Die Royal Air Force (RAF) hat einen Metall-3D-Drucker Calibur3 von Wayland Additive erworben. Dieser steht nun mit anderen 3D-Druckern und 3D-Scannern im neuen Hilda B. Hewlett Centre der Royal Air Force. Die RAF ist damit in der Lage, sich mit fortschrittlicher Komponentenherstellung auseinanderzusetzen.

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Wayland Additive LogoIm März 2021 hat das 3D-Druck-Unternehmen Wayland Additive sein Metall-3D-Druck-System Calibur 3 vorgestellt. Nun berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung der Entwickler des Metallzusatz-Fertigungssystems Calibur3, hat seine Technologie im Hilda B. Hewlett Center for Innovation installiert, das Teil des Inspektions- und Reparaturgeschwaders Nr. 71 (IR) ist. Dieses hat seinen Sitz bei RAF Wittering im britischen Cambridgeshire. Die neu eröffnete Einrichtung ist mit 3D-Druckern und Scangeräten ausgestattet, die der Royal Air Force bei der fortschrittlichen Komponentenfertigung unterstützen sollen.

Hilda B. Hewlett Centre bringt 3D-Druck ins IR Nr. 71

Der 3D-Drucker Calibur3 von Wayland Additive ist eines von mehreren 3D-Druck-Systemen im neuen Zentrum der RAF (im Bild: Calibur3 und weitere Maschinen)(Bild © Wayland Additive).

Das Hilda B. Hewlett Centre verfügt unter anderem über einen Nikon HTX 540 CT-Scanner, der Objekte bis ins kleinste Detail untersucht. Außerdem ist es mit einem Stratasys Fortus 450-Polymerdrucker und einem Renishaw RenAM 500-Metall-3D-Drucker ausgestattet. In der neuen Anlage können Flugzeugkomponenten mikroskopisch genau und präzise reproduziert werden, unabhängig davon, ob diese aus Metall oder Kunststoff sind. Wird ein 3D-gedrucktes Bauteil in einem Flugzeug eingesetzt, müssen dem monatelange strenge Tests vorausgehen. Dabei wird jeder erdenkliche Aspekt des additiven Herstellungsprozesses bis ins kleinste Detail untersucht.

Die additive Fertigung, die vom Geschwader Nr. 71 (IR) eingeführt wurde, wird einen Durchbruch in der Fähigkeit der RAF bieten, ihre eigenen Flugzeugersatzteile auf Anfrage zu entwerfen und herzustellen.

Stimmen der Verantwortlichen

Verantwortliche stehen vor Calibur3 3D-Drucker
Die britische Royal Air Force erwirbt den Metall-3D-Drucker Calibur3 von Wayland Additive für das Hilda B. Hewlett Centre for Innovation (im Bild: Air Chief Marshal Sir Mike Wigston, Will Richardson CEO Wayland und Robert Weston Head of Product Wayland)(Bild © Wayland Additive).

Will Richardson, CEO von Wayland Additive, sagte:

„Der Verkauf unserer Technologie an die RAF ist für alle Beteiligten spannend. Der Calibur3 wurde entwickelt, um allgemeine Probleme mit Metall-AM zu überwinden, und verwendet den NeuBeam-Prozess, der alle Vorteile der Metallelektronenstrahl(eBeam)-Pulverbettfusionstechnologie (PBF) bietet und gleichzeitig die problematischen Probleme überwindet, die traditionell eine breitere Akzeptanz begrenzt haben. Das Wayland-Team verfügt über jahrzehntelange Erfahrung mit eBeam-Forschung, -Entwicklung und -Implementierung in der Halbleiterindustrie. Dies hat es ihnen ermöglicht, die Ladeprobleme, die bisher EBM-Prozesse eingeschränkt haben, mit dem vollständig neutralisierten NeuBeam-Prozess anzugehen und zu lösen. Die RAF könnte eines Tages Metall-AM verwenden, um ihre eigenen Flugzeugersatzteile nach Bedarf zu entwerfen und herzustellen, was perfekt zu den Eigenschaften unserer Technologie passt. Wir bieten die Möglichkeit, eine breitere Palette von Metallmaterialien zu verarbeiten, was die Herstellung leichterer und stärkerer Teile ermöglicht, die häufig in Luft– und Raumfahrtanwendungen verwendet werden, sowie hochverschleißfeste Teile. Für die RAF können Ersatzteile mit dem Calibur3-System in Tagen statt Monaten produziert werden – wodurch Probleme im Zusammenhang mit logistisch anspruchsvollen Lieferketten vermieden werden – zu viel geringeren Kosten und ohne die Notwendigkeit, eine Reihe von Ersatzteilen von der Stange zu lagern.“

Squadron Leader Allen Auchterlonie, der Officer Commanding No 71 (IR) Squadron, sagte:

„Eines Tages wird die Royal Air Force in der Lage sein, strukturelle Flugzeugkomponenten auf Hauptbetriebsbasen oder sogar an Einsatzorten herzustellen. Wir werden in der Lage sein, Geld zu sparen, aber was noch wichtiger ist, wir müssen nicht auf die Lieferung von Ersatzteilen warten und wir können Flugzeuge viel schneller reparieren lassen. Die Eröffnung dieser Einrichtung ist ein Meilenstein auf dieser aufregenden Reise.“

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