Projekt "3D-FeSy":

Dresdner Forscher fertigen Federungssysteme für Polstermöbel aus dem 3D-Drucker

 11. Dezember 2017  Andreas Krämer  

Forscher vom Institut für Holztechnologie (IHD) in Dresden forschen und entwickeln im Rahmen des Projekts „3D FeSy“ an Kunststoff-Federungssystemen für Polstermöbel aus dem 3D-Drucker. Ziel der Forschungen sei es, die Potenziale des 3D-Drucks für die Fertigung von Möblen zu untersuchen.

Logo Institut für HolztechnologieDas Projekt 3D-FeSy des Instituts für Holztechnologie (IHD) in Dresden arbeitet an der Entwicklung integraler Federungssysteme aus dem 3D-Drucker für die Verwendung in Polstermöbeln. Die Federungssysteme sollen Komfortbedürfnisse erfüllen und auf den Nutzer abgestimmte Sitzstrukturen ermöglichen.

Die Besonderheit: Zur Fertigung der Federsystem setzen die Forscher auf den FDM-3D-Druck, also das 3D-Druckverfahren, welches größtenteils auch im Hobby-3D-Druck seine Anwendung findet. Nach Angaben der sächsischen Forscher eignen sich unterschiedliche 3D-Druck-Methoden heute schon dazu, Möbel als individuelle, maßgeschneiderte Einzelanfertigung aber auch in Kleinserien herzustellen. Im April dieses Jahres hatte das IHD in seinem Newsletter über das Projekt berichtet. Als Ansprechpartner wurden Frau Julia Kaufhold (julia.kaufhold(at)ihd -dresden.de) und Herr Tony Gauser (tony.gauser(at)ihd-dresden.de) genannt.

In der Mitteilung heißt es weiter, der 3D-Druck könne darin resultieren, dass hohe Lagerkosten und schwierige Logistik gesenkt würden. Wie wir im April berichteten, konnten MIT-Forscher bereits mit dem „Rapid Liquid Printing“ ein 3D-Druckverfahren für den Möbeldruck entwickeln. In einem Test wurde eine Struktur in nur zehn Minuten gefertigt, wo die Fertigung normal mit traditionellen Fertigungsmethoden bis zu fünfzig Stunden dauert. Designer und die Möbelindustrie bezeichnen das 3D-Druckverfahren als „Revolution“ und soll in den kommenden Jahren vom MIT für die kommerziellen Einsatz professionalisiert werden.

Forschungsziele

Das Forschungsziel der Dresdner Forscher vom IHD besteht darin zu ermitteln, wie stark der Nutzen von 3D-Druck bei der Möbelfertigung ist. Es gilt herauszufinden, welche 3D-Drucker-Materialien, Druckparameter und Designs optimal dafür geeignet sind, vorhandene Möbelherstellungsprozesse zu ersetzen. Jedes in Frage kommende Material wird auf seine Bedruckbarkeit ausgewählter Thermoplaste  und thermoplastischer Elastomere analysiert. Das Material muss zwei Anforderungen erfüllen, eine sehr gute Haltbarkeit und Robustheit.

Die Federungssysteme werden aus Kunststoff hergestellt, damit nach Möglichkeit zahlreiche verschiedene Formen der Abstützung realisierbar sind. Das passende Material zu finden bedeutete für die Forscher keine Herausforderung. Im September 2016 hatte das Institut das 3D-Druck-Projekt „bioxXprint“ gestartet, wo der 3D-Druck nachwachsender Rohstoffe in gestufte Strukturen für Polstermöbel analysiert wurde. Die schwedische Möbelhauskette Ikea brachte im Dezember letzten Jahres die weltweit ersten Strickmöbel aus dem 3D-Drucker auf den Markt.

Das Forschungsprojekt 3D-FeSy ist außerdem darin bestrebt, ein System zu entwickeln, mit dem  computergesteuerte Anpassungen von Federungssystemen aus dem 3D-Drucker möglich sein soll. Wir werden in Zukunft über die weitere Entwicklung dieser durchaus sehr spannenden Forschungsarbeit berichten (kostenlosen Newsletter abonnieren).

Federungssystem aus 3D-Drucker
Mit dem FDM-3D-Druckverfahren entwickeln die Forscher vom IHD in Dresden Federungssysteme für Polstermöbel (Bild © IHD).

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