Eine für die Royal Navy entwickelte Drohne aus dem 3D-Drucker hat in einem Testflug eine Geschwindigkeit von über 140 km/ h erreicht. Die Drohne wurde von Forschern der Southampton University entwickelt und lässt sich aus 14 Teilen zusammenbauen.

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Die Southampton University aus Großbritannien hat eine kleine Drohne entwickelt, die in 14 Teilen mit einem 3D-Drucker gefertigt wurde. Einen ersten Testflug, bei dem die Drohne vom britischen Kriegsschiff HMS Mersey startete, konnte das Fluggerät bereits im Juli diesen Jahres mit Erfolg abschließen, wie die Southampton University berichtet und das nachfolgende Video zeigt. Das Ziel ist die Entwicklung einer preisgünstigen und vollwertige autonom fliegende Drohne die ohne hohen Personalaufwand eingesetzt werden kann.

Die britische Royal Navy will nach eigenen Planungen bis zum Jahr 2020 alle Kriegsschiffe mit unbemannten Drohnen ausrüsten. Das Testprogramm umfasste Fluggeräte von Boeing, AgustaWestland und der Universität Southampton. Die Entwicklung der Drohne aus dem 3D-Drucker erfolgte bei der Computational Engineering & Design Group unter Leitung der zwei Professoren Andy Keane und Jim Scanlan.

Offboard Kamera

Onboard Kamera

Die Drohne wurde mit einer Videokamera ausgestattet und startete über zwei nebeneinander geordnete Schienen in den Himmel. Im Rahmen der Testflüge soll das autonom fliegende Gerät bezüglich seiner Form und Gewicht optimiert werden. Die Nutzlast der Drohne beläuft sich auf 0,5 Kilogramm und die Flugzeit beträgt 30 Minuten. Als Antrieb dient ein Elektromotor der seine Energie von zwei Batterien bezieht und für eine Höchstgeschwindigkeit von 144 Stundenkilometern sorgt. Der Start der Drohne kann statt vom Schienensystem der Royal Navy auch per Hand erfolgen.

Als Druckmaterial für die Drohne dient Nylon 12, welches nach dem Druck mittels Laser gehärtet wird. Gedruckt werden vier Komponenten, die ohne Werkzeug zusammengesteckt werden können. Bei den übrigen Bauteilen handelt es sich um eine Avionik-Komponente, Elektromotor mit Propeller, zwei Batterien, vier Stellmotoren, Funkgerät und einem Autopiloten inklusive Antenne. Der Zusammenbau der zehn Komponenten erfolgt ohne Werkzeuge. Die Montagedauer der Drohne soll sich nach Angaben der Universität auf zehn Minuten belaufen. Das Design der Drohne erfordert beim Zusammenbau keine einzige Schraube oder Klebstoff.

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