Australiens nationale Wissenschaftsbehörde CSIRO hat in einer Pressemitteilung ein Verfahren vorgestellt, das kostengünstige Legierungsabfälle in hochwertigen Titandraht für den 3D-Druck umwandelt. Der Titandraht besteht aus wiederverwendeten Titanlegierungspartikeln wie Spänen, die bei der Bearbeitung anfallen. Dadurch wird der Draht deutlich billiger als vergleichbar hergestelltes Material. Die Forschung des CSIRO wird vom Science and Industry Endowment Fund unterstützt.

Details zum Titandraht für den 3D-Druck

Mit dem durch CIROs Herstellungsmethode entstehenden Titandraht sollen große komplexe 3D-gedruckte Teile wie Luft– und Raumfahrtkomponenten, Biomedizin-, Verteidigungs-, Schifffahrts-, Automobil-, Bau– und Konsumgüterindustrie verwendet werden können. Zu den Einsatzbereichen des Titandrahts gehören großformatige 3D-Druck-Prozesse wie das Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) und die Elektronenstrahlfertigung. Durch die Optimierung für derartige Prozesse will Australien seine Kapazitäten in der Drahtproduktion für den 3D-Druck erhöhen.

CSIRO erklärt, dass der Weltmarkt für Titandraht einen Wert von mehr als 200 Mio. AUD (125,19 Mio. EUR) hat und eine hohe Nachfrage nach 2,5 mm bis 3 mm starken Drähten als Vormaterial für die additive Fertigung besteht. Aus dem billigeren Draht aus recycelten Quellen könnte Metallpulver für den Metall-3D-Druck hergestellt werden. Mithilfe einer Computermodellierung optimiert das Unternehmen den patentierten Drahtextrusionsprozess und kann 50 Kilogramm Titandraht im Pilotmaßstab anfertigen. Geplant ist die Erhöhung der Menge auf 100 – 300 Kilogramm. Australische 3D-Druck-Unternehmen könnten so die Menge an Titandraht, den sie anderweitig beziehen, reduzieren.

Barrie Finnin, CEO des 3D-Druckunternehmens Amaero International, sagte:

„Diese Technologie hat das Potenzial, Australien als wettbewerbsfähiger Lieferant von Titanlegierungsdrähten in Luft- und Raumfahrtqualität für die additive Fertigung bekannt zu machen und wird sich stark auf unsere globale Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Noch besser, das Endprodukt wird mit dem vergleichbar sein, was derzeit im Ausland erhältlich ist, aber viel billiger, weil Abfallprodukt verwendet wird.“

Fälle wie diese zeigen, dass die Wiederverwendung von Ressourcen eine gute Möglichkeit ist, Abfälle zu reduzieren. In einem anderen Beispiel gelang die Herstellung von extrudierbarem Beton aus Abbruchabfällen. EOOS entwickelt mit dem „Zero Emissions Utility Vehicle“ ein 3D-gedrucktes Fahrzeug aus recyceltem Kunststoff. Und Ford und HP stellen mit 3D-Druck Autoteile aus recycelten 3D-Drucker-Materialien in einem geschlossenen Abfallkreislauf her. Mit unserem Newsletter-Abonnement verpassen Sie keine weiteren neuen Entwicklungen, die Gutes für die Umwelt leisten. Für mehr Neuheiten zum 3D-Druck abonnieren Sie unseren Newsletter kostenlos hier.

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