Im März stellt der Automobilhersteller Czinger sein 21C Hypercar auf dem Automobilsalon Genf vor. Zahlreiche Teile die Supersportwagens stammen aus dem 3D-Drucker, die von einem deutschen Hersteller stammen. Wir stellen den 1,7 Millionen US-Dollar teuren Luxuswagen einmal genauer vor

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Czinger Logo

Kevin Czinger, Mitbegründer des bis dato noch relativ unbekannten Start-ups Czinger, wird im März das neue Hypercar Czinger 21C auf dem Genfer Automobilsalon vorstellen. Der 21C verfügt über einen 2,9 Liter Twin-Turbo-V8 Motor, mit dem der Wagen 11.000 U/min schafft, wie das beliebte Automagazin TopGear berichtet. Große Teile des Fahrgestells des 1,7 Mio. USD (1,6 Mio. EUR) teuren Hypercars wurden mit dem 3D-Drucker hergestellt.

Deshalb setzt Czinger auf 3D-Druck

Dass Kevin Czinger 3D-Druck in seinem Auto wiederfinden will, ist keine Überraschung. Als Mitbegründer von Divergent3D, einem Unternehmen, dass sich auf den 3D-Druck in der Automobilbranche fokussiert hat, weiß er um die Vorteile, die die additive Fertigung bei der Automobilherstellung bringt. Divergent3D hat unter anderem 2017 Peugeot SA mit 3D-gedruckten Bauteilen bei der Entwicklung eines Supercars unterstützt.

Additiv gefertigte Fahrzeugteile im 21C

Die Fahrzeugteile aus dem 3D-Drucker entstehen in einem klimatisierten 3D-Drucklabor. Gearbeitet wird unter anderem mit SLM 500 Maschinen vom deutschen 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions, die auch schon bei Rolls Royce bei Rolls Royce zum Einsatz kommen. Besonders Bereiche mit hoher Last, von den Querlenkern der Aufhängung über die Frontcrash-Struktur, die Windschutzscheibenverkleidung bis zum Armaturenbrett sind beim 21C in Aluminium- und Titanlegierungen gedruckt. Dort wo es möglich war, wurden kostensparende Standardmaterialien wie Kohlefaserrohre und Aluminiumprofile eingesetzt. Das brachte dem Hypercar eine supersteife, schöne Struktur.

Die Software, die die Ingenieure zum Entwurf der Komponenten nutzten, platzierte das Material nur dort, wo es nötig war. Das brachte dem 21C Hypercar seine Formen. Kostensparender Einsatz von Materialien und die einfache Recycelbarkeit der Bauteile sind Kevin Czinger sehr wichtig. Er würde sich wünschen, dass viele seinem Beispiel folgen und sorgfältiger bei der Auswahl ihrer Materialien sind.

Der Czinger 21C wird im März an der internationalen Automobilshow in Genf zu sehen sein. Am Stand (Halle 1, Stand 1030) werden sowohl eine straßen- als auch eine spurorientierte Variante ausgestellt. Es sind 80 Czinger Modelle geplant, 25 spurenorientierte und 55 straßenorientierte. Kevin Czinger wird den 21C am 3. März von 11:00 bis 11:15 Uhr vor Ort präsentieren. Mehr über die Weiterentwicklung dieses Fahrzeugs und der 3D-Drucktechnologie im Allgemeinen erfahren Sie im kostenlosen 3D-grenzenlos Newsletter (jetzt abonnieren).

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