HEXR, ein britischer Hersteller für Schutzkleidung, hat gemeinsam mit EOS eine Kopf-Scan-App entwickelt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt. Benutzern ist es damit möglich, einen 3D-Fahrradhelm drucken zu lassen. Siemens und der Materialspezialist Arkema haben HEXR und EOS bei der Entwicklung der App unterstützt. Auch die U.S. Army setzt bei ihren Helmen auf die Möglichkeiten der 3D-Drucker.

Details zur HEXR-App

Helm-Wabenstruktur Ansicht von oben
Ein industrielles EOS-System druckt das Ergebnis aus pflanzlichem Polyamid (Bild © HEXR).

Kunden können mit der App, der Handykamera und einer speziellen Kappe ihren Kopf scannen. Die Scans werden hochgeladen und ein 3D-Modell des Innenfutters des Helms erstellt, das der Kopfform entspricht. Ein industrielles EOS-System druckt das Ergebnis aus pflanzlichem Polyamid, einem von Arkema hergestellten Material. Nach dem Druck wird das Innenfutter schwarz gefärbt und ein letztes Mal auf strukturelle Integrität und Oberflächenqualität überprüft.

Jamie Cook, CEO von HEXR, erklärt: „Mit der Anpassung an diesen hochmodernen Herstellungsprozess und den im Vergleich zu herkömmlichen Schaumstoffhelmen überlegenen unabhängigen Sicherheitstestergebnissen ermöglichen wir wesentliche Verbesserungen der Helmtechnologie, die durch den 3D-Druck ermöglicht werden.“

Die Helmkomponenten werden abschließend zusammengebaut, inklusive der bedruckten Innenstruktur, der Außenhülle und der Kinnriemen. Individuelle Anpassungen wie persönliche Gravuren und eine Auswahl an Schalenfarben sind auch möglich.

Crashtest HEXR und normaler Helm (Animation)
Trotz seiner Leichtigkeit bietet das Material ausgezeichnete Schlagfestigkeit, was durch die Wabenstruktur noch verstärkt wird (Bild © HEXR).

Pflanzliches 3D-Druckmaterial

HEXR 3D-gedruckte Helminnenstruktur Detailansicht
Die Helmkomponenten werden abschließend zusammengebaut (Bild © HEXR).

Das pflanzliche 3D-Druckmaterial entsteht aus erneuerbarem Rizinusöl. Die Bohnen tragen nicht zur Entwaldung bei, wachsen innerhalb eines Jahres und konkurrieren auch sonst nicht mit anderen Nahrungsmitteln. Trotz seiner Leichtigkeit bietet das Material ausgezeichnete Schlagfestigkeit, was durch die Wabenstruktur noch verstärkt wird.

Dr. Karsten Heuser, Vizepräsident für Additive Fertigung bei Siemens, fasst zusammen: Durch die Kombination von Simulationen, Entwurfsoptimierung und Produktionsszenarien mit einem hohen Automatisierungsgrad konnten wir die Kosten pro Teil erheblich vorhersagen und senken. Dadurch konnte HEXR ihre Anwendung auf die Massenproduktion skalieren. “

HEXR und EOS begannen ihre Partnerschaft 2015. EOS stellte dabei Unterstützung in Form von technischer Beratung bereit. Nach abschließenden Sicherheitstest im Vorjahr, können Helme nun an Kunden ausgeliefert werden. Mit weiteren Industriepartnern möchte HEXR die Massenproduktion voranbringen und seine Lieferkette skalieren.

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