Eine der führenden Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge mit Sitz in London, Angel Trains, ging jetzt eine Kooperation mit den beiden Unternehmen ESG Rail und Stratasys ein. Ziel der Zusammenarbeit ist es, auch mit Hilfe der 3D-Drucktechnologie der Überalterung der Bahn entgegenzuwirken. Erste Teile aus den FDM-3D-Druckern von Stratasys konnten bereits im Praxiseinsatz erfolgreich getestet werden.

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Das Unternehmen Angel Trains, eine der führenden Bahn-Leasingfirmen in Großbritannien, hat laut einer Pressemitteilung eine Kooperation mit der Ingenieur-Beratungsgesellschaft ESG Rail und dem US-amerikanischen 3D-Drucker-Hersteller Stratasys geschlossen.

Kampf gegen Überalterung in der Bahnindustrie

Haltegriff
Zu den zugelassenen Komponenten zählt ein Haltegriff (Bild © Business Wire).

Gemeinsam wollen sie die Überalterung in der Bahnindustrie mit Unterstützung der aufstrebenden 3D-Drucktechnologie bekämpfen. Bei den zugelassenen Komponenten, die gedruckt werden können, handelt es sich um eine Armlehne, einen Haltegriff und die Sitzlehnentische. Diese werden 2019 in bereits aktiven Personenzügen erprobt. Siemens Mobility setzt in seinem Siemens Mobility RRX Rail Service Center ebenfalls den 3D-Druck für die Instandhaltung von Eisenbahnen ein.

Die genannten Bauteile für Angel Trains sind mit Hilfe der additiven Fertigung unter Verwendung der FDM-3D-Drucktechnologie von Stratasys hergestellt worden. ESG Rail bewertete die Komponenten anschließend strukturell, um sie mit 3D-Druckern und den fortschrittlichen, schienenzertifizierten thermoplastischen Materialien des Unternehmens herzustellen. In Kürze wird damit begonnen, die Bauteile in den Zügen einzusetzen. Diese Arbeiten sind voraussichtlich bis zum Sommer 2019 fertig.

3D-Druck ermöglicht Einsatz verbesserter Materialien

Für die bisherige Herstellung wurden klassische Standard-Thermoplaste verwendet, die allerdings schlechte mechanische Eigenschaften aufweisen, schneller brennbar sind und daher für Schienenfahrzeuge vergleichsweise ungeeignet sind. Neue Hochleistungswerkstoffe, darunter Stratasys Antero 800 NA, ein thermoplastischer Kunststoff auf PEKK-Basis, wurden jetzt eingesetzt, um zu beweisen, dass sie die Anforderungen des Rail Standard EN45545-2 erfüllen. Die niederländische Eisenbahn ist ebenfalls dabei, wenn es um 3D-Druck für die Herstellung von Ersatzteilen geht.

Wie Mark Hicks, der Technische Direktor bei Angel Trains die Ankündigung kommentierte, habe diese aufregende, branchenweit erste Zusammenarbeit das Potenzial, die Fertigung in der Bahnindustrie nachhaltig zu verändern. Man sei stolz darauf, diese Innovation mit ESG Rail und Stratasys zu forcieren. Sie hoffen, dass die Lösung dazu beitragen wird, die Industrie von technologischen Zwängen zu befreien. Die Züge sollen die Bedürfnisse der Fahrgäste jetzt und in Zukunft erfüllen.

3D-Druck und neue Materialien verbessern Schienenfahrzeuge
Mit der additiven Fertigung und neuen Materialien können Schienenfahrzeuge deutlich verbessert werden (Bild © RUN2Rail).

Viele Herausforderungen gemeistert

Laut Martin Stevens, dem Leiter des Maschinenbaus bei ESG Rail, seien viele technologische Herausforderungen gemeistert worden und er glaube, dass die neuartige Fertigungsmethode die Kosten, Produktionszeiten und Probleme bei der Veralterung von Bauteilen reduzieren werden. Yann Rageul, der Manager im Strategic Account Team EMEA bei Stratasys, ergänzte, dass die hauseigenen FDM-Lösungen für die additive Fertigung ein enormes Potenzial bieten, die traditionelle Fertigung für zahlreiche Anwendungen in der Bahnindustrie zu ersetzen.

Die Zusammenarbeit werde helfen, zu analysieren, wie man Eisenbahnunternehmen wie Angel Trains dabei unterstützen kann, Teile auf Abruf kostengünstig und effizient herzustellen. Der Bedarf veralteter Bestände soll damit beseitigt werden, wovon auch die Kunden profitieren werden. Über die weitere Entwicklung des 3D-Drucks in der Bahnindustrie berichten wir auch zukünftig in unserem Newsletter (jetzt anmelden).

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