Vorbild Natur:

Architektin fertigt übergroßes Webervogelnest mit 3D-Drucker und verbindet Kunst, Architektur, Natur und Forschung

Die Architektin Paz Gutierrez von der Berkeley Universität in Kalifornien hat mit Hilfe von einem 3D-Drucker das Modell von einem übergroßen Vogelnest der Webervögel geschaffen. Ziel des Modells und ihrer Vorgehensweise im Allgemeinen ist es mit der Verbindung von Kunst, Architektur, Design und Natur hilfreiche Erkenntnisse für die Forschung zu erzielen. Der 3D-Druck ist in ihren Augen daran maßgeblich beteiligt.

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„Plant Fibre Enclosure: Origins“ heißt das Objekt von Paz Gutierrez, die an der Universität Berkeley forscht. Sie ist Architektin und hat einen Forschungsschwerpunkt auf Natur und multifunktionale Materialorganisation. Das Mischen von Tradition und Moderne, die Natur als Vorbild, das Nachahmen mit der 3D-Drucktechnologie spiegelt sich in ihrer Installation.

3D-gedrucktes Nest
Die Weber-Nest Installation, hergestellt mit einem 3D-Drucker (Bild © Hulda Nelson).

Ein Jahr dauerte es, das 20 Pfund schwere Vogelnest im Weber-Stil, herzustellen. Der Weber-Vogel baut unter seinen Artgenossen eines der anspruchsvollsten Nester. Es besitzt Besonderheiten in der Form, Isolation, Akustik und Stärke. Mit 400 Einzelteilen simulierte diese Gutierrez diese Vielfalt nach. Dafür wurde ein 3D-Scan eines echten Webernestes hergestellt um die Schleifen und Netzkonstruktion nachempfinden zu können. Ein 3D-Drucker wurde speziell auf die Detailgenauigkeit hin ausgerichtet und die Konstruktion zusätzlich mit Holzabfällen und gewebtem Hanf ergänzt, wofür ein Roboterarm zum Einsatz kam.

3D-gedrucktes Vogelnest von oben
Ein Blick von oben (Bild © Taewook Kang).

Diese Installation verbindet neue und nachhaltige Gebäudetechnologie mit traditioneller Konstruktion und ebnet auch der Forschung neue Wege. Lassen sich doch mit zugänglichen Fertigungsmethoden schneller, einfacher und vor allem kostengünstiger komplexe Zusammenhänge in reale Modelle umwandeln.

Gutierrez gründete 2008 die Firma BIOMS, die das Ziel verfolgt Architektur und Biotechnologie zusammenzuführen und für eine Integration von Designprinzipien und Biophysik in die Forschung steht. Ausgestellt wurde das Vogelnest in dem botanischen Garten der Universität. Nach neuen, geeigneten Orten wird derzeit gesucht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter.

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