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3D-Drucker im Unterricht: Schule in Tönning (D) setzt auf 3D-Drucker

Als eine der ersten Schulen in Deutschland verfügt die Gemeinschaftsschule Tönning seit kurzem über einen 3D-Drucker als Bildungsinstrument für die Schüler unterschiedlicher Fächer aus den Naturwissenschaften. Die Schule in Tönning leistet mit der Anschaffung des 3D-Druckers Pionierarbeit in Deutschland. In anderen Ländern gehören 3D-Drucker bereits seit langem zum alltäglichen Arbeitsinstrument an Schulen. Die Einführung wird aktiv von den Regierungen unterstützt. Und in Deutschland?

Michael Nickel und Marc Harslem mit dem 3D-Drucker
Den 3D-Drucker MakerBot „Replicator 2“ für die Tönninger Gemeinschaftsschule präsentieren stolz Michael Nickel (links) und Marc Harslem (Bild © // shz.de).

Die Gemeinschaftsschule in Tönning verfügt als eine der ersten Schulen in Deutschland über einen eigenen 3D-Drucker. Im Rahmen der naturwissenschaftlichen Wahlpflicht-Kurse wird der 3D-Drucker MakerBot Replicator 2 zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich zwar um einen 3D-Drucker für eher kleinere 3D-Objekte (L x H x T: 59 cm x 43 cm x 55 cm), der Lerneffekt, Objekte selbst zu erstellen, das auch später für einige Schüler im Berufsleben Teil ihrer Aufgaben sein wird, ist mit dem Replicator 2 aber allemal gegeben.

„Die Schüler lernen mit Verstand und Hand. Sie konstruieren praxisnah dreidimensionale Objekte am Bildschirm. Die Ergebnisse können sie direkt sehen und begutachten“ (Marc Harselm, Zuständiger Lehrer im Fachbereich Technik und stellvertretender Schulleiter der Gemeinschaftsschule Tönning)

Schüler der Tönninger Gemeinschaftsschule würden nach Schulende häufig Ausbildungen in technischen Berufen absolvieren, wie es die lokale Zeitung „Husumer Blatt“ schreibt. Auch Praktikas bei lokal ansässigen, produzierenden Großunternehmen sind die Regel. Neben Nissen Elektronik, für den Bau verkehrstechnischer Anlagen, befindet sich auch SIHI Anlagentechnik in der Region Tönning.

Beide Unternehmen sind möglicherweise zukünftige Arbeitgeber der Tönninger Schüler, bei denen das Protoyping, also das Erstellen von Objekten zur Annäherung an ein Produkt, mit zu den üblichen Tätigkeiten gehören. Die in der Schule bereits gesammelte praktische Erfahrung mit dem 3D-Drucker kann sich also für die Schüler in vielerlei Hinsicht positiv auszahlen.

Andere Länder setzen bereits verstärkt auf 3D-Drucker in Schulen

Die britische Regierung, um den Premier David Cameron und Bildungsminister Michael Gove zum Beispiel, beschlossen gegen Ende letzten Jahres die zusätzliche Summe von 500.000 Pfund in die Einführung der 3D-Drucker in britische Schulen zu investieren. Ein Entscheidung, nachdem der Einsatz der 3D-Drucker in britischen Schulen über einen längeren Zeitraum erfolgreich getestet wurde (mehr darüber…).

Auch die USA ist Deutschland bei der Einführung der 3D-Drucker in Schulen weit voraus. Kein geringerer als US-Präsident Barack Obama selbst bezeichnete längst 3D-Drucker „als die nächste Revolution in der Produktion„. MakerBot, eines der Marktführer zur Herstellung der 3D-Drucker, setzte daraufhin ein Programm in die Welt, mit dem Ziel, bis zum Ende des Jahres 2013 jede Schule in den USA mit einem 3D-Drucker auszustatten. Gelungen ist dies zwar nicht aber die Anzahl der Schulen mit einem 3D-Drucker in den USA ist seither kontinuierlich gestiegen.

Was ist Eure Meinung zum Einsatz von 3D-Druckern in Schulen? Eignen sich 3D-Drucker als Bildungsinstrument und zur Vorbereitung auf das Berufsleben? Schreibt uns Eure Meinung als Kommentar unter den Artikel!

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