Dr. Tarek Loubani von der Western University in Kanada war selbst in Krisengebieten tätig und erkannte das Problem fehlender medizinischer Instrumente. Ein Spielzeugstethoskop brachte ihn schließlich auf die Idee sich mit Hilfe von 3D-Druckern und leeren Plastikflaschen Stethoskope selbst herzustellen. Das gelang. Die Materialkosten für die voll funktionsfähigen Stethoskop liegen gerade einmal bei drei US-Dollar.

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Logo University of Western OntarioEinem Wissenschaftlerteam der University of Western Ontario ist es gelungen in unter drei Stunden ein voll funktionsfähiges Stethoskop zu bauen. Die Materialkosten betragen gerade einmal drei US-Dollar (ca. 2,20 Euro). Die Qualität des mit einem einfachen Desktop-3D-Drucker hergestellten Stethoskops sei den Angaben der Wissenschaftler zufolge genauso gut wie bei teuren Geräten. In dem unten verlinkten Video werden Details zur Herstellung von den Projektteilnehmern erklärt. Entwickelt wurde es für Länder, die arm an Ressourcen sind und nur über eine sehr geringe medizinische Versorgung verfügen. Im Gazastreifen fertigt das Glia-Team eine ganze Reihe medizinischer Hilfsmittel mit Unterstützung von 3D-Druckern und zeigt auch den wachsenden Einsatz der 3D-Drucktechnologie bei der additiven Herstellung medizinischer Instrumente.

Stethoskop aus dem 3D-Drucker
3D-Druck und Endergebnis von dem Stethoskop aus dem 3D-Drucker, welches gerade einmal 3 US-Dollar an Materialkosten verursacht (Bild © Collage: 3D-grenzenlos Magazin; Videoquelle: Youtube/Western University).

Wie kam der verantwortliche Mitarbeiter der Western University, Dr. Tarek Loubani, auf die Idee ein Low-Cost-Stetoskop selbst herzustellen? Als er in einem Krankenhaus in Gaza arbeitete und ein Stethoskop mit zehn Ärzten teilen musste, wurde er auf ein Spielzeugstethoskop aufmerksam und wurde von der guten Klangqualität überrascht. Das Spielzeugstethoskop war sehr einfach produziert und diente ihm anschließend als Inspiration für sein eigenes, preiswertes Stethoskop, für das technisches und medizinisches Know-How sowie die Verfügbarkeit über einen 3D-Drucker für die Herstellung ausreichenden.

Gedruckt wird das Stethoskop in relativ kurzer Zeit unter Verwendung von Filament. Für die Ergänzung der gedruckten Komponenten um kleinere, technische Bauteile können sehr preiswerte Teile und sogar Müll verwendet werden, so Dr. Loubani. Zum Beispiel Softgetränkeflaschen, die als Rohre dienen und eine Kunststoffmembran, die von einer Plastikfolie stammt. Mit der Kunststoffmembran werden Geräusche erkannt. Beim Zusammenbau der einzelnen Bauteile ist das Stethoskop nicht von einem klassischen zu unterscheiden und bietet die gleichen Funktionen. Dieser Artikel ist ein Beitrag aus unserer Reihe #3DprintWithLove.

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