht von dem Biathlon-Gewehr konnte mit Unterstützung der 3D-Drucktechnologie auf die erlaubte Untergrenze der International Biathlon Union reduziert werden, mit dem Ergebnis, dass Sportler von den Vorteilen des modernen Sportgewehrs im Wettbewerb profitieren können. Zugleich wird mit der Optimierung die Performance des Biathlongewehrs im gleichen Umfang beibehalten wie bei vergleichbaren Holzgriffen.

Auf die Athleten angepasste Gewehre

Biathlongewehr aus dem 3D-Drucker
P3 entwickelt mit Hilfe der 3D-Drucker auf die Athleten individuell angepasste Biathlongewehre (Bild © P3),

Die Handgriffe sind auf den Athleten individuell angepasst. Die Hände und die Haltungen werden unter Wettkampfbedingungen eingescannt und anschließend als CAD-Modell 1:1 auf den Leichtbauschaft übertragen. Dieser „mobile 3D-Scan“ vermeidet die Notwendigkeit mehrere Anproben durch den meist zeitlich eingeschränkt verfügbaren Athleten. Er bekommt nach seinen Besuch einen perfekt abgestimmten Sitz, damit das Biathlongewehr optimal genutzt werden kann.

Die Herstellung des Leichtbauschafts erfolgt im generativen 3D-Druckverfahren unter Einsatz des selektiven Lasersinterns (SLS) in einem einzigen Stück. Im Anschluss erfolgt die „Hochzeit“ mit dem Waffensystem von Anschütz, welches von 97 Prozent der Profi-Athleten eingesetzt wird. Auf den Schaft können mit Wassertransferdruck schwierige Muster, künstlerische Darstellungen und andere Designs ohne Probleme auf die optimierte Form aufgebracht werden. Das Biathlongewehr ist das Ergebnis von Luft- und Raumfahrtingenieurwesen, modernster computergestützter Simulationstechniken, bionischem Leichtbau, 3D-Scanning und 3D-Druck.

Bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea sicherte sich Frankreich beim Biathlon mit Martin Fourcade die Goldmedaille. Für die Entwicklung vom Fourcades Biathlongewehrs kam ebenfalls der 3D-Druck zum Einsatz, in diesem Fall für das Prototyping im Rahmen der Produktentwicklung. P3 geht beim Einsatz der 3D-Drucktechnologie jetzt einen wesentlichen Schritt weiter und bringt ein 3D-gedrucktes Teil in den Wettkampf. Über die weitere Entwicklung zu diesem Thema informieren wir Sie in Zukunft in unserem kostenlosen 3D-Druck-Newsletter.

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