Rapid Liquid Printing:

MIT-Forscher entwickeln superschnellen Möbel-3D-Drucker

Forscher vom MIT Lab haben mit „Rapid Liquid Printing“ ein neuartiges 3D-Druckverfahren entwickelt, dass in einem mit Gel gefülltem Container Objekte schichtweise aufbaut. In einem Test konnte eine Struktur in zehn Minuten erstellt werden, deren Herstellung mit konventionellen Methoden bis zu 50 Stunden dauern kann. Designer und Möbelindustrie sprechen bereits von einer „Revolution“.

Ein Forscherteam des MIT Lab entwickelte erfolgreich ein 3D-Druckverfahren, mit dem Möbel innerhalb von Minuten gedruckt werden können. Das Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Büroeinrichtungshersteller Steelcase entwickelt. Das Rapid Liquid Printing genannte 3D-Druckverfahren benötigt nur Minuten statt Stunden für die Herstellung von Strukturen. Gedruckt werden die Strukturen frei schwebend in einem mit Gel gefüllten Container.

Rapid Liquid Printing
Das MIT Lab präsentiert einen Prototpyen für einen 3D-Drucker, der mit Rapid Liquid Printing funktioniert (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos; Videoquelle: Youtube/OCS+ Steelcase).

Hier bestehen wegen der vorherrschenden Schwerkraft keine Grenzen. Der MIT-Forscher Skylar Tibbits und der Schweizer Produktdesigner Christophe Guberan konnte in nur 28 Minuten eine komplette Tischplatte drucken. In einem zweiten Experiment wurde mit Erfolg eine Struktur in 10 Minuten gedruckt, die bei Einsatz eines traditionellen Verfahrens fünfzig Stunden erfordert hätte.

Wie die Industriedesignern Yuka Hiyoshi von Turnstone berichtete, sei er als Designer vor allem von der Qualität der Drucke fasziniert, die Rapid Liquid Printing bietet. Die Objekte sind weich und fast schon organisch. Die Geschwindigkeit wäre sehr beeindruckend, berichtet er. In Zukunft würden so großformatige Objekte innerhalb von Minuten statt Tagen hergestellt. Im Vergleich zu klassischen 3D-Druckverfahren und auch einigen anderen Herstellungsverfahren ist Rapid Liquid Printing deutlich schneller und könnte eine Revolution im Möbelbau auslösen.

Über alle Neuigkeiten zu diesem Thema halten wir Sie wie gewohnt auf dem Laufenden (Newsletter abonnieren).

Der schwedische Möbelkonzern IKEA hat mit IKEA IPS 2017 eine Kollektion von Strickmöbeln auf den Markt gebracht, die per vollautomatisierter 3D-Strickmaschine hergestellt wurden. Das Unternehmen plant außerdem, Ersatzteile für alte Produkte mit einem 3D-Drucker herzustellen. Die Mailänder Firma 3DiTALY hat sich auf die Fertigung einzigartiger Möbel per 3D-Druck spezialisiert. Faszinierend sind auch die Kompletthäuser der ukrainischen Firma PassivDom, die ab 30.000 Euro verfügbar sind und mit einem 3D-Drucker hergestellt werden.

Mehr News:

Anzeige

Bewerte den Artikel und hilf uns besser zu werden:

0 0

Teile den Artikel:

3D-Drucker-Newsletter – kostenlos anmelden:

Teile den Link zu dieser Seite:

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.