Objektkunst:

CurVoxel entwickelt 3D-Druck-Roboter zur Fertigung filigraner Stühle

 10. Februar 2016  Andreas Krämer  

Die filigranen Stühle von CurVoxel sind kunstvoll und extrem detailreich. Zur Fertigung wurde eigens eine Art 3D-Druck-Roboter entwickelt, der die Stühle in einem eigens entwickelten 3D-Druckverfahren schichtweise aufgebaut hat.

Stühle aus dem 3D-Drucker
Aufwendig und detailreich im Design. Die Stühle sind im 3D-Druckverfahren entstanden (Bild © Curvoxels).

Eine Gruppe Studenten von der Bartlett School of Architecture am University College London, genannt Curvoxels, haben eine neue 3D-Druck-Technologie entwickelt, mit der komplexe Gegenstände gedruckt werden können. Zum Beispiel filigrane Stühle mit einem sehr hohen Detailgrad.

Das Team verwendete das selbstentwickelte 3D-Druckverfahren auch, um filigrane Freischwinger und Wendeltreppen herzustellen. Das „Spatial Curves Project“ wurde vom Team des Bartlett-Forschungsclusters 4 abgeschlossen, wobei ein maßgeschneiderter 3D-Drucker zum Einsatz kam. Bei dem Freischwinger handelt es sich um den legendären Panton Stuhl, der im Jahr 1906 vom dänischen Designer Verner Panton entwickelt wurde und bis heute als erster Kunststoff-Stuhl der Welt gilt.

Stuhl aus dem 3D-Drucker
Stuhl aus dem 3D-Drucker von Curvoxels (Bild © Curvoxels).

Nach der erfolgreichen Fertigung ihrer eigenen Version des Freischwingers präsentierte das studentische Team ihr Projekt auf der Bartlett B-Pro Show in London und in der Synthetic Ausstellung in Le Mans im Jahr 2015. Auf Basis volumentrischer Pixel wurden die Stühle gedruckt, wobei im Vorfeld zwölf Simulationen von Gestaltungsmöglichkeiten durchgeführt, um festzustellen welche davon umsetzbar sind.

 

Der 3D-Drucker des Teams verfügt über eine individuelle Düse, welche zum Extrudieren von vier bis sechs Millimeter dicken Filament-Fäden aus Saitan verwendet wird. Die Fäden erstarren vollständig in der Luft. Gedruckt wurde in einem dreidimensionalen Raum statt das zweidimensionale Beschichtungsverfahren zu verwenden. Die Materialmenge wird über einen speziellen Algorithmus gesteuert, was den Materialeinsatz reduzierte und zu einem solideren Möbelstück mit hohen Detailgrad führte. Die Studenten entwickelten auch eine App mit der sie die Muster ändern und Dichte erhöhen können, um die während des 3D-Drucks die Integrität zu verbessern.

Die 3D-Druck-Fertigungstechnik des Teams eignet sich für den Druck aller Arten von Einrichtungen, Bauteilen und architektonischen Besonderheiten.

Das Video zeigt den Detailreichtum der 3D-gedruckten Stühle:

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