Der österreichische Wirtschaftsberater Roman Haslauer hat gemeinsam mit Technikern ein revolutionäres Elektroauto mit Hilfe von 3D-Druckern hergestellt. Dieser Kleinwagen soll bald in Kleinserie produziert und als Mietfahrzeug auf den Straßen unterwegs sein.

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Der 62-jährige Wirtschaftsberater Roman Haslauer aus dem österreichischen Pinzgau hat ein revolutionäres Elektroauto per 3D-Drucker hergestellt. Der Kleinwagen trägt die Bezeichnung „enjoy“ und soll bald auf den Markt kommen. Im Frühsommer hatte Haslauer die weltweit erste Solarroute in Salzburg präsentiert, bei der es sich um eine 600 km lange Strecke mit 30 Ladestationen handelt. Fahrer von Elektroautos und Hybridautos können hier kostenlos den Akku aufladen. Als er die Solarroute Ende August im Sonntags-Talk mit Salzburg24 vorstellte, kündigte er zugleich ein kleines zukunftsweisendes Fahrzeug an.

Präsentation des Elektroautos "enjoy"
Präsentation des 3d-gedruckten Elektrofahrzeugs „enjoy“ im österreichischen Pinzgau (Bild © GFB Wirtschaftsberatung).

Das Ziel des Visionärs war die Entwicklung eines Fahrzeugs, dessen Bauteile er mit Unterstützung von Firmen aus der Region fertigen kann. Auch in Neuseeland soll bald das Elektroauto „The Drop“ auf den Strassen unterwegs sein, welches ebenfalls per 3D-Druck gefertigt wurde. Es hat drei Räder, ist umweltfreundlich und hat 300 Kilometer Reichweite.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Roman Haslauer und den Unternehmen ist „enjoy“, ein Elektroauto aus dem 3D-Drucker. Der Innenraum wurde minimalistisch und dennoch hochwertig gestaltet. Die vier Sitze sind aus heimischen Holz und mit Hirschleder überzogen worden. Der überwiegende Teil der verwendeten Materialien ist umweltfreundlich von der Natur verwertbar. Vor rund einem Jahr, im Oktober 2016 berichteten wir über das gedruckte Elektroauto „Micro“ des japanischen Autokonzerns Honda, das als Lieferfahrzeug konzipiert wurde.

Elektrofahrzeug "enjoy"
Seitliche Ansicht des „enjoy“ Elektroautos, dessen Außenhülle mittels 3D-Druck gefertigt wurde (Bild © energyload.eu).

Im Vergleich zu normalen Autos sind für das E-Auto rund 80 Prozent weniger Einzelteile erforderlich, dessen Resultat so auch eine Kostenersparnis ist. Der Prototyp des „enjoy“ bringt (ohne Batterie) nur 800 Kilogramm auf die Waage und soll bis zur Kleinserien-Produktion etwa die Hälfte eines Gewichts verlieren. Dazu kommt dann noch die Batterie, die etwa 150 Kilogramm wiegt.

Die Außenhülle wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt, hier ist die Entwicklung noch nicht beendet. Der Solarlack soll in Zukunft dazu dienen, bei einer Fahrt oder wenn das Auto steht, die Batterie mit Strom zu versorgen und auf diese Weise den Strombedarf decken. Auf einen Schlüssel verzichtet der „enjoy“, stattdessen wird das Elektroauto mit Netzhaut-Scans und Fingerabdruck geöffnet. Es lassen sich bis zu 25 Personen pro Fahrzeug speichern.

Die Markteinführung des „enjoy“ soll bald erfolgen und jährlich in bis zu 100 Einheiten produziert werden. Im Vorfeld sind noch Fahrtests und TÜV-Genehmigungen erforderlich. Als Besonderheit sollen Endverbraucher das innovative Elektroauto nicht mehr kaufen, sondern quasi „streamen“, also für die Nutzung eine Gebühr bezahlen. So sollen nur Kosten entstehen, wenn der „enjoy“ tatsächlich genutzt wird und Standzeiten vermieden werden.

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