Besonders die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten bei den Formen macht die Anwendung von 3D-Druckern bei der Herstellung der künstlichen Korallen so interessant. Das Besondere dabei ist auch die Verwendung von Keramik als 3D-Druck-Material.

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Zunehmende Wasserverschmutzung, ansteigende Meerestemperaturen und immer mehr Plastikmüll in den Ozeanen sind verantwortlich für die weltweit sterbenden Korallen. Als Folge sinkt der Artenreichtum im Meer und Küsten verlieren ihren Schutz vor großen Wellen und Erosion. Spezielle Besiedlungsstrukturen für Korallenlarven dient als Gegenmaße zur Wiederaufforstung der gefährdeten Korallenriffe. Das Unternehmen Boston Ceramics, die zur FIT Additive Manufacturing Group zählt, fertigten nun künstlichen Korallen im bionischen Design und setzten dafür 3D-Drucker ein.

Im Rahmen des Global Coral Restoration Project unter Leitung von SECORE International wurde eine neue Generation von gedruckten Keramikkörpern entwickelt. Die Bausteine sind sternförmig, zeigen einen Durchmesser von rund 10 Zentimetern und werden zur Korallenblüte ins Meer gelassen. Ihre unregelmäßige Form sorgt für eine Verkeilung der Keramik-Korallen in den Korallenbänken und gewährleisten eine Stabilisierung des Riffs. Das Ergebnis ist ein idealer Lebensraum für Korallenlarven und zahlreiche Tiere, die in Riffen leben.

Wie Carl Fruth, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der FIT Additive Manufacturing Group in einer Mitteilung an der 3D-grenzenlos Magazin berichtet, seien die Korallenäste eine großartige Anwendung für Keramik im Schichtaufbauverfahren. Wenn die Aktion wie geplant verlaufen sollte, wäre der Nutzen für das Ökosystem Korallenriff und für die Weltmeere einfach fantastisch. Jedes der einzelnen Teile sei bionisch komplex und herstellungstechnisch eine Meisterleistung. Die additive Technologie erlaube die massenweise Herstellung filigraner Formen.

Die ersten Feldversuche zur Verteilung der additiv gefertigten Korallenstücke finden derzeit vor den Küsten von Curacao, Mexiko, Bahamas und Guam statt. Bei einem erfolgreichen Verlauf der Tests wird das Global Restoration Project bis 2021 eine Million Keramikobjekte an den am stärksten bedrohten Riffen ausbringen.

Vergleichbare Projekte aus der Vergangenheit

Auch australische Forscher wollen mit Unterstützung des 3D-Drucks Korallen fertigen und Korallenriffe wiederherstellen. Hierzu laufen bereits seit Anfang letzten Jahres Maßnahmen. Erstmals berichteten wir über das Thema im Jahr 2016, als vor der karibischen Insel Bonaire 3D-gedruckte Korallen in das Riff gepflanzt wurden. Und in Italien erprobt eine Agentur künstliche Algen mit 3D-Druckern herzustellen. Mehr Berichte zum Einsatz von 3D-Druck für den Erhalt der Weltmeere und im Umweltschutz erhalten Sie auch zukünftig über unseren kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter (jetzt abonnieren).

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